LEGO Worlds bei uns im TestLEGO Worlds bei uns im Test
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LEGO Worlds bei uns im Test

LEGO bringt wohl die meisten Spieleableger überhaupt heraus und will damit anscheinend auch nicht aufhören. Denn mit LEGO Worlds gibt es nun ein ganz speziellen Teil. Hier trifft Minecraft auf Lego und neben unzähligen Sammeln von Legosteinen ist hier auch eure Kreativität gefragt. Wir haben die Xbox One Version zum Testen bekommen und teilen euch unseren Eindruck dazu mit.

Bausteine, Minecraft und Lego – das passt doch irgendwie zusammen. Dachten sich wohl auch die Entwickler von Traveller´s Tale und haben das Ganze doch einfach mal schön durchgemischt. Herausgekommen ist dabei eine riesige Lego Welt mit unzähligen Möglichkeiten. Und dabei ist der alte Charme der bekannten Lego Spiele nicht zu kurz gekommen. Denn auch in LEGO Worlds haut ihr eure Umgebung nach Kräften kaputt umso immer wieder weitere Legosteine einzusammeln. Doch schon nach den ersten Sekunden des Spiels wird klar – hier wurde an der Bausteinformel gedreht. Minecraft gehört nicht umsonst zu den erfolgsreichsten Spielen überhaupt und da könnte man doch ein wenig rüberschielen und ein paar Ideen in sein eigenes Spiel hineinbringen.

Doch ein kleinen Haken hat die Kreativitäts-Klamotte dann doch. Bevor ihr diese nämlich nach Belieben ausnutzen könnt, müsst ihr erstmal mühsam 100 Goldene Legosteine finden. Und das ist nicht mal eben gemacht. Der Vorteil: Ihr lernt die liebevollen Welten von LEGO Worlds kennen und somit auch die Möglichkeiten die euch offen stehen. Dafür gibt es unterschiedliche Werkzeuge die wir nach und nach freischalten. Was uns aber schon in den ersten Minuten richtig genervt hat ist die Kameraführung. Es ist zwar übersichtlich gedacht, doch irgendwann endet alles nur noch in einem Drehwurm und ihr habt alles andere als Übersicht. Mit ein wenig Feingefühl und auch Geduld kriegen wir das aber im Laufe des Spieles immer besser hin und der Frustfaktor ist nicht mehr ganz so hoch.

Eine Stimme im Hintergrund hält euch bei LEGO Worlds immer auf den Laufenden und ihr wisst genau was zu tun ist. Ihr müsst Häuser anstreichen (wobei ihr natürlich eure Lieblingsfarben wählen könnt), eine Mauer bauen (nein, da hat Donald Trump nix mit zu tun 😉 ) und Bewohner von Welten aus ihrer verzwickten Lage retten. Das alles funktioniert mit unterschiedlichen Werkzeugen, auf die ihr immer und jederzeit zugreifen könnt. Als Belohnung für die gelösten Aufgaben bekommt ihr dann die gewünschten goldenen Legosteine. Um in die nächste Welt zu kommen müsst ihr allerdings auch alle erforderlichen einsammeln. Denn ohne goldene Bausteine fliegt eure marode Rakete nicht weiter.

Und die Entwickler haben sich noch was Nettes ausgedacht. So sind alle Teile die ihr findet aus bekannten originalen LEGO-Sets. Wer sich also auch im realen Leben mit den Bausteinen beschäftigt, weiss genau um was es sich dabei handelt. Doch eins fordert das Spiel auch von euch: Eine Menge Geduld. Die Aufgaben sind manchmal ein wenig langatmig gestaltet und scheinen fast endlos zu sein. Immerhin dürft ihr eure Welten und viele andere LEGO Dinge mit einem eigenen Namen versehen und somit personalisieren. Und ihr könnt dabei jeden Mumpitz nehmen. Egal ob es eine blöde Palme, eine Rose oder eine getigerte Katze ist.

Grafisch ist LEGO Worlds so kantig wie ein Baustein und verfolgt dabei extra dem Minecraft-Look. Das ist liebevoll gemacht und auch durchaus gelungen. Einige werden sich da sicher erst dran gewöhnen müssen, aber mit viel Liebe zum Detail hat Traveller´s Tale wunderschöne Welten erschaffen. Beim Durchstöbern entdeckt ihr viele lustige Kleinigkeiten und könnt euch zb. mit der Schubkarre durch die Gegend fahren lassen oder tanzt mit den Bewohnern auf lustige Lieder. Ob das nun Sinn macht ist eine andere Sache, es macht auch jeden Fall Spaß und lässt euch schmunzeln.

Neben der störrischen Kamera müsst ihr auch mit einer verzwickten Menü-Führung klar kommen. Hier gibt es schon fast unzählige Möglichkeiten, die uns ehrlich gesagt ein wenig erschlagen haben. Manchmal ist weniger auch ein bisschen mehr. Habt ihr irgendwann nach einer gefühlten Ewigkeit die 100 goldenen Legosteine gefunden kann das Spiel eigentlich ganz nach euren Wünschen losgehen. Baut eure eigenen Welten, gebt eurer Fantasie freien Lauf und erstellt ganz spezielle und einzigartige LEGO Worlds. Dabei ist es wie bei Minecraft – alles ist möglich und will gebaut werden. Wer die anderen Lego Spiele schon gespielt hat, wird sich aber schnell heimisch fühlen und die bekannten Zerstörungsorgien genießen.

LEGO Worlds lässt sich nur alleine sondern auch mit einem lokalen Mitspieler bestreiten. Da macht das Ganze auch deutlich mehr Spaß und ist nicht mehr so eintönig und langatmig. Gemeinsam lässt es sich viel besser herumstöbern und manchmal auch viel mehr entdecken. LEGO Fans werden sich eh von jeglichen Reviews oder Berichten fern halten und das Spiel blind kaufen. Denn eins ist sicher: Mehr LEGO geht schon fast nicht. Und dann noch eine riesige Bausteine-Welt – faszinierend.

Fazit:

LEGO Worlds ist Minecraft oder ist Minecraft doch LEGO Worlds? Keine Ahnung – auf jeden Fall gibt es in beiden Spielen massig Bausteine und die wollen auf irgendeine Art und Weise zusammengebaut werden. Habt ihr die 100 goldenen Legosteine irgendwann zusammen entwickelt sich das Spiel zu einem süchtig-machenden Baukasten. Egal was es auch ist, es kann von euch gebaut, gestrichen, fotografiert, verschoben, gehoben oder entfernt werden. Um es kurz zu sagen: Ihr seid der LEGO Gott !

Unsere Wertung
82%
Markus

Markus

Chefredakteur bei Markus Biering Verlag
Chefredakteur, Inhaber MB Verlag, erster Ansprechpartner und Gründer von Games-Mag
Markus

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