Final Fantasy Type-0 HD bei uns im Test!Final Fantasy Type-0 HD bei uns im Test!
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Final Fantasy Type-0 HD bei uns im Test!

Für manche ist Final Fantasy Type-0 HD sicher nur eine Hülle, um an die beiliegende Final Fantasy 15 Demo zu gelangen. Für Fans jedoch kommt mit eben genanntem Titel nun endlich die Portierung des 2011 exklusiv in Japan erschienenen PSP-Ablegers. Was man allerdings von Final Fantasy Type-0 HD erwarten kann und ob der Port von Mobil auf Next-Gen geklappt hat, erfahrt ihr in unserem nachfolgenden Testbericht.

Düstere Fantasie

Wer die bisherigen Ableger der Final Fantasy Reihe gespielt hat, wurde in der Regel von eher bunten und pompösen Welten empfangen. Auch wenn in diesen Welten gekämpft wurde und auch düstere Gestalten hier und da umher wanderten, ist Type-0 in dieser Hinsicht doch ein wenig anders als die bisherigen Abenteuer.

Begonnen wird mit einer typischerweise längeren Intro-Sequenz. Die Menschheit wird in vier Regionen und Völker aufgeteilt. Natürlich gibt es darunter auch eine Macht, welche ein friedliches Leben nicht so spannend findet und sich so, getrieben von Diktatur und dem Hunger nach Macht, in den Krieg mit den anderen Völkern begibt.

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Hier wird bereits klar, dass Type-0 düsterer ist als die Vorgänger. Eine Stadt wird in Schutt und Asche gelegt, überall rennen die Bewohner wild umher. Sogar Blut fließt in Strömen. Man bekommt also bereits bevor es losgeht den Eindruck, es herrscht definitiv Krieg und der Spieler steckt mittendrin.

Kurz bevor alle Hoffnung dahin zu sein scheint, kommen die Hauptcharaktere ins Spiel. Die Class Zero ist auf den ersten Blick ein zusammengewürfelter Haufen von pubertierenden, japanischen Schülern. Auf den zweiten Blick hat man hier jedoch eine Gruppe von Spezialisten im Umgang mit verschiedenen Waffen und magischen Techniken vor sich… – In japanischen Schuluniformen
Das Auftreten der 14 Rebellen mag auf Neulinge erst einmal etwas deplatziert wirken. Veteranen der Final Fantasy Serie sind diese Art von Charakterdesign jedoch schon längst gewohnt.

Aus klein mach HD

Nach dem Intro und ein wenig Menü-Gestöber, findet man sich endlich im Spiel wieder. Und leider wird einem sehr schnell bewusst, wo Type-0 seinen Ursprung hat. Die doch eher triste Farbpalette kann man noch auf die Story schieben. Aber dann gibt es da noch verwaschene Texturen, Flimmern und stellenweise hakelige Animationen.

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Klar ist der Titel auf den aktuellen Konsolen deutlich flüssiger und auch ein Großteil der Texturen sind hoch auflösend. Zeitgemäß ist Type-0 jedoch leider nicht mehr und so wird man beim spielen gerne mal daran erinnert das es sich hier um einen PSP-Port handelt und nicht um ein direktes Remake.

Dennoch gibt es genügend Anreize, die für Type-0 sprechen. Klar werden einige von euch direkt an die beiliegende Demo denken, aber die lassen wir außen vor. Zum einen wäre da die Tatsache des erstmaligen Erscheinen in den westlichen Gefilden.Wollte man vorher in den Genuss kommen, musste man teure Japan-Importe in Kauf nehmen. Zum anderen besitzt Type-0 ein völlig verändertes Kampfsystem.

Wer schon einmal einen Final Fantasy Teil gespielt hat, kennt die serientypischen Rundenkämpfe in einem separaten Kampfbildschirm. Type-0 bietet nun direkte Echtzeitkämpfe, ohne dabei auf die taktischen Finessen der einzelnen Charaktere zu verzichten. So habt ihr im Kampf direkten Zugriff auf Kombos, Nah- und Fernkampf Angriffe, sowie Magie und verschiedene Waffen. Dazu kommt, dass ihr im Kampf mit Hilfe des Steuerkreuzes euren Charakter wechseln könnt und so schnellen und bequemen Zugriff auf verschiedene Spezialattacken habt.

Zum Beispiel kann der eine Charakter eine schützende Barriere errichten, während ein zweiter durch diese die Feinde aufs Korn nimmt.
Das Kampfsystem ist eingängig und schnell erlernt und ermöglicht allen, ob nun Neuling oder Veteran, einen reibungslosen Spielablauf.

Es gibt viel zu tun!

Ebenfalls untypisch gegenüber anderen Ablegern der Serie ist die Fülle der Nebenquests bei Type-0.
So könnt ihr neben eurer eigentlichen Aufgabe immer mal abschweifen und den Bürgern um euch herum helfen. Bei eben diesen Quests entdeckt der Spieler viel von der Welt und der Geschichte hinter den verschiedenen Völkern und Sagen.

Wer jedoch mit Nettigkeiten fürs Volk nicht so viel anfangen kann und lieber die Hauptkampagne durchprügeln will, wird ebenso mit stellenweise eindrucksvollen Welten und riesigen Bosskämpfen belohnt.

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Ob ihr euch nun der Story hingebt oder jede einzelne Quest bestreitet, belohnt werdet ihr in der Regel mit Geld für Ausrüstung und Erfahrungspunkten. Mit letzteren könnt ihr das Team individuell verbessern oder Fähigkeiten erlernen um in Kampfsituationen stets die Oberhand zu behalten.

FAZIT

Final Fantasy Type-0 bietet eben doch mehr als nur eine Vollpreis Demo. Zwar merkt man dem Titel an, dass es sich hier um einen PSP-Port von 2011 handelt. Die Texturen sind verwaschen, die Animationen hakelig und das Gesamtbild einfach nicht wirklich Next-Gen. Doch alleine das erneuerte Kampfsystem reißt einige Punkte in Richtung Plus. Der Hauch Taktik, vermischt mit einer ordentlichen Portion Action und zum Teil bombastischen Gegnern, macht schlichtweg Laune. Zusätzlich bekommt man eine serientypisch durchweg in Szene gesetzte Story mit kinoreifen Zwischensequenzen und tollen Charakteren. Abschließend ist Type-0 ein vollständiges Final Fantasy und nicht nur eine nette Verpackung. Fans sollten sich dieses Kapitel ohnehin nicht entgehen lassen und Rollenspieler mit einer Xbox One oder Playstation 4 können beruhigt zugreifen, sofern die veraltete Technik nicht zu sehr abschreckt.

Markus

Markus

Chefredakteur bei Markus Biering Verlag
Chefredakteur, Inhaber MB Verlag, erster Ansprechpartner und Gründer von Games-Mag
Markus

Chefredakteur, Inhaber MB Verlag, erster Ansprechpartner und Gründer von Games-Mag


 
Unsere Wertung
79%