Let’s Play SpecialLet’s Play Special
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Let’s Play Special

SpezialBei der Suche nach neuen Games spielt der redaktionelle Teil eines Spieleportales wohl mitunter die größte Rolle. Doch nicht alle wollen sich mit längeren Textpassagen in Form eines Reviews auseinandersetzen, sondern schauen sich lieber direkt bewegtes Bildmaterial aus erster Hand an. Aus diesem Grund ist auch der Hype der Let’s Plays nicht an uns vorbei gegangen. Unser Redakteur Micha betreibt beispielsweise selber seit einem gewissen Zeitraum einen Kanal auf YouTube, wo er neben den üblichen Projekten auch Spielvorstellungen in Form einer „Angespielt-Reihe“ präsentiert.

Aus diesem Grund möchten wir Euch das Thema Let’s Plays in einem Spezial ein wenig näherbringen und präsentieren Euch neben Erfahrungen aus erster Hand auch die vermeintlichen Tücken des gehypten Hobbys.

Let’s Play – Fernsehformat der Zukunft?
Es gibt wohl kaum noch einen Gamer unter Euch, welcher noch nicht in Kontakt Let’s Plays gekommen ist. Die Einen lieben es, die Anderen sind eher abgeneigt gegenüber dieser etwas anderen Art der modernen Unterhaltung. Dennoch muss man zweifelsfrei zugeben, dass sich dieses Hobby längst auf der Videoplattform YouTube etabliert hat und es sich bei dieser Art des kommentierten Gamings schon lange nicht mehr nur um eine kleine Randgruppe handelt. Immer mehr Spieler aus allen Altersklassen versuchen sich an diesem Hobby, wenn auch teilweise aus den verschiedensten Beweggründen. Die Einen wollen Spielspaß mit einer Community aufbauen, die Anderen sehen das große Geschäft in einer vielleicht schon übersättigten Szene.

YouTube Logo 2000px PNGAber was genau sind eigentlich Let’s Plays?
Der Begriff „Let’s Play“ stammt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt in etwa „lasst uns spielen“. Kurz und knapp ausgedrückt handelt es sich um ein kommentiertes Gameplay von diversen Spielen. Es ist jedoch nicht nur ein gewöhnliches Durchspielen eines gewählten Titels (welches eher als „Walkthrough“ bezeichnet wird), sondern spiegelt ein individuelles Spielerlebnis des Spielenden wider. Durch eine begleitende Moderation soll das Spiel einen gewissen Unterhaltungsfaktor erhalten, was die Zuschauer zum längeren anschauen anregen soll. In diesem Kontext werden einige Let’s Plays von den Moderatoren auch zum ersten Mal gespielt, welche dann als „Blind Let’s Plays“ bezeichnet werden. Dort kennen die Spielenden die Handlung oder Lösungen des Spieles selber noch nicht und werden dementsprechend individuell auf die Geschehnisse des Spieles eingehen müssen. Jeder Let’s Player wird demnach mit einer anderen Spielweise und einem anderen Moderationsstil an das Spiel herangehen können.

Neben der Vielzahl an Games dürfte wohl das beliebteste Projekt, das von den meisten Let’s Playern präsentiert wird, mit Abstand Minecraft darstellen. Bekannte YouTube-Größen wie Gronkh, Sarazar, Dner, PietSmiet, Ungespielt (bzw. Unge) & viele weitere konnten mit diesem Spiel schon beträchtliche Zuschauerzahlen generieren und dadurch ihren Bekanntheitsgrad dementsprechend steigern.

Spaß am Zocken, Let’s Player werden?
Viele Spieler lassen sich gerade durch den Erfolg der zuvor genannten großen Let’s Player verführen auch eine Karriere auf YouTube einzuschlagen. Sie wittern möglicherweise in diesem neuartigen Format den großen Durchbruch und den damit verbundenen erhofften finanziellen Erfolg. Das dies jedoch neben dem Spielen selber noch einiges mehr an Anspruch erfordert und in der Realität selber meist komplett anders aussieht wird zu Beginn gerne ausgeblendet oder in den Hintergrund gerückt. Daher sollte der finanzielle Aspekt nicht in erster Linie im Vordergrund für ein solches Vorhaben stehen. Denn neben ein paar grundlegenden Faktoren ist der Spaß am Spielen wohl mitunter einer der wichtigsten Gründe, warum man sich dafür entschließen sollte einen Let’s Play Kanal auf dem beliebten Videoportal zu eröffnen. Natürlich ist ein kleiner Nebenverdienst immer ein netter Nebeneffekt, jedoch sollte dies nicht der primäre Grund sein. Denn selbst die jetzigen Let’s Player-Größen haben nicht mit diesem Hintergedanken angefangen und waren oftmals durch den aufkommenden Hype selber völlig überrascht.

Aber was genau benötigt man eigentlich, um ein Let’s Play erstellen zu können?
Das wohl einfachste und auch kostengünstigste Beispiel dürften PC Spiele darstellen. Dafür benötigt man, neben einem entsprechend leistungsstarken Rechner, „nur“ ein Headset, ein Aufnahme- und ein Tonaufnahmeprogramm.

Wir stellen euch einmal einige Programme vor:

  •         Audacity

Da besonders kostenlose Programme sehr gefragt sind eignet sich gerade für die Moderation das Tonprogramm „Audacity“ bestens. Mit diesem Programm kann man seine Sprachaufnahme nicht nur aufnehmen, sondern auch recht einfach zurechtschneiden und bearbeiten, um es später für die Videos zu verwenden.

(http://audacity.sourceforge.net/download/?lang=de)

  •         Fraps

Fraps ist ein kostenpflichtiges Programm (27€), welches sich sehr gut für Bildaufnahmen eignet. Zwar ist eine Aufnahme des Tones auch möglich, allerdings sollte hierbei auf ein alternatives Programm zurückgegriffen werden.

(http://www.fraps.com/buy.php)

  •         Camtasia

Camtasia ist ebenfalls ein Video-Aufnahmeprogramm, welches zusätzlich noch die Möglichkeit zur Bearbeitung von Videos beinhaltet.

  •         MSI Afterburner

Dieses Aufnahme-Programm ist kostenlos und kann nur von Besitzern einer MSI-Karten genutzt werden.

(http://www.msi-afterburner.de/)

  •         Xmedia Recode

Dieses Programm ist dafür da, um eure aufgenommenen Spieleparts zu komprimieren. Dadurch wird die Videodatei um einiges kleiner und kann in einem weiteren Programm bearbeitet und endlich hochgeladen werden.

(http://www.xmedia-recode.de/)

  •         Adobe Premiere

Mit diesem Programm lassen sich die Videodateien perfekt schneiden, nachbearbeiten und rendern. Allerdings ist dies nicht kostenlos erhältlich.

(http://www.adobe.com/de/products/premiere.html)

  •         Windows Movie Maker

Anfänglich dürften viele Neulinge wohl eher nach kostenlosen Programmen suchen. Für den Schnitt und das Rendering dürfte sich demnach der Movie Maker von Windows als eine gute vorübergehende Alternative erweisen.

  •         Adobe Photoshop

Photoshop ist wohl die professionellste Art, um gute Thumbnails, Banner und Logos erstellen zu können. Diese werden für das eigene Kanaldesign (Banner & Avatar) und für die Video-Vorschaubilder (Thumbnails) benötigt.

  •         Gimp

Das Grafik-Programm Gimp ist die kostenlose Alternative zu Photoshop und ist völlig ausreichend, um Thumbnails, Logos oder ähnliches für seinen Kanal zu entwerfen. Wenn man Geld sparen will ist Gimp jedenfalls eine sehr gute Wahl!

Quelle: http://www.publictrend.de

(Quelle: http://www.publictrend.de)

Man sieht also, dass die benötigten Programme für ein Let’s Play schon eine kleine Liste füllen und die eigentliche Aufnahme erst der nächste Schritt in der Produktionskette darstellen wird. Zumindest, wenn man dem gesamten Konzept eine gewisse Professionalität einverleiben möchte.

Aber neben dem technischen Know-How stellt der individuelle Moderationsstil wohl mitunter eine der größten Herausforderungen dar. Besonders für komplette Quereinsteiger. Lampenfieber und Nervosität stehen des Öfteren im Vordergrund, besonders begleitet durch die Fragen: Wie soll ich anfangen? Worüber soll ich reden? Wie baue ich am besten Spannung oder Humor auf?

Diese und viele weitere Fragen werden stets Eure Begleiter sein, weswegen einige Probeaufnahmen im Vorfeld ratsam sind. Euch wird aber relativ schnell auffallen, dass Euch Eure eigene Stimme völlig fremd und unnatürlich vorkommen wird. Dies ist allerdings normal und sollte Euch in eurer Aufnahmephase nicht einschränken, da jeder Mensch seine eigene Stimme vollkommen anders wahrnimmt als seine Mitmenschen.

Eine genaue Anleitung zum perfekten Moderationsstil kann man allerdings nicht geben, da diese von Person zu Person unterschiedlich ausfallen wird. Wo die einen eher poetische Ansätze wählen, setzen andere Spieler wiederum den Fokus auf eine unterhaltsame Art und Weise. Aber das macht gerade den Charme eines Let’s Players aus, weswegen man sich keinesfalls verstellen sollte. Die Zuschauer merken einen aufgesetzten Moderationsstil schneller, als man es sich selber vorstellen würde. Also bleib Du selbst in Deiner Aufnahme!

Da sich bekanntlich gerade der Einstieg als schwierig erweisen dürfte, sollte man auch die Wahl des ersten Spieles mit Bedacht wählen. Agiert man anfänglich noch zu wortkarg, so sollte man lieber auf einen Titel mit einer Story zurückgreifen. Dort wird man nämlich nicht nur auf sich alleine gestellt sein, sondern man kann seine Moderation auf die Hintergrundgeschichte stützen.

Weiterhin sollte man sein erstes Spiel nicht direkt von den Meinungen anderer abhängig machen. Eventuell wird man als Einstieg mit einem Minecraft-Projekt bei vielen Spielern nur Kopfschütteln auslösen, aber wenn dieser Titel mit einer spaßigen Moderation aufgepeppt wird, ist dem eigentlich nichts entgegenzusetzen. Jegliche Projekte, und darunter zählt auch das Erste, sollten dem Zuschauer Spaß am Zuschauen vermitteln. Und dies erreicht man bekanntlich nur, wenn man den Titel selber mit einer gewissen Begeisterung spielen kann.

Mein erster YouTube-Kanal
Der eigene YouTube-Kanal ist quasi das Aushängeschild eines jeden Let’s Players. Neben der zuvor erwähnten Wahl des ersten Spieles sollte man sich zu Beginn auch direkt ein Konzept ausdenken. Sozusagen einen roten Faden, nach dem man sich in naher Zukunft auch richtet und was den eigenen YouTube-Kanal individuell und besonders erscheinen lassen soll. Man sollte immer im Hinterkopf behalten, dass es bereits sehr viele andere Let’s Player gibt. Neben der Namenswahl muss man seinen Kanal auch mit einem aussagekräftigen Logo und einem Banner verzieren. Dieser sollte jedoch auf einer gewissen Professionalität basieren, da es der erste Eindruck für einen potentiellen Zuschauer sein wird. Schlecht dargebotene Banner können unter Umständen schon dafür sorgen, dass der Zuschauer direkt abschaltet, bevor er überhaupt in den Kontakt mit dem ersten Video gekommen ist.

Neben der ersten optischen Darbietung des eigenen Kanals müssen auch Thumbnails für die einzelnen Videos erstellt werden. Diese können individuell gestaltet werden, sollten aber auch Interesse beim potentiellen Zuschauer erwecken, damit diese auch auf das gewünschte Video eingehen.

Ein weiteres wichtiges Kriterium für einen guten Kanal ist die Gestaltung. Anhand von Playlisten kann man auf seinem Kanal für die nötige Ordnung sorgen. Auf der Hauptseite sollten beispielsweise wichtige Projekte an den Anfang und abgeschlossene Projekte ans Ende gesetzt werden. Eine strukturierte Ansicht sorgt nicht nur für ein schönes Gesamtbild, sondern kann mögliche Zuschauer auch dazu anregen sich weitere Projekte auf Eurem Kanal anzuschauen.

Aber was macht gerade einen guten Let’s Player aus?
Gronkh und Sarazar sind wohl mit die bekanntesten Gesichter aus der deutschen Szene, welche den Stein ins Rollen gebracht und für die gewisse Popularität in Deutschland gesorgt haben. Man könnte die beiden so zu sagen als die Pioniere der deutschen Let’s Play-Szene ansehen.

Eine große Community verfolgt täglich mit Begeisterung die unterschiedlichen Games der beiden, welche längst nicht nur durch Monologe, sondern durch diverse Lets Play Together Projekten für einen gewissen Unterhaltungswert sorgen. Doch wo sich solch große Communities aufbauen entsteht leider auch des Öfteren Neid, besonders wenn es um das brisante Thema „Geld“ geht.

Große YouTuber wie Gronkh und Sarazar werden daher oft mit einer Masse an Geld in Verbindung gebracht und bereits zahlreiche Artikel spekulierten über das „angeblich“ hohe Einkommen – Ob durch Partnerverträge und/oder weitere Werbeeinnahmen.

Vielleicht ist das Wittern nach schnellem Reichtum auch mit ein Grund dafür, dass die Zahl an neuen Let’s Playern in die Höhe schießt. Doch gerade solche Vorurteile befassen sich nur oberflächlich mit dem eigentlichen Aufwand, welcher hinter den diversen Projekten steckt. So wird es, wie oben schon angesprochen, gerne verschwiegen, dass jede Folge, neben der eigentlichen spaßigen Aufnahme, noch viele weitere Stunden an Arbeit beinhalten wird. Neben einem ordentlichen Rendering müssen jegliche Aufnahmen noch geschnitten, bearbeitet und komprimiert werden, bevor der eigentliche Upload an der Reihe ist. Auch der Arbeitsaufwand für Thumbnails, die Kanalpflege und besonders die Community-Arbeit wird gerne in den Schatten gerückt bzw. komplett ignoriert.

(Quelle: Umfragenvergleich.de)

(Quelle: Umfragenvergleich.de)

Geld verdienen mit YouTube?
Der Traum eines jeden Spielers dürfte wohl der große Durchbruch als Let’s Player auf YouTube sein und dadurch sein Leben mit Spielen finanzieren zu können. Doch bislang konnte sich nur eine Handvoll an Gamern diesen Traum erfüllen. Gronkh alias Erik Range und Sarazar alias Valentin Matthias Rahmel sind die wohl bekanntesten Beispiele aus der deutschen Let’s Player Szene und können fast schon als Urväter von dieser neuen Art der modernen Unterhaltung auf der Videoplattform angesehen werden.

Über das MMO Meridian 59 lernte sich das Duo kennen, welches eigentlich nicht unterschiedlicher hätte sein können. Sie erinnern uns schon fast ein wenig an das beliebte Film-Duo Bud Spencer und Terrence Hill.

Gronkh war vor seinem großen Durchbruch gelernter Softwareentwickler (beziehungsweise ist er es heute noch). Sarazar hingegen hat keine Berufsausbildung. Er ist seinem Traum direkt nach dem Abitur nachgekommen. Erste Erfahrungen konnte der junge Valentin Rahmel schon 1999 mit seinem gut laufenden MMO Portal zu Meridian 59 sammeln (etwas später folgte das erste Spieleportal mit News und Reviews) und wollte diesen Wunsch weiter verfolgen. Mit Erfolg, wie sich nach einiger Zeit herausgestellt hat.

Über die genauen Verdienste der beiden YouTube-Stars kann nur spekuliert werden. Laut socialblade.com wird der jährliche Verdienst alleine von Gronkh auf mehrere 100.000€ bis hin zu über einer Million Euro jährlich geschätzt. Man muss dazu sagen, dass es sich hierbei nur um geschätzte Werte handelt und keinesfalls der Wahrheit entsprechen muss. Zum Glück ist es in Deutschland nun einmal Gang und Gebe, dass der Gentleman schweigt und genießt, so auch die beiden. Allerdings haben beide bei „TV Total“ verraten, dass man alleine durch die Werbeeinnahmen der Videos auf YouTube problemlos leben könnte.

Aber wenn wir mal ehrlich sind, hat es die Zuschauer auch nicht zu interessieren, wie viel Geld ein YouTuber mit seinen Videos überhaupt generiert. Viel wichtiger ist der Unterhaltungsfaktor, welchen diese Videos in einem selber auslösen und was uns immer wieder dazu anregt einzuschalten. Die meisten Menschen gucken schließlich auch diverse Fernsehsendungen wie „Wer wird Millionär“, „TV Total“, „Schlag den Raab“ und viele weitere ohne stets den Verdienst der Moderatoren im Hinterkopf zu haben oder den Sold gar erfragen zu wollen. Auch interessiert es die meisten Zuschauer dieser Fernsehformate nicht, wie viele Zuschauer die einzelnen Sendungen generieren konnten – Anders als bei Let’s Plays. Dort eifern besonders kleinere YouTuber vielen Views hinterher, da dies gleichzeitig mit Ruhm und einer Masse an Geld in Verbindung gebracht wird.

Aber wenn der eigene Kanal dennoch einmal eine größere Zuschauerzahl generieren konnte wird die eigene Kasse nicht automatisch gefüllt. Erst die Schaltung von Werbung vor den eigenen Videos wird das Verdienen möglich machen. Dies ist jedoch nicht so einfach wie es zunächst klingen mag, da dies einiges an Arbeit bedeuten wird. Zunächst muss man nämlich jegliche Rechte besitzen, welche man in einem ersten Schritt bei den einzelnen Publishern einholen muss. Die meisten Spielehersteller bzw. Publisher vergeben fast ausschließlich nur Duldungserklärungen, was den Let’s Playern lediglich erlaubt Bildmaterial auf dem eigenen Kanal zu veröffentlichen. An dieser Stelle kommen erstmals Partnernetzwerke ins Gespräch, welche diverse Vermarktungsrechte besitzen. Je nach Partnernetzwerk muss man einen gewissen Prozentsatz vom Gewinn an das Unternehmen abtreten.

So schön dies an dieser Stelle auch klingen mag sollte man sich stets mit Vorsicht und Bedacht an solche Netzwerke heranwagen, da man sich teilweise über einen langen Zeitraum an diese Unternehmen binden muss. Jedes Netzwerk stellt zwar andere Anforderungen und Mindestvertragslaufzeiten, wobei besonders das Kleingedruckte auf den ersten Blick (getrübt vom versprochenen Geld) vielversprechend klingen mag. Das dies jedoch auch ganz anders aussehen kann sieht man am aktuellen YouTuber „Ungespielt“, der sich derzeit in einem Rechtsstreit mit seinem ehemaligen Partnernetzwerk befindet.

Daher sollte man sich diesen professionellen Schritt in die YouTube-Szene genauestens Überlegen, wenn einem die Chance geboten wird. Commander Krieger hat in einer Spezialfolge sogar dazu geraten diese Verträge vorab von einem Anwalt prüfen zu lassen, um Rechtsstreitigkeiten präventiv aus dem Weg zu gehen. Denn je nach Standort des Unternehmens könnten andere Rechtsformen als in Deutschland herrschen, was im schlimmsten Falle zu Verschuldungen und ähnlichem bei nicht Einhaltung abgeschlossener Bedingungen führen könnte.

Abschließend kann man nur sagen, dass nicht alle Partnernetzwerke ausbeuterische Unternehmen sind, sondern dass man sich stets mit Bedacht an Vertragsabschlüsse heranwagen sollte. Schwarze Schafe hingegen wird es leider immer wieder geben.

Aber nehmen wir erst einmal wieder Abstand von den Schattenseiten von YouTube und widmen uns wieder all jenen, die sich in dem Dschungel von YouTube erfolgreich bewähren konnten und einen wahren Hype ausgelöst haben.

(Quelle: commons.wikimedia.org)

(Quelle: commons.wikimedia.org)

Faszination Gronkh & Sarazar
Obwohl die Beiden einen recht großen Erfolg mit ihren Let’s Play Projekten erreichen konnten, wollten sie es nicht alleine beim Spielen belassen. Neben den normalen Projekten begleiten die beiden Moderatoren auch diverse Let’s Play Together Projekte mit weiteren Let’s Playern, nehmen an Sondersendungen wie „Last Man Standing“ teil und sind wöchentlichen auf einem Livestream auf Myvideo.de zu sehen (welcher aktuell jedoch für einen unbestimmten Zeitpunkt auf Eis gelegt wurde).

Aber neben der Let’s Play Präsenz sind die beiden Stars noch Geschäftsführende Gesellschafter von Gronkh.de, Playmassive und Playnation. Auf diesen Portalen wird nicht nur das gesamte Team vorgestellt, sondern man erhält neben Neuigkeiten auch Reviews von aktuellen Spielen aus dem Gaming-Bereich und sinnvolle Tutorials, beispielsweise für den Einstieg in das Let’s Play Business.

Damit allerdings noch nicht genug! In ihrer recht spärlich gesäten Freizeit betreiben Gronkh und Sarazar auch noch einen weiteren Channel auf YouTube, welchen sie auf den Namen „Superhomies“ getauft haben. Dort wird man den beiden Gamer unter anderem im Urlaub in den USA oder auch neuerdings in Nepal über die Schultern blicken dürfen. Abseits vom Spielealltag werden die dort erlebten Bilder in Vlog-Form der Community präsentiert und sollen neben dem Spaßfaktor auch zum Nachdenken anregen.

Die Liste aus dem redaktionellen Repertoire der Beiden ist schon wirklich mehr als nur Beeindruckend. Um allerdings nicht fernab von den Fans zu agieren pflegen Gronkh und Sarazar auch täglich ihre Communityarbeit auf Facebook, Twitter und YouTube. Neben aktuellen Ankündigungen werden diese aber auch dort in den direkten Kontakt mit den Zuschauern kommen.

Wir wollen das abschließende Wort auch sogleich Gronkh überlassen, welcher in seinem aktuellen zweistündigen Let’s Rutsch 2015 ein wenig über sich, das Leben als YouTuber und Probleme philosophiert. Vorab sei schon einmal erwähnt, es lohnt sich!

Mitglied der Chefredaktion, Ansprechpartner Publisher


 
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