Final Fantasy XIV: Heavensward bei uns im TestFinal Fantasy XIV: Heavensward bei uns im Test
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Final Fantasy XIV: Heavensward bei uns im Test

Mit Final Heavensward ist nach knapp zwei Jahren die erste kostenpflichtige Erweiterung zu Final Fantasy XIV veröffentlicht worden. Auf was sich die Spieler freuen können und vor allem, ob sich eine Anschaffung lohnt erfahrt ihr in unserem aktuellen Testbericht.

Die Zeiten ändern sich
Mit Final Fantasy XIV: Heavensward versucht der Publisher Square Enix wieder an alte Erfolge anzuknüpfen. Zwar gab es seit dem Release von Final Fantasy XIV immer wieder kleinere Updates, aber irgendwie fehlte stets etwas.

Die Spieler dürfen sich in jedem Fall auf neue Schauplätze freuen. Neben einer päpstlichen Stadt unter dem Namen „Ishgard“, welche im hohen Norden angesiedelt ist, werden wir auch noch in andere Gebiete reisen dürfen. Somit versuchen Orte wie das Dravanische Vor- und Hinterland, das Abalathische Wolkenmeer und die Wallenden Nebel ein wenig Abwechslung in das Spiel einzubringen. Allerdings können diese Gebiete erst bereist werden, nachdem man die bisherige Handlung abgeschlossen und die Charakterstufe 50 erreicht hat.
Wer somit die Voraussetzungen noch nicht erreicht hat wird sich so lange noch vor den Toren von Ishgards aufhalten müssen

Zurück auf den Boden der Tatsachen!
Die Freude des Fliegens gilt in jedem Fall für die neuen Gebiete und bringen jede Menge Spaß und Abwechslung mit sich. Aber in den alten Arealen wird es nach wie vor ein striktes Flugverbot geben. Der Grund dafür ist eigentlich recht logisch und schnell erklärt. Denn Heavensward Besitzer sollen keine besonderen Vorteile im Wettstreit um besondere Ziele präsentiert bekommen.
Bei der Suche nach Mitstreitern trennt sich allerdings schon die Sprei vom Weizen und erste Probleme machen sich bemerkbar. Da nämlich erstmals nicht mehr alle Inhalte allen Spielern offen stehen wird es zunehmend schwieriger Mitspieler für bisherige Gruppeninhalte zu finden.

Ein weiteres Manko wird es für Neueinsteiger und Demo-Spieler geben. Zuvor gut besuchte Areale wirken komischerweise komplett verlassen. Zusätzlich sorgt auch der Stufe 30 Start für einen Verlust an Attraktivität – Besonders für Neueinsteiger, welche ihre Charaktere selber bis zu dieser Stufe formen und kennenlernen wollen.

Final Fantasy VIX Heavensword Screen 1

Abwechslung wird geboten
Was uns bei den neuen Gebieten sofort ins Auge gefallen ist waren die recht großen Areale. Irgendwie waren wir stets kleinere Gebiete gewohnt und daher war der Überraschungseffekt umso größer.
Damit man aber in den neuen Gebiete nicht endlose Zeiten umher laufen muss wird man zudem noch auf flugtaugliche Vehikel und Reittiere zurückgreifen können. Diese stehen dem Spieler zwar erst zur Verfügung, sobald man jegliche Windätherquellen aufgespürt hat, aber die Arbeit lohnt sich allemale. Denn wir profitieren nicht nur von der schnelleren Geschwindigkeit in Sachen Fortbewegung, sondern haben dazu noch einen wunderschönen Anblick auf die neuen Gebiete aus der Luft.
Aber nicht nur die neuen Gebiete, Gegner, Dungeons und Beute sorgen für die gewisse Abwechslung, sondern auch an den Fertigkeiten der Charatere wurde fleissig herum gewerkelt. Der Mönch wird fortan in Phasen, in denen er nicht angreifen kann, auch sinnvolle Aktionsmöglichkeiten ausführen können.

Ausrüstung adé
Mit dem Release von Final Fantasy XIV: Heavensward sind bestimmt schon einige Tränen geflossen. Denn mit einem Schlag haben sämtliche hart erarbeitete Ausrüstungsgegenstände der Stufe 50 quasi über Nacht an Bedeutung verloren. Es ist wirklich Schade, dass gerade diese Gegenstände so schnell an Wert verloren haben und nutzlos geworden sind. Spätestens ab der neuen Maximalstufe von Level 60 wird man somit nur noch mit dem Heavensword Equipment erfolg haben können.

Neue Herausforderungen
Worauf sich die Spieler freuen können sind vor allem die drei neuen Charakterklassen. Neben dem Dunkelritter wird man ab sofort auch auf den Maschinisten und den Astrologen zurückgreifen können. Wo Ersterer eine verteidigende Rolle einnehmen wird, wird man mit dem Maschinisten voll auf Angriff gehen können. Der Astrologe hingegen kümmert sich mehr um das Wohl der Gruppe und bringt heilende Fähigkeiten mit ins Spielgeschehen
Das einzig problematische an den neuen Charakterklassen ist, dass man quasi ins kalte Wasser geworfen wird. Man wird diese Charaktere nämlich nicht von anfang an spielen können, sondern steigt im Level 30 Bereich direkt ein.
Das erspart uns auf der einen Seite zwar eine Menge Arbeit, wirkt aber auf der anderen Seite etwas erdrückend. Denn die zu Beginn offenen Skillpunkte müssen erst einmal sinnvoll verteilt werden. An dieser Stelle wäre die Skillung wohl weitaus einfacher vonstatten gegangen, wenn wir die neuen Charaktere in gewohnter Form hätten hochleveln müssen.
Neben den drei neuen Charakterklassen wird es zusätzlich noch für Handwerker- und Sammlerklassen neue Betätigungen, Fertigkeiten und Maximalstufen geben. Des Weiteren wird es auch neue Ernte- und Angelstellen mitsamt neuer Rohstoffe und Rezepte geben. Erstmals wird der Spieler auch auf Sammlerstücke stoßen können. Diese kann man entweder in seinen Abenteuern finden oder selber herstellen.

Final Fantasy VIX Heavensword Screen 2

Mühseliges Questen
Bei dem Questsystem von Final Fantasy XIV: Heavensward kommt schon einmal eine markante Schwachstelle zum Vorschein. Irgendwie wurde an dieser Stelle der Fokus ganz deutlich auf die Menge des Quests gelegt anstelle auf der Spieltiefe selber. Zwar verirren sich teils immer mal wieder lustige Figuren oder Hintergrundgeschichten in manch einer Quest, aber dies stellt leider eher eine Ausnahme dar.
Viel zu oft wird man auf die standardisierten Transport-Quests stoßen. Somit wird man diese Aufträge irgendwann nur nebenher laufen lassen, da eine geschichtliche Tiefe sowieso nicht vorhanden ist. Deswegen bleibt die Langzeitmotivation, die kleineren Aufgaben auszuführen, schon gerne einmal auf der Strecke. Einzig und allein die Belohnung ist Anreiz genug noch weitere Quests anzunehmen.

Auch am bisherigen Leveldesign im Hinblick auf das Gameplay werden wir auf keine großartigen Neuerungen stoßen. Zwar wird es auch den ein oder anderen kniffligen Überraschungseffekt geben, aber im Großen und Ganzen wird man schnell den Dreh raus haben. Wer somit bislang bei dem Boss- und Leveldesign auf seine Kosten gekommen ist wird auch bei Heavensword nicht enttäuscht werden.

Final Fantasy VIX Heavensword Screen 3

Fazit
Die erste große Erweiterung zu Final Fantasy XIV kann bereits auf den ersten Blick mit seinem Umfang durchaus punkten. Drei neue Charakterklassen, neue Gegner, neue Gebiete, Dungeons, die Fortsetzung der Handlung, die Einführung fliegender Mounts und die Anhebung der Stufenbegrenzung auf Level 60. Somit dürfte eigentlich für jeden Geschmack etwas dabei sein.
Wer bislang Spaß an Final Fantasy XIV gefunden hat und bereits die Zugangsvoraussetzungen erreicht hat wird mit Heavensward sicherlich eine gute Investition getätigt haben!

Michael

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Mitglied der Chefredaktion, Ansprechpartner Publisher
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Unsere Wertung
80%