Fat Princess Adventures bei uns im TestFat Princess Adventures bei uns im Test
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Fat Princess Adventures bei uns im Test

Es war einmal… Ach, lassen wir das. Fat Princess Adventures bietet sich förmlich an, in Märchenslang zu verfallen. Die Neuauflage von Fat Princess erscheint endlich für die PS4 und ergänzt das Top-Down-Rollenspiel-Genre um einem Koop-Modus mit einem herzlichen Grafikstil. Warum das Abenteuer trotzdem nicht unbedingt für Kinder gedacht ist, erfahrt ihr im nachfolgenden Testbericht.

Den charmanten Comicstil sowie den charmanten, spitzfindigen Humor, in dem sich Fat Princess Adventures wiederfindet, muss man einfach ab der ersten Minute lieb haben. In Großfritannien macht sich die böse Herrscherin Bitter breit, um der Welt alles Süße zu entziehen und damit auch gleich zwei wunderschöne Prinzessinnen zu entführen. In vollvertonten, aber etwas steifen Zwischensequenzen wird die kleine Geschichte erzählt. Da die Sprecher ihren Job auch auf Deutsch meistens ganz gut machen und oftmals ziemlich übertreiben, macht sich schnell ein wohliges Gefühl in der Lachmuskelgegend breit. Egal ob wir als Held oder Heldin spielen, der Humor geht nicht verloren und für jeden Geschmack steht ein frei gestaltbarer Charakter zur Verfügung. Sogar den Charakter dürfen wir mit passenden Eigenschaften (beispielsweise „Emo“, „Arrogant“ und so weiter) formen.

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Aus der Draufsicht durchstreifen wir also verschiedene Locations wie das Umland von Großfritannien, den Schwarzwald, dichtbewachsenen Dschungel oder auch Eisgegenden. Optisch wird mit der soliden Grafikengine Abwechslung geboten. Leider ist das Spiel viel zu schnell vorbei. Allerdings haben wir nach der erstmaligen Beendigung die Möglichkeit, höhere Schwierigkeitsgrade anzugehen oder im Koop unser Glück zu versuchen. Dazu treten wir Matches im Internet bei oder erstellen selber eins. Das funktionierte im Test komfortabel.

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Dank einer guten Steuerung gehen die Scharmützel mit den Widersachern der bösen Königin sowie den anderen Kreaturen in der Welt (etwa Bären) gut von der Hand. Mit gehaltener L2-Taste fixieren wir uns auf einen Gegner, sodass kaum ein Angriff ins Leere geht und wir sogar ein ums andere Mal Angriffe blocken können. Während den Kämpfen fließt jede Menge Pixelblut, auch die Körperteile bleiben nicht alle beisammen. Neben jeder Menge roter Soße, lassen die Feinde auch Kuchen fallen, der unsere Lebensenergie wieder auflädt, uns bei zu viel Kuchen aber in einen schwächeren, nackten Fettklops verwandelt.

Das Sammeln nach neuen Gegenständen macht Spaß und stellt die Grundmotivation dar. Interessant: wir finden nicht nur für unsere gerade ausgewählte Heldenklasse Gegenstände, sondern auch für die drei anderen. Krieger, Bogenschütze, Magier sowie Techniker sind mit von der Partie und dürfen an bestimmten Stationen jederzeit ausgewählt werden. So können wir in brenzligen Situationen schnell auf einen anderen Charakter wechseln, der in bestimmten Abschnitten eventuell mehr Chancen hat.

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Der Soundtrack ist gerade zu Beginn klasse. In Verbindung mit der Knuddel-Grafik versprüht Fat Princess Adventures eine Atmosphäre zum Wohlfühlen, auch wenn der Humor manchmal etwas weit an die Grenze zum Infantilen geht. Aber das sollte Geschmackssache sein. Viele Boss- beziehungsweise Zwischengegner (stärkere Versionen von den Standard-Antagonisten) lockern die Dauerschnetzelei auf. Wenn wir mal nicht weiterkommen, was selten, aber ab und an vorkommt, verwandeln wir unseren Helden in eine größere Version seines Alter Egos. So teilen wir mehr aus, was bei einigen Gegnern zwingend erforderlich ist. In normalen Gefechten sammeln wir diese Energie für die Spezialaktion, indem wir Gegner platt machen.

Freier Redakteur/in


 
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