NBA 2K14 bei uns im TestNBA 2K14 bei uns im Test
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NBA 2K14 bei uns im Test

NBA 2k4 und Entwickler 2K Sports fristet im Genre der Basketballsimulation ein profitables Dasein. Ohne wirkliche Konkurrenz nach der Einstellung von EA Sports jährlicher NBA-Reihe zieht der Titel des amerikanischen Entwicklerstudios Basketball-Verliebte an wie ein Magnet. Und das völlig zurecht. Doch kann NBA 2K14 in diesem Jahr noch einen draufsetzen?

Auf den ersten Blick hat sich nicht allzu viel getan. Die beliebten Spielmodi (Spielerkarriere, Saison- und Playoffmodus, The Association) wurden nahezu ohne Veränderungen in die aktuelle Ausgabe kopiert. Immerhin hat es der Crew-Modus wieder zurück ins Spiel geschafft. In dem bestreitet ihr mit eurem selbst kreierten Team, inklusive individuellem Logo- nebst Trikotdesign, Spiele gegen andere menschliche Gegner im Online-Modus. Die Le Bron-Karriere versorgt euch zusätzlich mit einem weiteren Spielmodus, den es letztes Jahr in ähnlicher Form gab.

Bis auf einige atmosphärische Zwischensequenzen und stimmungsvollen Ansagen bietet dieser aber nicht viel Neues im Vergleich zur normalen Saison. Neu hingegen sind die erweiterten Lizenzen, welche jetzt endlich europäische Clubs im Programm haben. 14 sind es an der Zahl, darunter Alba Berlin, Olympiacos Piraeus sowie FC Barcelona. Leider dürfen wir diese nur in Freundschaftsspielen gegeneinander beziehungsweise gegen NBA-Clubs antreten lassen, im Karriere-Modus bleiben sie außen vor.

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Wie bereits im Vorjahr nimmt Entwickler 2K einschneidende Änderungen an der Steuerung vor. Bis die neuen Finessen der Bedienung bei jedem Spieler in Fleisch und Blut übergegangen sind, dürften einige Spiele ins Land ziehen, denn der rechte Stick wird mehr und mehr zum multifunktionalen Werkzeug. Wir führen mit ihm nicht nur zahllose Tricks aus, sondern leiten auch Fern- und Trickwürfe aus, ganz ohne dafür gleichzeitig eine zusätzliche Taste drücken zu müssen.

Verwirrte Spieler und ebenso missratene Aktionen auf dem Spielfeld sind die Folge. Doch wenn man sich erstmal daran gewöhnt hat, sind die Erfolgserlebnis umso schöner, zumal die Steuerung generell sehr präzise ausfällt. In der Verteidigung gelingen uns deshalb Steals, Blocks oder erfolgreiche Rebounds häufiger als noch im Vorjahr.

Wem in der Offensive dank der guten Gegner-KI die Ideen ausgehen, der schafft Abhilfe mit den einfach einzuleitenden Spielzügen. Einmal die entsprechende Taste gedrückt, laufen die Mitspieler gemäß des Spielzugs los und bringen neuen Schwung in den Angriff. Einfaches Durchdribbeln gestaltet sich nach wie vor schwierig. Besser beraten sind wir, wenn wir ein kluges Zusammenspiel pflegen und alle Spieler mit einbeziehen.

So macht ein Match gegen den Computer langfristig Spaß und motiviert. Gestandene Spieler mag die steile Lernkurve stark motivieren, Anfänger sollten sich erstmal im Training an die Bedienung gewöhnen oder den 1 gegen 1-Modus austesten, in dem wir unsere Dribblingskills am Gamepad verbessern sowie allgemeine Bewegungsabläufe kennen lernen.

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Die Präsentation der NBA 2k-Reihe bleibt weiterhin auf einem hohen Niveau und ist ein wahrer Augenschmaus für alle anspruchsvollen Gamer. 3000 neue Animationen sollen dieses Jahr integriert worden sein, doch auch ohne diese würde das Spielgeschehen so realistisch wie eine TV-Übertragung aussehen.

Clippingfehler geschweige denn physikalisch unkorrekte Aktionen kamen uns im Test nur selten unter, was für ein Sportspiel große Klasse ist. Dazu die scharfen Texturen, die lebendig wirkenden Animationen und, nicht zu vergessen, die allgemeine Rahmenpräsentation vor, während und nach dem Spiel durch lebhafte Arena-Atmosphäre und tolle, wenn auch nur englisch sprechende Kommentatoren. Next-Gen-Optik wäre ein wohl passender Begriff.

Markus

Markus

Chefredakteur bei Markus Biering Verlag
Chefredakteur, Inhaber MB Verlag, erster Ansprechpartner und Gründer von Games-Mag
Markus

Chefredakteur, Inhaber MB Verlag, erster Ansprechpartner und Gründer von Games-Mag


 
Unsere Wertung
88%


Fazit
Mit NBA 2k14 schafft es 2K Sports wiederholt den Ansprüchen gerecht zu werden. Endlich haben es europäische Teams in das Spiel geschafft und auch der Crew-Modus ist zurück. Ansonsten hat sich allerdings nicht allzu viel getan, sodass Käufer der Vorjahresversion, die noch glücklich damit sind, wohl lediglich wegen der aktuellen Lizenzen zuschlagen werden. Wer genug Geld übrig hat, darf aber trotzdem zuschlagen, weil NBA 2k14 schlichtweg Maß aller Dinge im Basketball-Segment ist – ob es nun Konkurrenz gibt oder nicht.