Dragonball Xenoverse bei uns im TestDragonball Xenoverse bei uns im Test
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Dragonball Xenoverse bei uns im Test

Das neueste Franchise Dragonball Xenoverse aus dem Hause Bandai Namco offenbart uns die bekannten und überaus beliebten Helden und Schurken der erfolgreichsten Anime Serie Dragonball.

Warm UP!

Zu Beginn schallt uns schon ein fetziger Sound entgegen, der direkt ins Ohr geht und prima zum Spiel passt. Wenn ihr das Spiel startet beginnt eine Art Intro. In diesem spielt Ihr als Son Goku gegen die Hauptgegner der einzelnen Sagen (Freezer-Sage, Cell-Sage sowie Majin Boo-Saga). Man trifft also schon zu Beginn auf bekannte Gesichter, wie Freezer, Cell und Boo. Ihr könnt dieses Intro als Warm-Up ansehen um sich an die Steuerung zu gewöhnen und mit dem Gamesetting vertraut zu machen.

Nicht erschrecken, wenn Ihr das Intro erfolgreich absolviert habt. Ihr gelangt danach wieder in das Eröffnungsintro und könnt das eigentliche Spiel starten. Wie schon bei den vorherigen Teilen, handelt es sich bei Dragonball Xenoverse um ein klassisches Beat ’em up. Allerdings hat sich Bandai Namco dieses Mal eine neue und vor allem interessante Story einfallen lassen.

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In den Vorgängern der Serie ging es eigentlich immer darum die Schlüsselszenen der Serie nachzuspielen. Nun ist alles anders und neu. Kein geringerer als Trunks, der bereits in der Dragonball Serie aus der Zukunft kommt, hat die sieben Dragonballs gesammelt, um sich einen starken Verbündeten zu wünschen, denn es gibt neue Bösewichte, die sich an der Zeitlinie zu schaffen machen. Diese Bösewichte ändern den Ausgang der uns bekannten Schlüsselszenen zu Ihrem Vorteil und es ist jetzt an uns in die Vergangenheit zu reisen und dafür zu Sorgen, dass die Geschichte seinen gewohnten Lauf nimmt.

Die Qual der Wahl

Hier kommen WIR ins Spiel. Wir haben jetzt die Qual der Wahl, denn nun sind wir an der Reihe uns zu entscheiden wen oder was wir spielen wollen. Das Spiel bietet uns dazu fünf verschiedene Rassen zur Auswahl. Wir können uns als Erdling, Namekianer, Saiyajin, Majin oder als Anhänger des Freezer-Clans in das Gefecht stürzen, um die Zeitlinie wieder auf die richtige Spur zu bringen. Während die Erdlinge in ihren Attributen relativ ausgeglichen sind, besitzt der Freezer-Clan ein hohes Tempo, dafür allerdings weniger Durchschlagskraft.

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Ist Eure Wahl für für eine Rasse gefallen, habt Ihr die Möglichkeit aus einer Vielzahl von Einstellungsmöglichkeiten euren Wunschcharakter zu gestalten. Entgegen meiner Gewohnheit, habe ich mich für einen weiblichen menschlichen Charakter entschieden. Nachdem ich sie mit schwarzen Haaren, einem schicken roten Kampfkostüm und ein paar passenden Accessoires ausgestattet habe, konnte es losgehen. Natürlich habt ihr auch die Möglichkeit mit euren Lieblingscharakteren aus der Serie zu spielen.

Offline oder Online?

Das Spiel wird nun eher untypisch für ein Beat ‘em up, denn ihr habt die Möglichkeit euch frei in “Tokitoki-Stadt” zu bewegen. „Tokitoki-Stadt“ kann man als die Brücke unserer Mission betrachten. Hier können wir Accessoires, Outfits, aber auch Fähigkeiten für Credits erwerben, die wir uns in Kämpfen verdienen. Zu Beginn sind wir noch in einer reinen Offline Welt. Die meisten Funktionen sind deaktiviert. Erst im weiteren Spielverlauf werden wir die Online-Welt und die restlichen Anmelde-Terminals freischalten. Unsere erste Aufgabe besteht darinuns in “Tokitoki-Stadt” umzuschauen und mit einigen Computer gesteuerten Charakteren zu sprechen, bevor wir endlich mit der Korrektur der Zeitlinie beginnen können.

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Haben wir im Laufe des Spiels die Online-Funktion freigeschaltet, müssen wir im Startbildschirm die Online-Lobby aktivieren. Hierfür ist ein kurzer Connect mit den Xenoverse-Serven notwendig. Sobald wir die Online-Lobby betreten haben, füllt sich die Stadt mit Leben und wir haben die Möglicheit uns mit anderen Mitspielern zu unterhalten. Leider nur über zehn vorgefertigte Chat-Eingaben, wie z.B. „Hallo“, „Ja“, „Nein“ und „Willst du mit mir questen?“.

Es dauert einige Zeit bis man sich in “Tokitoki-Stadt” zurecht gefunden hat, aber generell bin ich von der neuen Spielmechanik durchaus überzeugt. Verfolgt man die Story etwas weiter, treffen wir auf einige Großmeister der Kampfkunst wie Vegata oder Piccolo, die uns trainieren und ihre speziellen Fähigkeiten beibringen.

Quest doch mal mit mir

Hierzu wäre zu sagen, dass man zu Beginn des Spiels mit ein paar Grund-Fähigkeiten ausgerüstet ist. Weitere neue und bessere Fähigkeiten kann man sich über verschiedene Weisen dazu verdienen. Entweder über den Fähigkeiten-Shop in „Tokitoki-Stadt“, über das Offline-/Online-Questen oder eben durch das Training bei besagten Meistern. Allerdings verlangen diese das Erfüllen von bestimmten Aufgaben, um sich als würdig zu erweisen

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Durch das neue Online-Feature ist es möglich sich auch im Kampf 3on3 oder 2on2, bzw. 3on1 und so weiter zu stellen, auch beim parallel Questen, ist sowas von Vorteil, wenn man einen menschlichen Verbündeten an seiner Seite weiß anstelle eines CPU-Verbündeten. Das Match-Making selber ist mir zu altmodisch, wenn man Verbündete sucht muss man eine Lobby eröffnen und warten bis sich Leute anschließen, bzw. man schließt sich einer bereits geöffneten Lobby an, allerdings ist es ein Schritt in die richtige Richtung. Weiterhin gibt es einen Sprach-Chat. Da die Server weltweit greifen, muss man Glück mit seinen Gefährten haben. Wenigstens sind die Räume die man erstellt mit EU/JAP gekennzeichnet um zu mindestens noch eine geringe Chance der Kommunikation zu ermöglichen.

Grafisch nicht ganz so Next-Gen

Das Gameplay selber läuft viel flüssiger, als in den Vorgänger teilen der Dragonball Serie. Für die Super-Attacken wurden keine Videosequenzen mehr eingeführt, sondern direkt in das generelle Gameplay integriert. Mir kommt es zu häufig vor, dass Gegner ohne Schaden davon kommen, wenn sie gerade auf dem Boden liegen. Das ist natürlich im 3on3 fair, denn man könnte sonst mit einem eingespielten Team einen anderen Spieler gezielt in wenigen Sekunden aus dem Spiel nehmen. Auf der anderen Seite ist es ein wenig deprimierend, wenn der Gegner von seiner Super-Attacke getroffen wird allerdings ohne Schaden davon kommt.

Es kommt zwar nicht zu Grafik Bugs, allerdings ist mir die Optik zu wenig für einen Next-Gen Titel. Dieses Spiel hätte auch auf der PlayStation 3 genau so ausgesehen. Die Weltzerstörung durch unsere Attacken hat mich ein wenig enttäuscht. Es ist zwar möglich einzelne Gebäude zu zerstören, aber wenn man einen Krater im Boden hinterlässt verschwindet dieser nach wenigen Sekunden wieder. Das hat Bandai Namco in Vorgängern der Dragonball Serie schon besser hinbekommen.

Fazit:

Als Fazit wäre zu sagen, dass es von Vorteil ist, wenn man die Dragonball-Serie gesehen hat und kennt. Allerdings ist dies kein Muss. Das Gameplay geht gut von der Hand und die Kombination aus Nah- und Fernkampfangriffen passt gut zueinander. Man kann seinen Charakter durch die Fähigkeiten sehr individuell gestalten. Dragonball Xenoverse macht auf jeden Fall Spaß, da man seinen Charakter frei mit Accessoires, Kleidung und auch Fähigkeiten ausrüsten kann. Ein paar Minuspunkte gibt es für die Grafik, dennoch ist Dragonball Xenoverse ein durch und durch gelungenes Beat ’em up mit garantierter Langzeitmotivation..

Chefredakteur, Inhaber MB Verlag, erster Ansprechpartner und Gründer von Games-Mag


 
Unsere Wertung
85%