Kinect Sports Rivals bei uns im TestKinect Sports Rivals bei uns im Test
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Kinect Sports Rivals bei uns im Test

Mit Kinect Sports Rivals soll der Sportsgeist von euch wieder zum Leben erweckt werden. Jetzt wird nicht mehr faul auf der Couch rumgelümmelt sondern euer Körper bewegt. Doch können die sechs Sportarten uns wirklich motivieren? Wir haben uns das Spiel angeschaut und unseren müden Körper zur Bewegung gezwungen.

Kinect Sports Rivals soll deutlich zeigen, warum die Bewegungssteuerung der Xbox One so einzigartig ist. Sechs verschiedene Sportarten sollen euch zum Schwitzen bringen und eurer Ebenbild ins Spiel bringen. Was waren wir darauf gespannt. Mit jeder Menge Vorfreude haben wir unseren Charakter erstellt. Schließlich wird das ganze Prozedere ausführlich und informativ vorgestellt. Wir hatten echt das Gefühl, wir befinden uns gleich mitten im Spiel. Nach all den Vermessungen und Scans die Kinect mit uns durchgeführt hat, war die Ähnlichkeit aber enttäuschend. Es war noch nicht mal ein Ansatz von Ähnlichkeit zu erkennen, mal abgesehen vom Bauchumfang. Ok, so weit scheint die Technik also heute noch nicht zu sein.

Trotzdem sind wir irgendwie im Spiel vorhanden und wollen der Beste aller Klassen werden. Dafür sind sechs Sportarten dabei, die euch richtig fordern sollen. In Kinect Sports Rivals geht es zu Lande, zu Wasser und auch in der Luft. Beim Wake Racing ist die richtige Körperhaltung gefragt. Beim Klettern müsst ihr euch richtig anstrengen um den Gipfel zu erreichen. Zielschießen erklärt sich von selbst. Fußball ist auch dabei, hat uns aber total enttäuscht, aber dazu später mehr. Tennis und Bowling sind typische Bewegungskamera Sportarten, die nichts neues bringen aber dennoch eine Weile Spaß machen.

Nun sind sechs Sportarten nicht gerade viel. Es sollen nach und nach aber weitere kostenpflichtige DLC´s folgen, die angeblich weitere Disziplinen ins Spiel bringen. Wir lassen uns gerne überraschen, kümmern uns aber hier erstmal um die vorhandenen. Im Wake Racing müsst ihr euer Boot auf dem Wasser halten und durch verschiedene Checkpoints rasen. Wenn es geht versucht ihr dabei noch verschiedene Stunts zu machen um Extra-Punkte zu ergattern. Gesteuert wird das Vehikel mit euren ausgestreckten Armen. Zum Lenken bewegt ihr euch nach links und rechts. Das ist gar nicht so einfach und am Anfang schwer zu verstehen.

Erst nach einigen Übungen habt ihr den Dreh raus und ihr holt direkt die ersten Plätze bei den Rennen raus. Die Kinect Bewegungssteuerung soll in Kinect Sports Rivals so genau wie nie zuvor sein. Die Bewegungen sollen punktgenau erkannt werden, dabei soll sogar der Gesichtsausdruck berücksichtigt werden. Das ist uns in unserem Test aber nicht aufgefallen.

Die Sportarten werden übrigens auch erst nach und nach freigeschaltet. Wake Racing ist das erste, danach geht es zum Klettern und dann folgt das Zielschießen. Fußball, Tennis und Bowling runden es dann ab. Doch kommen wir erstmal zum Klettern. Das hat uns wirklich gut gefallen. Auch wenn es am Anfang ein wenig verwirrend wirkt, macht es richtig Laune und ihr habt echt das Gefühl eine Wand hochzuklettern. Da haben die Entwickler alles richtig gemacht. Mit einem kräftigen Sprung überwindet ihr höhere Passagen und zieht euren Kontrahenten aus dem Verkehr. Ihr kraxelt mit euren Armen nach den Einkerbungen und kommt so Schritt für Schritt bzw. Griff für Griff nach oben.

Zielschießen war dann wieder ein wenig enttäuschend. Die hochgelobte Zielerfassung hat dabei nicht wirklich gut funktioniert und euer virtuelles Schießeisen hat nicht das gemacht, was es eigentlich sollte. Aber dennoch hat das Schießen ein wenig Fun gemacht. Es hätte aber durchaus durch eine andere Sportart ersetzt werden können und besser umgesetzt werden sollen. Doch die totale Enttäuschung gab es für uns erst danach. Fußball… was haben wir uns gefreut. Mit der neuen Kinect Möglichkeit der Next Gen Xbox One muss das doch ein absoluter Spaß sein. Denkste!

Fußball macht überhaupt keinen Spaß und krankt an der seltsamen Umsetzung. Zwar dürft ihr Pässe schlagen und auch als Torwart fungieren, aber wirklich klappen will das nicht. Angeblich soll der Ball genauso fliegen, wie ihr in zuhause getroffen habt. Herausgekommen ist aber meistens ein schwaches Schüsschen oder ein völlig unplatzierter Schuss. Auch als Torwart macht ihr regelmäßig den Fliegenfänger. Jeder Schuss des Gegners ist ein Treffer, auch wenn ihr verzweifelt in die richtige Richtung springt. Fußball hat uns wirklich geärgert und war eine echte Enttäuschung in Kinect Sports Rivals.

Tennis und Bowling machen wiederum richtig Laune, auch wenn sie jetzt nicht überschwänglich eine neue Next-Gen Ära in Sachen Kinect einleiten. Es macht besonders mit mehreren Leuten richtig Spaß und das ist die Hauptsache. Kinect Sports Rivals bringt grafisch großes buntes Kino auf den Fernseher, wobei wir aber auch hier nicht unbedingt von totaler Next Gen Grafik sprechen wollen. Es sieht aus wie ein Kinect Sports 2.0. Der Soundtrack ist passend gewählt worden und bringt Atmosphäre rein. Leider sind die Ladepausen auch ein wenig lang geraten und nerven nach einer Weile. Die Sprachsteuerung im Spiel hat den Namen nicht verdient, so oft wie wir versucht mit unserer Xbox One zu kommunizieren. Die Nachbarn müssen uns schon für völlig irre gehalten habe („Schau mal darüber, der schreit die ganze Zeit in seinen Fernseher! Der ist doch krank!“).

Kinect Sports Rivals hätte soviel sein können und ist am Ende eigentlich nur ein Kinect-Sports Abklatsch der Xbox 360 mit bunteren Grafiken und einigen anderen Sportarten. Ok, die verschiedenen Spielmodi sind ja noch ganz abwechslungsreich. Aber die Umsetzung selber ist für ein Next Gen Titel zu wenig. Da muss deutlich mehr kommen. Wir haben unglaublich viel erwartet und waren verdammt gespannt auf den Titel. Nun sind wir leider ernüchtert und hoffen auf Kinect Sports Rivals 2 oder irgendein anderes Kinect-Game.

Markus

Markus

Chefredakteur bei Markus Biering Verlag
Chefredakteur, Inhaber MB Verlag, erster Ansprechpartner und Gründer von Games-Mag
Markus

Chefredakteur, Inhaber MB Verlag, erster Ansprechpartner und Gründer von Games-Mag


 
Unsere Wertung
72%


Fazit
Kinect Sports Rivals wurde mit großen Tam-Tam für die Xbox One angekündigt und ist am Ende nicht wirklich der erhoffte Hit geworden. Nur sechs Sportarten, die bei manchen alles andere als vernünftige Bewegungssteuerung bieten. Und es lag nicht an unseren hüftsteifen Redakteur ;). Für einen Vollpreistitel darf man da deutlich mehr erwarten. Schade.