The Last of Us Remastered bei uns im TestThe Last of Us Remastered bei uns im Test
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The Last of Us Remastered bei uns im Test

Mit insgesamt 230 Awards ausgezeichnet ist das 2013 für die Playstation 3 erschienene The Last of Us bereits heute eines der besten Spiele aller Zeiten. Den Kritikern gingen die Superlative aus und Spieler konnten vor lauter Begeisterung den Controller nicht mehr aus der Hand legen. 

Next-Gen-Überlebenskampf

So war es nur eine Frage der Zeit, bis Naughty Dogs Survival-Action-Adventure auch für die Playstation 4 erscheint. Mit verbesserter Grafik, flüssigerem Gameplay, einem neuen Schwierigkeitsgrad und der Erweiterung Left Behind.

An der Story hat sich nichts geändert. Zwanzig Jahre sind vergangen, nachdem eine tödliche Pilz-Pandemie fast vollständig die gesamte Weltbevölkerung dahingerafft hat. Die bis dato bekannte Zivilisation ist zusammengebrochen. Wer sich mit den giftigen Pilzsporen infizierte, mutierte zu einem tollwütigen, seelenlosen Zombie auf der Suche nach Nahrung.

Die wenigen nicht Infizierten leben in vom Militär errichteten Quarantänezonen. Ausgangssperren wurden ausgerufen und Nahrungsmittel rationalisiert. Die meisten der noch wenigen Überlebenden nehmen dieses Leben so hin. Die Welt außerhalb dieser Zone ist voller Infizierter, zerfallenen Ruinen und skrupelloser Banden. Der Mensch ist wieder Bestandteil der Nahrungskette. In einer dieser Sperrzonen innerhalb von Boston lebt Joel. Joel ist ein von früheren Ereignissen gekennzeichneter und wortkarger Endvierziger. Er verdient sein Geld mit Botengängen und kleineren Schmuggelaufträgen. Eines Tages erhält er den Auftrag die 14 jährige Ellie aus dieser Zone zu einer Widerstandsgruppe mit Namen „Fireflies“ zu bringen. Widerwillig nimmt Joel den Job an und verspricht Ellie sicher durch infiziertes und feindliches Gebiet zu bringen. Doch dieser Job wird sein bisheriges Leben für immer verändern.

Apokalypse in Schön

The Last of Us Remastered sieht einfach fantastisch aus. Dank 1080p und 60 Bildern pro Sekunde wirkt die apokalyptische Welt nun noch realistischer und beängstigender als auf der PS3. Staubkörner und Pilzsporen wabern durch die Luft. Sonnenlicht bricht durch verschmutze Fensterscheiben. Schneebedeckte Tannenäste wehen sanft im Wind. Die Umgebung ist realistischer, das Licht sanfter und Kanten sind deutlich glatter. Cutscenes fügen sich harmonisch in den Spielfluss ein, so dass sich das Spiel wie ein Kinofilm anfühlt. Gerade in Kampfszenen bringen die 60 Bilder pro Sekunde einen klaren Vorteil gegenüber den 30 Bildern der Vorgängerversion. Kameraschwenks wirken flüssiger, so dass man das Gefühl erhält schneller reagieren zu können.

Einer der herausragendsten Aspekte von The Last of Us ist das Zusammenspiel von Spielfluss und Sound. Kaum ein anderes Spiel schafft es eine derart dichte Atmosphäre aufzubauen. Während emotionale Szenen von sanften Gitarrenklängen begleitet werden, verraten uns temporeiche Klänge, dass es gleich zur Sache gehen wird. Abgerundet wird die atmosphärische Soundkulisse durch eine hervorragende Synchronisation. Die Stimmen passen sowohl in der englischen als auch in der deutschen Version perfekt zu den Charakteren. 

Neben der grafischen Verbesserung nutzt die Remastered-Version noch ein paar Features des neuen Dualschock-Controllers. So erstrahlt die Lichtleiste des Controllers in der gleichen Farbe wie Joels Lebensbalken. Schimmert der diese grün, ist alles in Ordnung, wird das Wohnzimmer plötzlich in leichtem Rot getaucht, wird es Zeit Deckung zu suchen und ein Medipack auszupacken. Gefundene Tonbandgeräte oder das Einschaltgeräusch der Taschenlampe werden über den Lautsprecher des Controllers abgespielt. Das Touchpad dient der Verwaltung und Herstellung von Gegenständen. Ein weiteres nettes Gimmick ist der enthaltene Fotomodus. Hiermit lässt sich das Spiel in eine Art Pausenmodus einfrieren. Hier kann man die Kamera frei bewegen, Filter einsetzen und Rahmen um das Bild ziehen.

Mit der Erweiterung Left Behind erfahren wir mehr über Ellies Vergangenheit und die Beziehung zu ihrer besten Freundin Riley. Left Behind spielt sich eher etwas ruhiger und lässt Ellie für ein paar Momente vergessen in welcher Welt sie aufwächst. Man sollte die Erweiterung aber erst nach Beenden der Hauptstory angehen, da sie einige Spoiler beinhaltet, denn neben Ellies Vorgeschichte wird eine weiterer Episode der Hauptgeschichte gezeigt, die im eigentlichen Spiel übersprungen wurde. Neben Left Behind beinhaltet die Remastered Version noch einige Multiplayer-Karten und einen neuen Schwierigkeitsgrad.

Marc

Marc

Mitglied der Chefredaktion, Ansprechpartner Publisher
Marc

Mitglied der Chefredaktion, Ansprechpartner Publisher


 
Unsere Wertung
96%


Fazit
Spieler, die The Last of Us noch gar nicht kennen, sollten sich sofort ohne zu zögern das Spiel zulegen. Dieser Titel darf in keinem Spieleregal fehlen. Für Spieler der PS3-Version bietet The Last of Us Remastered nicht viel Neues. Trotzdem fühlt man sich sofort wieder von der dichten Story gepackt und taucht in eine der besten Videospielgeschichten ein. Leider wurde nur die Grafik und der Spielfluss verbessert. Störende Clipping-Fehler und KI-Patzer wurden nicht entfernt. Dies nervt manchmal gewaltig, wenn an einer Horde Infizierter vorbeischleicht, Ellie aber nichts besseres zu tun hat als vor deren Augen herumzutanzen. The Last of Us ist immer noch ein großartiges Spiel, dass den Spieler emotional packt. Bei kaum einem anderen Spiel fühlt man sich so sehr mit den Protagonisten verbunden.