Geheimakte: Tunguska auf der Wii U bei uns im TestGeheimakte: Tunguska auf der Wii U bei uns im Test
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Geheimakte: Tunguska auf der Wii U bei uns im Test

Im Jahre 2006 brachte das Entwicklerstudio Animation Arts mit Geheimakte: Tunguska einen wahren Adventure-Klassiker zurück auf die heimischen Bildschirme. Dieser versucht nun sein Comeback auf der Wii U zu feiern. Ob dieser Titel auch heutzutage noch in der Konsolenversion überzeugen kann erfahrt ihr in unserem aktuellen Testbericht.

Geheimakte Tunguska screen 1

Lange ist es her
Es ist bereits ein langer Zeitraum vergangen, seitdem wir das letzte Mal Geheimakte: Tunguska in der PC-Version vorliegen hatten. Schon damals konnte dieser Titel dem Genre des Adventures die damalige Klasse zurückholen. Rund neun Jahre sind nun seit dem Release vergangen und der Entwickler Animation Arts und Publisher Deep Silver wollen diesen Titel nun wieder für die Wii U aufleben lassen – Alles natürlich mit einer angepassten Steuerung für die Konsolenversion.

In Geheimakte: Tunguska schlüpfen wir unter anderem in die Rolle von der Protagonistin Nina, welche sich auf die Suche nach ihrem plötzlich verschwundenen Vater begeben muss. Dieser scheint offenbar entführt worden zu sein und wir finden allerhand Hinweise darauf, dass diese Entführung etwas mit der Tunguska Katastrophe aus dem Jahre 1908 zu tun hat. Bei dieser Katastrophe ist vor mehr als 100 Jahre ein unidentifizierbares Objekt aus dem All in der Region Tunguska explodiert und hinterließ eine Flammeninferno größeren Ausmaßes.

Neben Nina werden wir in Geheimakte: Tunguska auch in die Rolle von Max, dem zweiten spielbaren Charakter, schlüpfen können. Fortan haben wir uns auf eine geheimnisvolle Reise rund um den Globus gemacht. Die Hinweise auf unseren verlorenen Vater führen uns dabei zu den verschiedensten Schauplätzen, die nicht unterschiedlicher hätten gewählt sein können. Denn neben Berlin, Moskau, Kuba, China und Irland wird es uns auch in die Antarktis schlagen.

Geheimakte Tunguska screen 2

Ein Adventure der alten Klasse
Nicht nur die eigentliche Hintergrundgeschichte in Geheimakte: Tunguska lässt uns recht schnell in die Thematik eintauchen, sondern auch die klassische Rätselkost hat nach unserem Ermessen den Nagel genau auf den Kopf getroffen. So werden sich besonders Adventure Liebhaber der alten Tage in üblichen Kombinationsrätseln austoben können, in denen wir Gegenstände aus unserem Inventar entsprechend kombinieren müssen. Selbst kleinere Logikrätsel, in denen bestimmte Gegenstände richtig geordnet werden müssen, sorgen für die gewisse Abwechslung.

Zu unserer Begeisterung werden die eigentlichen Rätsel auch mit fortlaufendem Spielverlauf etwas herausfordernder. Sind aber in den meisten Fällen dennoch mit logischem Denken zu bewerkstelligen. Nur gegen Ende hin sollte man sich doch etwas genauer den einzelnen Dialogen und Textpassagen hingeben, um auf die Lösung zu kommen. Falls man dennoch an einem Punkt angekommen ist, an dem man einfach nicht weiter wissen sollte, so gibt das Tagebuch eine kleine Hilfestellung.

Gute Umsetzung der Steuerung für das Wii U Gamepad
Am eigentlichen Hauptspiel wurde absolut nicht herum gewerkelt und nichts angepasst. Das ist auch gut so! Denn an dem Original aus dem Jahre 2006 gibt eigentlich keine Kritikpunkte, die man hätte anpassen müssen. Einzig und allein die Steuerung wurde für das Gamepad der Wii U angepasst. Gesteuert wird das Abenteuer daher fortan via Finger oder Touchpen auf dem Touchscreen des Wii U Gamepads. Das wurde auch in dem Sinne wirklich gut umgesetzt, so dass wir zu keinem Zeitpunkt auf Probleme gestoßen sind. Das einzige Manko wäre da nur, dass unser Blick stets auf den Controller gerichtet ist. Das führt eigentlich schon so weit, dass wir dem Bild auf unserem Fernseher kaum noch Beachtung geschenkt haben. Das ist zwar einerseits sehr Schade, da es uns wie eine Art Handheld-Konsolen Version vorkommt, aber andererseits erkennt man das grafische Alter nicht auf dem Bildschirm des Gamepads. Hingegen auf dem heimischen Bildschirm wird man zwar schöne Umgebungen mit netten Animationen zu Gesicht bekommen, diese wirken allerdings doch bei genauerem Hinschauen etwas verpixelt. Aber das liegt nun an der älteren Fassung aus dem Jahre 2006, was in der heutigen Zeit doch recht klumpig wirken dürfte.


 
Unsere Wertung
85%


Fazit
Geheimakte: Tunguska konnte mich bereits in der PC-Fassung aus dem Jahre 2006 voll und ganz überzeugen. Endlich wurde ein Adventure geschaffen, welches an die Gründungszeit dieses Genre erinnern dürfte. Viel Point & Click mit sinnvoll und abwechslungsreichen Rätseln eben. Auch wenn es sich bei der Wii U Version lediglich um ein Remake handelt konnten wir uns aber wieder auf einige Stunden Spaß einstellen. Grafisch merkt man dem Titel demnach doch schon sein Alter an, was allerdings durch das gut durchdachte Gameplay besonders für Adventure-Fanatikern kaum ein Manko darstellen wird. Auch die Steuerung fand eine gute Anpassung auf dem Gamepad der Wii U. Einziger Kritikpunkt wäre das der zu große Fokus auf den Bildschirm des Gamepads, weswegen dem Fernseher einfach kaum noch ein Blick gewürdigt wird. Wer allerdings auf der Suche nach einem Adventure für die Wii U ist und noch keine Gelegenheit hatte Geheimakte: Tunguska anzuspielen dürfte mit Sicherheit auf seine Kosten kommen!