Faulpelz bei uns im TestFaulpelz bei uns im Test
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Faulpelz bei uns im Test

Nach langer Zeit möchten wir euch wieder ein Brettspiel präsentieren, dass sich Faulpelz nennt und von der optischen Aufmachung ein wenig an Memory erinnert. Doch hinter dem Spiel mit den lustigen Tierbildchen streckt weit aus mehr, als sich in erster Linie vermuten lässt. Noch bevor das eigentliche Spiel beginnt, bedarf es einer zeitintensiven Vorbereitung, denn die Bildplättchen mit den Tieren müssen gut gemischt und dann auf einer glatten Fläche, wie dem Fußboden oder einem Tisch verteilt werden.

Dazu müsst ihr die Bilder aus Pappe senkrecht mit 7 und waagerecht mit 15 Plättchen anordnen. Bei der Verteilung sollte man nicht nur darauf achten, dass sich gleiche Bilder nicht schneiden, sondern dass auch Platz zwischen den Reihen ist, um Tierplättchen gut entnehmen zu können. Um eine recht sortierte Anordnung zu gewähren, liegt auch ein Begrenzungsrahmen bei.

Ist alles vorbereitet, geht es auch schon ans Spielen, bei dem 2-4 Personen mitmischen können. Um beginnen zu können, muss sich jede Person einen Kartenstapel aussuchen, der auf der Rückseite mit verschiedenen Farben bestückt ist. Drei von sechs Karten werden auf die Hand genommen. Der Jüngste im Feld darf die erste Karte ausspielen, auf der ein Tiersymbol zu sehen ist, wie schon auf den Tierplättchen abgedruckt. Nun muss vom Rand ein Plättchen entnommen werden, dass dasselbe Bild darstellt, wie eure gespielte Karte. Danach dürft ihr noch ein weiteres Plättchen abräumen, das senkrecht oder waagerecht zum bereits entnommenen Pappbildchen steht. Danach wird im Uhrzeigersinn an den nächsten Spieler abgegeben.

Ziel ist es jedoch nicht, alle Tiere zusammenzubekommen, die eure Spielkarten abbilden, sondern ein Set zu erhalten. Dies stellt sich wie folgt zusammen: Auf jeder der Tierplättchen ist eine Zahl und ein Symbol zu erspähen. Die Zahl auf der rechten oberen Seite steht für die benötigte Anzahl der Symbole, die gegenüber auf der linken Seite dargeboten werden. Selten ist aber nur ein Symbol auf das Pappbildchen gedruckt, sodass das Set schnell zusammengesammelt werden kann. Beispielsweise steht auf den Plättchen des Faultieres eine Sieben.

Das bedeutet nun, dass ihr weitere Bildchen mit Faultieren suchen müsst, bis die Anzahl an Symbolen mit der Forderung übereinstimmt. Da ist aber nur immer Bildchen nehmen dürft, die zumindest eine freiliegende Kante vorweisen, könnte sich die Lage etwas erschweren und manchmal sogar zum aussetzen führen. Als praktisch gestaltet sich wiederum die Nutzung von Jokern, die auch als Tiere auf den Pappbildchen zu finden sind. Die Hilfestellungen werden als schräge Vögel benannt und können dem Feld entnommen werden, wenn sie einem Tierbildchen waagerecht oder senkrecht angeordnet sind, was ihr gerade dank Spielkarte entfernen durftet. Die schrägen Vögel Pelikan, Kakadu und Tukan haben die Wertigkeit eines Symbols und können jedes Set auffüllen und somit eine noch fehlende Karte ersetzen.

Sind alle 6 Tierkarten eines Farbstapels gespielt, geht das Ganze in die zweite Runde. Nachdem alle Spielkarten abermals verwendet wurden, wird Faulpelz beendet und die Punkte zusammengezählt. Dabei zählen nur die Punkte der fertiggestellten Sets. Nehmen wir abermals die Faultier-Karte als Beispiel, bei der am oberen rechten Rand die sieben hervorragt. Genau diese sieben Punkte gehören nun euch und werden mit den restlichen zusammengesammelten Sets addiert. Einzelne Tierplättchen bringen hingegen keine Punkte. Natürlich gewinnt derjenige, der die höchste Summe sein Eigen nennen darf.

(C) Rena Fanselow

Markus

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Chefredakteur bei Markus Biering Verlag
Chefredakteur, Inhaber MB Verlag, erster Ansprechpartner und Gründer von Games-Mag
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Unsere Wertung
72%


Fazit
Faulpelz ist ein nettes und einfaches Spiel für Zwischendurch, welches ich ebenso als besonders kinderfreundlich bezeichnen möchte. 2-4 Personen können mit einem guten Blick und fixer Kombinationsgabe das Feld aufräumen und so schnell zum Sieg kommen. Leider ist die Vorbereitungszeit nicht gerade ohne, denn bis alle Tierbildchen verteilt sind, können schon einige Minuten vergehen und so wertvolle Zeit rauben. Doch an dieser kleinen Kritik soll der gemütliche Familiennachmittag keinesfalls scheitern.