Pflanzen vs. Zombies Garden Warfare 2 bei uns im TestPflanzen vs. Zombies Garden Warfare 2 bei uns im Test
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Pflanzen vs. Zombies Garden Warfare 2 bei uns im Test

Als Pflanzen vs. Zombies damals angekündigt wurde, haben viele befürchtet, dass er zu einer Lachnummer verkommt – doch weit gefehlt. Das Spiel entwickelte sich zu einem der beliebtesten Vertreter seines Fachs. Allerdings geizte der Erstling noch mit unterschiedlichen Modi und Inhalten und ging so als Low-Budget Titel über die Ladentheke.

Fast genau zwei Jahre nach dem ersten Teil, steht nun der lange und sehnsüchtig erwartete zweite Teil des familienfreundlichen Shooters für PC, PS4 und Xbox One in den Regalen. Beim Nachfolger hat man auf die Fans gehört und ordentlich in Sachen Inhalten und Umfang zugelegt. Das Ganze hat aber im wahrsten Sinne des Wortes auch seinen Preis, denn der neue Teil ist nunmehr zum Vollpreis erschienen.

Wir haben ihn für Euch auf Herz und Nieren getestet und sagen Euch ob mehr auch wirklich besser ist.

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Hinterhofkampfplatz

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Gleich zu Beginn fällt uns eine markante Erneuerung sofort ins Auge. Statt sich durch lieblose Menü-Tafeln zu quälen, haben sich die Entwickler etwas ganz neues einfallen lassen. Warum nicht mal ein interaktives Menü erstellen, das zeitgleich auch als Tutorial bzw. als Übungsgelände zum Ausprobieren der einzelnen Charakter und ihrer Waffen funktioniert?

Nach einer kurzen Intro-Einlage, in der sich Neulinge mit den Grundsteuerungs-Elementen vertraut machen können, geht es auch schon los. Schönen Gruß an die Macher von „Zurück in die Zukunft“, denn nicht nur der Musiktitel, der erklingt, sondern auch die Art wie wir unseren Hinterhofkampfplatz erreichen, sollte Cineasten sofort bekannt vorkommen.

In dem neuen Areal leben Zombies und Pflanzen quasi Tür an Tür. Allerdings alles andere als friedlich miteinander. Die Welt ist unterteilt in eine sehr karge und düstere Zombie- und in eine blühende und farbenfrohe Pflanzenseite. In unserer Sicherheitszone steuern wir das gesamte Spiel. Wir wechseln den Charakter, beziehungsweise passen ihn an. Wir wählen die zahlreichen Spielmodi aus, entscheiden uns für eine Koop-Partie auf dem heimischen Sofa, erkunden die Onlinewelten in diversen fesselnden Spielmodi oder schauen welche neuen Herausforderungen es gibt. Weiterhin haben wir die Möglichkeit einen Roboter zu besuchen, der uns immer wieder mit interessanten Missionen beauftragt. Diese geben uns neue Erfahrungspunkte, Spielwährung oder Goodies, mit denen wir uns in klassischer Rollenspielart weiterentwickeln können. Auch der beliebte Stickerladen und das dazugehörige Album fehlen hier nicht.  Zuletzt können wir noch entscheiden auf welcher Schwierigkeitsstufe wir das Spiel bestreiten wollen. Natürlich kann diese im Spielverlauf jederzeit angepasst werden.

Sehr schön ist auch die Möglichkeit, dass Spieler, die den Vorgänger gespielt haben, dafür belohnt werden. Je nach erspielten Rang, findet Ihr entsprechende Sticker Packs in Eurem Briefkasten im Hinterhof. Darüber hinaus könnt ihr aber auch den gesamten Charakter aus dem Vorgänger in das neue Spiel übertragen.

Wer die Wahl hat, hat die Qual

Wie schon im Vorgänger stehen uns zwei verschiedene Charakterklassen zur Verfügung. Insgesamt sind es sieben auf beiden Seiten, die jeweils in fünf verschiedenen Versionen daher kommen. EA selber wirbt , dass es insgesamt über 100 unterschiedliche Charaktere in 14 Klassen gibt.

Wie in einem Shooter üblich hat jede Klasse eine individuelle Bewaffnung oder eine bestimmte Fähigkeit den Gegner zu eliminieren. Allerdings kann man bei Pflanzen vs. Zombies 2 nicht wie in einem Shooter einfach zwischen unzähligen Waffen wechseln, nein hier entscheidet die Charakterwahl welche Art von Waffe ihr benutzt.

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Pflanzen

Erbsenkanone, Sonnenblume, Schnapper und Kakteen kennen wir schon, aber wie wäre es stattdessen mit einer Orange, Tulpe oder Mais? Dürfen wir vorstellen? Hier sind drei schlagkräftige Haudegen, die euch im Kampf gegen die Zombies unterstützen wollen und sicher auch können.

Zitron

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Die coole Orange ist mit einem sehr starken Laser ausgerüstet, der einzeln oder gebündelt eingesetzt werden kann. Weiterhin kann eine Rakete abgefeuert oder ein starkes Schutzschild aktiviert werden, durch das ihr noch auf den Gegner, er aber nicht mehr auf Euch feuern kann. Wird es zu brenzlig, drückt Ihr die Dreieckstaste und aus dem Krieger wird eine Kugel mit der man blitzschnell aus der Schusslinie verschwinden kann.

 

 Rosie

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Der weibliche Charakter ist nicht nur etwas für die spielende Damenwelt. Sie bietet uns ein abwechslungsreiches Arsenal an Angriffsmöglichkeiten. Da wäre zunächst ihr Zauberstab mit dem sie mächtige Laserstrahlen auf ihre Peiniger schleudert. Fast noch interessanter ist die Möglichkeit, für einen kurzen Moment die Zeit anzuhalten und das Geschehen in Zeitlupe ablaufen zu lassen. Als dritte Variante hat Rosie die Chance nahe liegende Angriffsziele in Ziegen zu verwandeln.

Mit der Dame ist definitiv nicht gut Kirschen essen. Anfängliche Vorteile durch zu mächtig eingestellte Waffen wurden vor kurzem übrigens durch einen ersten kostenlosen Patch angepasst.

 

Major Mais

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Hier haben wir ganz klar einen geborenen Anführer und so wurde er auch gestaltet. Schon die mächtigen Doppelmaschinegewehre, natürlich kindgerecht in Form von Maiskolben dargestellt, lassen daran wenig Zweifel aufkommen. Benötigt er einmal Hilfe, einmal L1 drücken und schon wird ein Punkt markiert, auf den wenige Sekunden später ein Hagel aus heißer Popcornbutter folgt, der so manchen Gegner verstummen lässt. Wenn es brenzlig wird, kann er auch gekonnt und in Zeitlupe über seine Gegner hinweg springen oder er bemächtigt sich seiner dritten Waffe – einen aufladbaren, zielgenauen Superschuss.

 

Zombies

Zu den bekannten Klassen (Fußsoldat, All-Star, Wissenschaftler oder Ingenieur) gesellen sich nun drei weitere hochinteressante Charaktere dazu.

Der Wicht

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Kleiner Mann ganz groß, das beschreibt den ersten der neuen Zombiecharakter wie die berühmte Faust aufs Auge. Schon als Wicht macht er uns das Leben zur Hölle, wenn er aber dank Knopfdruck zu einem riesigen Roboter mutiert, dann ist spätestens Schluss mit Lustig. Gefährlich, weil kaum abwehrbar ist auch die sogenannte Wichtkarta. Hier bewegt er sich megaschnell im Kreis und feuert dabei beidseitig mit sehr effektiven Laserpistolen auf seine Gegner.

 

Super Brainz

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Der ein wenig an Elvis erinnernde Superzombie ist ein sehr übler Zeitgenosse, den man nicht unterschätzen sollte. Dieser Typ verfügt über Superkräfte und er weiß genau, wie man sie einzusetzen hat. Er fegt als wirbelnder Angreifer über das Schlachtfeld und attackiert seine Gegner mit starrken Laserwaffen aus der Ferne oder aus der Luft.

 

Captain Totbart

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Ohne Zweifel mein Lieblingscharakter in der Riege der neuen Kämpfer für das Böse. Der schrullige alte Piratenkapitän hat es faustdick hinter den Ohren. In einem Fass sitzend attackiert er seine Gegner als Nahkampfbombe oder beschießt sie in bester Snipermanier aus ungeahnter Entfernung. Sehr fies ist auch die Möglichkeit uns eine Papageien-Drohne auf den Hals zu hetzen, die uns aus der Luft ausspäht und sogar angreifen kann.

Sieben auf einen Streich

Die zahlreichen Spielmodi in Pflanzen vs. Zombies könnt ihr entweder online oder offline spielen. Solltet Ihr Euch für den Einzelkampf entscheiden, erhaltet Ihr Unterstützung von Bots oder KI-Helfern. In den Spielmodi wurde im Vergleich zum Vorgänger deutlich angezogen und man kann sich nun beileibe nicht mehr über einen zu geringen Umfang beschweren.

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Während Ihr im Multiplayermenü die unterschiedlichen Modi, die Karten und die Schwierigkeit anpassen könnt, stellt Ihr im Einzelspielermodi noch die Bot-Stärke und deren Anzahl ein. Gut ersichtlich ist der Schwierigkeitsfaktor, an dem ihr ablesen könnt, was ihr für Heldentat bekommt, wenn ihr siegreich aus der Schlacht hervorgegangen seid.

 Türmatte

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Der perfekte Einstiegsmodus. Eine Team-Deathmatch-Variante zum Reinschnuppern, in der ihr in unregelmäßigen Abständen durch das Spiel kleine Boni erhaltet. Bei 50 Kills oder nach Ablauf einer Zeitvorgabe von zehn Minuten ist das Spiel beendet.

Teamsieg

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Klingt nicht nur so, ist auch so – der klassische Team-Deathmatch-Modus. Zwei Teams mit bis zu 24 Spielern. Wer die meisten Punkte hat gewinnt das Spiel

Revier-Übernahme 

 

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Dieser Modus präsentiert eine Mischung aus mehreren Spielelementen. Krautangriff und Friedhöfe vs. Gärten werden hier geschickt zu einer ultimativen Schlacht um die Vormachtstellung im Krieg zwischen den Pflanzen und Zombies zusammengeführt. Auf dieser Karte ist kein Platz für Langweiler und Drückeberger. Hier ist Action angesagt – bis zum letzten Atemzug

Gartenzwergbombe

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Team-Deathmatch-Konstellation mit dem Ziel eine Bombe in einem bestimmten Bereich im Spiel zur Detonation zu bringen. Man könnte es mit einem konfusen American Football Match vergleichen. Hier sind Geschick und Strategie gefragt. Oder einfach nur eine Portion Glück.

Abschuss bestätigt

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Dieser Modus heißt genau so, wie in einem berühmten Genrevertreter der Konkurrenz. Nur, dass Ihr hier nicht die Hundemarken Eurer besiegten Gegner, sondern bunte Kugeln einsammeln müsst. Ein Modus, in dem man zum Gewinnen nicht unbedingt gut schießen muss.

Suburbianation

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Hier gilt es den Garten der Pflanzen beziehungsweise den Grabstein der Zombies einzunehmen. Es ist also eine eigenen Interpretation des beliebten Shooter Modus Capture the Flag.

 Gemischter Modus

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Ihr könnt euch nicht entscheiden? Kein Problem. Einfach diesen Modus auswählen und Ihr könnt nach und nach alle Möglichkeiten einmal anspielen.

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Ach wie laufen sie denn, ach ist das alles schön bunt 

Die Steuerung ist unverändert zum ersten Teil geblieben. Ihr habt also immer noch eure Primärwaffe, die ihr mit R2 auslöst. Dazu sind für jeden Charakter jeweils drei Spezialwaffen auswählbar. Solltet ihr mal vergessen welche Waffe wo ist, werdet ihr im HUD sehr schön darüber informiert. Man merkt also, dass hier definitiv daran gedacht wurde, dass auch jüngere Familienmitglieder mitspielen könnten.

Interessant ist die Tatsache, dass bei den Konsolenversionen Unterschiede in der Auflösung zu beobachten sind. Das Sequel kommt auf der Xbox One nur mit 900p daher. PS4-Spieler hingegen kommen in den Genuss der vollen 1080p. Generell wurde das Spiel kindlich bunt und grell in Szene gesetzt. Dennoch sieht man in jeder Map mit wie viel Liebe zum Detail gearbeitet wurde.

Aufgrund des Comic-Stils ist es nicht ganz einfach zu sagen, ob das Spiel grafisch nun im höheren oder eher im durchschnittlichen Bereich anzusiedeln ist. Ich würde sagen, dass die Grafik absolut in Ordnung ist und alle Welten und Charaktere sehr gut in Szene gesetzt wurden. Ebenfalls sehr schön zu beobachten,  dass das Spiel auch bei 24 Spielern nicht ins Stocken gerät. Alles läuft butterweich und ohne Aussetzer. Wie in anderen Spielen gibt es keinerlei visuellen Hilfen. Ihr müsst also quasi blind durch die Welten laufen. Lediglich im Singleplayer erhaltet ihr eine Übersicht, wo das gesuchte Objekt oder die gesuchte Person zu finden ist.

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Alles Neu, alles besser?

Diese Frage ist sicherlich nicht so einfach zu beantworten. Ohne jeden Zweifel wird jedoch eines klar, EA hat sich die Wünsche der Fans zu Herzen genommen und eigentlich alle Kritikpunkte des ersten Teils ausgemerzt. Allerdings hat dies im wahrsten Sinne des Wortes seines Preis. Denn durften die Käufer im ersten Teil noch ihre Sparschweine schonen und das Spiel zum Taschengeldpreis erwerben, muss man für den Nachfolger den vollen Preis bezahlen. Natürlich wird hier niemand dazu gezwungen, jedoch kann man wirklich mit gutem Gewissen sagen, dass Euch für Euer Geld ordentlich etwas geboten wird und Langeweile ganz sicher nicht so schnell aufkommt. Gerade für jüngere Familienmitglieder ist das Spiel wärmstens zu empfehlen.

 

Axel

37, offen und ehrlich (schonungslos :))

Lebensmotto : „Kämpfe und du kannst verlieren, aber wer aufgibt hat schon verloren“.

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37, offen und ehrlich (schonungslos :)) Lebensmotto : "Kämpfe und du kannst verlieren, aber wer aufgibt hat schon verloren".


 
Unsere Wertung
80%


Fazit
Pflanzen vs. Zombies "Garden Warfare 2" ist ein würdiger Nachfolger, der vieles aber nicht alles richtig macht. Man merkt, dass die Macher von Battlefield auch in dieser natürlich nicht ganz ernstzunehmenden Shooter Parodie ihr Handwerk beherrschen. Wie auch bei den Versionen für Erwachsenen, sollte die Auswahl des Charakters taktisch wohl überlegt sein. Blindes Rennen in die Schlacht wird mit einem sehr schnellen Bildschirmtod bestraft. Oftmals muss man aber auch über das dargebotene einfach herzhaft Lachen.Ich denke, genau das ist der Sinn und Zweck dieser Serie. Hier werden nicht der Mageninhalt, sondern die Lachmuskeln angesprochen und die könnten angesichts der Darbietung durchaus stark strapaziert werden. Technisch ist das ganze wirklich Makellos umgesetzt worden. Jedoch wie jeder andere Shooter, kämpft auch dieser mit der Tatsache, dass man einfach das Gefühl nicht los wird, alles schon irgendwann mal irgendwo gesehen oder gespielt zu haben. Auch die Modi sind teilweise nicht mal abgeändert und 1:1 aus berühmten Genrevertretern  entsprungen. Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass man aufgrund der Vielzahl der Charaktere auf dem Schlachtfeld schon mal entscheidend die Orientierung verlieren kann und somit einen kleinen aber durchaus sehr negativ auswirkenden Nachteil hat. Nichtsdestotrotz hatte ich und werde ich auch sicher noch eine Menge Spaß mit dem Titel haben. Erst recht, wenn ich mich das nächste Mal mit meinem Sohn ins Getümmel stürzen werde. Ich habe mich prächtig unterhalten gefühlt gebe eine bedenkenlose Empfehlung für all diejenigen, die einfach mal Spaß beim Zocken haben wollen und ein Spiel suchen, das man auch mit dem Nachwuchs bedenkenlos zocken kann. Doch Vorsicht - auch die Erwachsenen Spieler müssen aufpassen, dass sie nicht in den Sog von Zomburbia geraten und süchtig nach diesem Fun-Shooter werden.