Rockwell bei uns im TestRockwell bei uns im Test
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Rockwell bei uns im Test

In unserer Brettspiel-Rubrik haben wir mit dem Asmodee-Verlag wieder einen neuen Partner gewonnen. Zum Start hat er uns gleich mit ein paar Spiele ausgestattet, die wir euch gerne näher vorstellen wollen. Den Anfang macht dabei das Brettspiel Rockwell. Hierbei geht es um den Bergbau und die richtigen Aufträge.

Mehrere Bergbaugesellschaften treten in Rockwell gegeneinander an. Ziel ist es soviele Aufträge wie möglich zu bekommen und die Mutterfirma Rockwell von seinem Konzept zu überzeugen. Dafür müsst ihr eure Bohrtrupps geschickt leiten und auch an der Börse ein glückliches Händchen haben. Doch was ist die Firma Rockwell eigentlich? Sie sind eine anerkannte Größe in der internationalen Bergbauindustrie und hat gerade vier große Bergabaugesellschaften aufgekauft. Nun müssen sie sich entscheiden, welche Gesellschaft davon mit welchen Aufträgen ausgestattet wird. Rockwell hat dafür ein eigenes Mammut-Projekt gestartet und lässt die Gesellschaften gegeneinander antreten.

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Das Ganze ist in einem ziemlich wertigen Karton verpackt, der auch an einiges an Gewicht mitbringt. Da muss eine Menge Inhalt drin sein. Und das bestätigt sich auch beim Auspacken des Spiels. Bevor ihr loslegen könnt müsst ihr erstmal den ganzen Inhalt sortieren und aus der Pappvorrichtung entnehmen. Damit seid ihr schon mal eine ganze Weile beschäftigt. Die Materialen kommen aber nicht billig daher, sondern bieten feste und knickfreie Pappe mit sich. Habt ihr das Ganze Spiel dann endlich aufgestellt, kann es auch endlich losgehen.

Wer Rockwell auf den ersten Blick sieht wird wissen: Dieses Spiel ist nicht mal eben gespielt. Es ist nicht nur ziemlich aufwendig gestaltet es bietet auch unglaublich viel Inhalt. Bevor ihr das Spiel richtig versteht, solltet ihr euch unbedingt die beiliegende Anleitung durchlesen. Diese ist übrigens gleich in drei Sprachen dabei (Deutsch, Englisch und Französisch). Bei Rockwell gibt es auch nicht nur ein Spielbrett, sondern gleich mehrere. Ihr braucht also auch noch eine Menge Platz auf dem Wohnzimmertisch. Macht ihm am besten komplett leer und stellt die Blumendeko woanders hin. Auf unseren Bildern könnt ihr mal sehen, wie es aussieht wenn alles zusammenliegt. Und das ist nur ein halber Tisch – bei vier Personen empfehlen wir ganz klar den kompletten Wohnzimmertisch.

Das Spielbrett bietet viel Qualität und auch beidseitige Drucke an. Das hat man nicht unbedingt bei jedem Spiel. Zwar kann es hier und da mal zu kleinen Rissen an der Pappe kommen, bei vorsichtigen Herausdrücken passiert das aber selten. Asmodee hat hier schon auf Qualität geachtet und legt dabei auch großen Wert. Auch die Spielfiguren und Würfel sind schön handlich und wertig gestaltet. Vorsicht allerdings bei Kleinkindern oder Tieren – da die kleinen Teilchen schnell verschluckt werden können. Ihr solltet also da spielen, wo sie nicht herankommen können.

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Der Ablauf einer Spielrunde startet mit der Abgabe von Angeboten. Dabei hält jeder Spieler so viele Rohstoffe und/oder Geld in seiner Hand wie er möchte. Danach enthüllen alle Spieler gleichzeitig ihr Angebot. Diese gehen dann alle an die Bank oder die allgemeine Reserve.  Der erste Spieler nimmt nun seine Figur und platziert sie auf eines der Spielbretter. Das Spiel geht nun in seine heiße Phase und die Bohrrunde wird gestartet.

Nun können die Spieler Versicherungen kaufen mit Rohstoffen bezahlen. Klingt alles kompliziert? Ja auf den ersten Blick. Das System des Spiels ist ziemlich schnell verstanden und wenn man sich die Anleitung richtig durchliest ist es auch kein Problem. Zunächst sind es aber böhmische Dörfer und ihr wundert euch nur über unglaublich viel Input. Durch die Karten wird angegeben, was die Bohrung gebracht hat und was ihr dabei an Rohstoffen gewonnen habt.

Haben das alle Spieler gemacht, gibt es noch weitere Bohrrunden. Sind diese alle abgeschlossen gibt es die Minenschachtkontrolle. Auch hier werden wieder via Karten die Rohstoffe angegeben. In Rockwell gibt es auch andere Wege zu gewinnen. Darunter zählt auch Korruption oder Subunternehmer. Die gewonnenen Rohstoffe lassen sich natürlich verkaufen und bringen eine Menge Geld ein. So bekommt ihr für Gold mit 1000 Dollar am meisten Kohle. Allerdings darf ein Rohstoff nur einmal an- bzw. verkauft werden.

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Weiter geht es dann mit dem industriellen Fortschritt. Hier dürfen die Spieler die gewünschten Aktionen durchführen. Auch hier zeigen die Kärtchen wieder an worum es genau geht. Dabei erhalten die Spieler auch Siegpunkte. Nachdem ihr alles erledigt habt geht es um die erspielten Punkte. Das Spiel ist vorbei wenn der Erdkern erreicht ist. Der Spieler mit den meisten Punkten am Ende ist der große Sieger und darf sich über die volle Aufmerksamkeit der Firma Rockwell freuen.

Die Spieleranzahl wird mit 2 bis 4 Spielern angeben und ihr solltet schon mindestens 14 Jahre alt sein. Für Kleinkinder ist das Spiel auf keinen Fall geeignet. Eine Runde dauert ca. 90 Minuten und nimmt somit auch ein wenig Zeit in Anspruch. Das Spiel selber wurde von Bruno Crépeault entwickelt. Für die Illustration zeichnet sich Yuio verantwortlich.

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Markus

Markus

Chefredakteur bei Markus Biering Verlag
Chefredakteur, Inhaber MB Verlag, erster Ansprechpartner und Gründer von Games-Mag
Markus

Chefredakteur, Inhaber MB Verlag, erster Ansprechpartner und Gründer von Games-Mag


 
Unsere Wertung
85%


Fazit
Rockwell bietet lange Unterhaltung und sorgt durch seinen Inhalt für einen spannenden Spiele-Abend. Da das Spiel so komplex ist, ist ein schnelles Spiel für zwischendurch nicht möglich. Aber wer auf solche Art der Spiele steht, wird schwer begeistert sein und lange Freude daran haben. Habt ihr einmal die Spielregeln verinnerlicht, läuft es wie geschmiert. Ein Spiel was so manchen trüben Herbsttag versüßen kann. Eine klare Kaufempfehlung von uns.