Lumis: Der Pfad des Feuers bei uns im Brettspieltest!Lumis: Der Pfad des Feuers bei uns im Brettspieltest!
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Lumis: Der Pfad des Feuers bei uns im Brettspieltest!

Abseits des gewohnten Umfeldes von Konsole und Rechner schlägt unser Herz irgendwie doch auch für die Brettspiele in geselliger Runde. Aus diesem Grund haben wir den Strom heute einmal abgeschaltet und uns das Gesellschaftsspiel “Lumis: Der Pfad des Feuers” aus dem Hause Kosmos genauer angeschaut.

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Klares Spielprinzip
In Lumis: Der Pfad des Feuers sind wir seit langer Zeit einmal wieder abseits unseres gewohnten Umfeldes als typischer Gamer unterwegs. Außer einem funktionierendem Freundeskreis, bestehend aus insgesamt vier Spielern, wird man sich logischerweise nicht um anderweitige Mindestvoraussetzungen kümmern müssen. Obwohl das Mindestalter bei 10 Jahren liegt wird uns kein allzu schweres Reglement erwarten. Denn neben einem Spielplan bestehen die Materialien lediglich aus Flammen-, welche in rot und gelber Farbe vorhanden sind, sowie einzelnen Turmteilen. Jedes Team erhält dazu noch ein farbiges Kartenset mit zusätzlich zwei Zahlenkarten – Soweit, so gut!

Die recht überschaubare Anzahl an Spielmaterialien erweckt nicht nur auf den ersten Blick ein einfaches Spielprinzip, sondern verspricht auch zugleich einen sehr einfachen Einstieg.
Gespielt wird wahlweise im klassischen eins gegen eins oder im Team, bestehend aus jeweils zwei Spielern. Kurz gesagt liegt das Ziel des Spieles darin eine miteinander verbundene Turmreihe von einer bis zur anderen Seite zu errichten. Um diesem Ziel nachzugehen muss man auf die farbigen Karten des Spieles zurückgreifen. Mit fünf Karten steigt jeder Spieler ins Spielgeschehen ein. Ab jetzt ist neben dem Glücksfaktor auch gewissermaßen das taktische Feingefühl jeglicher Mitspieler gefragt.

Damit ein zusammenhängender Weg von der einen zur anderen Seite geschafft werden kann wird man auf hervorgehobenen farblichen Sechsecken Türme errichten müssen. Die Höhe der Türme richtet sich nach der Anzahl der eingesetzten Karten. Erst wenn ein Spieler zwei Türme, egal in welcher Höhe, errichtet hat wird man diese miteinander verbinden können. Aber auch dafür wird man die farblichen Karten als Währung einsetzen müssen. Welche Kartenfarben man hierfür einsetzen muss verraten die farblich unterschiedlichen Kästchen, welche sich auf dem gesamten Spielbrett befinden. Damit das Spielprinzip nicht zu einfach ist wird man auch frei stehende gegnerische Türme übernehmen können. Hierfür muss man lediglich die Mindestanzahl der gegnerischen Turmteile mit der zugehörigen Farbkarten überbieten. Auf diese Weise steigt die Anzahl der Etagen der Türme auch sogleich um die überbotene Anzahl an Farbkarten. Erst miteinander verbundene Türme sind vor gegnerischen Übernahme gesichert. Welche Taktik man hierbei verfolgen möchte obliegt ganz in der taktischen Wahl der einzelnen Spieler.

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Schadenfreude wird großgeschrieben!
Das Spielprinzip klingt zwar recht einfach und spartanisch, kann allerdings auch nach vielen Runden noch für den gewissen Spaßfaktor sorgen. Ob dies nun an der einfachen Handhabung liegt oder in der Schadenfreude ist Geschmackssache. Jedenfalls wird man zu jeder Zeit des Spieles die Möglichkeit besitzen andere Herangehensweisen zum Sieg zu nutzen, so dass es eigentlich nie langweilig werden kann. Jedenfalls können vom Gegner übernommene Türme oder die Abgrenzung durch errichtete Verbindungsstücke durchaus für Momente der Schadenfreude sorgen. Und dieses Spielprinzip fruchtet nicht nur in Partien mit mehreren Freunden, sondern auch durchaus im klassischen eins gegen eins!
Wenn man sich für die Variante im Team entscheiden sollte wird man zwar dasselbe Spielziel verfolgen müssen, aber komplett ohne taktische Absprachen. Dadurch steigt nicht nur die Herausforderung, sondern auch gleichzeitig der Reiz am Spiel mit mehreren Freunden. Wird der eigene Teampartner dieselben Ziele verfolgen wie man selber, welche man sich mühselig seit mehreren Zügen aufgebaut hat?

Kurz und knapp ausgedrückt begeistert Lumis: Der Pfad des Feuers sowohl zu zweit, als auch mit vier Spielern, gleichermaßen.

Michael

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Mitglied der Chefredaktion, Ansprechpartner Publisher
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Unsere Wertung
84%


Fazit
Obwohl Lumis: Der Pfad des Feuers ein recht einfaches Spielprinzip aufweist, sorgt es nicht nur in den ersten Spielpartien für Spaß. Denn die taktischen Möglichkeiten sind wirklich breit gefächert. Ob man es in erster Linie auf die Übernahme von gegnerischen Türmen abzielt oder lieber auf eine taktische Umbauung absieht liegt im Geschmack der einzelnen Spieler. Jedenfalls herrscht auch hierbei getrost das Motto "Am Ende werden die Toten gezählt!". Denn selbst wenn ein Spiel schon fast aussichtslos erscheint kann man einzelne Partien durch sinnvoll gesetzte Verbindungslinien gewinnen. Das Spiel im Team hingegen kann noch einmal für zusätzlichen Spielspaß sorgen. Das Spielziel bleibt zwar dasselbe, jedoch darf man in dieser Variante keine Teamabsprachen treffen. Die fehlende Taktikabsprache kann zwar auch für frustvolle Momente sorgen, aber die spaßigen stehen doch irgendwie weitaus mehr im Vordergrund. Zum Preis von rund 34,99€ wird dem Spieler zwar nur ein altbekanntes "Verbindungsspiel" geboten, welches aber durch sein einsteigerfreundliches Reglement für spaßige Momente sorgen kann!