Destiny – Erweiterung König der Besessenen bei uns im TestDestiny – Erweiterung König der Besessenen bei uns im Test
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Destiny – Erweiterung König der Besessenen bei uns im Test

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Destiny feiert seinen zweiten Geburtstag und läutet damit auch das Jahr 2 im Hüteruniversum ein. Am 15.September erschien die große Erweiterung König der Besessenen für das Hauptspiel. Wie die Neuerungen ankommen und ob das „neue“ Destiny unserem kritischen Blick stand hält, könnt ihr hier in unserem ersten Test zur Erweiterung lesen.

Vor drei Tagen war es also endlich soweit. Nach den ersten beiden DLCs „Dunkelheit lauert“ und „Haus der Wölfe“, konnten wir nun endlich in vollem Umfang in die große Erweiterung von Destiny eintauchen. Wobei in vollem Umfang, hier nicht ganz zutrifft. Der neue Raid „King’s Fall“ erscheint am Tage dieses Testes, also dem 18.September und ist für uns zum jetzigen Zeitpunkt, aufgrund von noch zu schwacher Ausrüstung, nicht zu meistern. Macht aber nichts, denn wir werden auf alle Fälle nach einem angemessenen Zeitraum, Destiny König der Besessenen nochmals einem ausführlichen Test unterziehen. Nun aber mal zu dem was wir schon sehen durften.Die grundlegenden Änderungen, dürften Fans des Actionspektakels schon bekannt sein. Außer der Kampagne, den neuen Strikes und dem neuen Raid, konnten sich nämlich alle die Destiny schon vor der Erweiterung besaßen, den Pre-Patch herunterladen und schon mal in die Neuerungen bezüglich Levelling und Ausrüstung reinschnuppern.

Für alle die sich schon lange nicht mehr im Orbit haben blicken lassen, hier ein kurzer Überblick was das neue DLC mit sich bringt:

  • Neue Kampagne mit 8 Story-Missionen
  • Neuer Schauplatz in Form des „Grabschiffs“
  • Neue Ranghöchststufe ist nun 40
  • Ein neuer Fokus für jede der drei Klassen (Titan, Warlock, Jäger) mit neuer Superfähigkeit
  • Neue Gegner in Form der Besessenen
  • 7 Strikes. 3 davon überarbeitete Neuauflagen schon enthaltener Missionen
  • 8 Schmelztiegel-Karten (eine zeitexklusiv für PlayStation-Spieler)
  • Neue Modi im PvP in Form von Rift und Mayhem
  • 1 neuer Raid namens „King’s Fall“
  • Neues öffentliches Event „Hof von Oryx“
  • Neue Ausrüstungsgegenstände mit höherem Rüstungs / Angriffswert

 

Was bisher geschah

Vorweg sei gesagt: Destiny hat uns noch nie so viel Spaß bereitet, wie in der aktuellen Form. Bungie hat sich durchaus nicht lumpen lassen und nahm sich die Kritik vieler Destiny-Spieler sichtlich zu Herzen. Die komplexe Story, die Destiny im Rücken hat, konnte im Hauptspiel nie zu einem nachvollziehbaren Gesamtkonzept vereint werden. Schuld waren zum Beispiel die schlecht erreichbaren Hintergrundinformationen die in Form von Grimoire-Karten im Spiel zwar gesammelt aber nur lästig auf der Bungie-Webseite beziehungsweise in der Destiny-App nachgelesen werden konnten. Hielt man dort sein Wissen nicht up to date und machte sich sonst auf externen Webseiten nicht schlau was die Story betrifft, saß man sehr häufig mit hochgezogenen Augenbraunen und zig Fragezeichen im Gesicht vor der Mattscheibe und fragte sich, was die Entwickler einem hier eigentlich verkaufen wollen. Die Geschichte folgte keiner nachvollziehbaren Konstante und gab Ingame so gut wie keine ausreichenden Informationen, um zu verstehen was sich da eigentlich zum Henker abspielt. Zu Recht protestierten viele Spieler und verliehen ihrer Frustration über solch ein schlechtes Storytelling in Form von Boykotts des Spiels Nachdruck. Andere wiederrum bemängelten, dass sehr zufallsgenerierte Loot-System des Spiels. Einen Raid zum dreißigsten Mal durchzuspielen und keine der gewünschten exotischen Waffen zu bekommen auf die man es abgesehen hat, kann einem schon mal das Blut zum Kochen bringen. Kommt dann aber der Neuling das erste Mal mit in den Raid und bekommt den seit Monaten gesuchten Gegenstand gleich zwei Mal im ersten Versuch, googelt man schon mal nach dem nächsten Topseller im Bereich Vorschlaghämmer um seine Konsole dem Erdboden gleichzumachen.

Die Strikes die zu gerne immer im gleichen endeten, nämlich dem Eliminieren von unzähligen Gegnern, nachdem man nur von A nach B gelaufen war und das fehlende Matchmaking, gaben vielen dann den Rest und sie brachen mit Destiny und kehrten nie zurück. Doch vielleicht sehen wir auch diese Ex-Guardians bald wieder, denn das neue Destiny verspricht Einiges und zu unserer großen Freude hält es auch das Meiste davon.

 

Ein neues Destiny ist wie ein neues Leben

Was die Story anging wussten wir das Bungie es wohl besser kann. Der Beweis dazu ließ allerdings auf sich warten. Alle die Destiny treu geblieben waren, wurden nun aber belohnt. König der Besessenen schickt uns zusammen mit unserem liebgewonnenen Geistbegleiter in eine der spektakulärsten Storymissionen seit Anbeginn von Destiny. Die Geschichte an sich kommt dabei zwar altbacken daher, da wir eine Rachefeldzugstory des Oberbösewichts nun weiß Gott nicht das erste Mal in einem Spiel vorgesetzt bekommen, wird aber klasse in Szene gesetzt. Schon die erste Introsequenz setzt uns in mitten einer bombastischen Weltraumschlacht aus und wir schauen gespannt zu, wie wir das erste Mal Oryx begegnen, der sichtlich sauer zu seien scheint. Nunja, immerhin haben wir in „Haus der Wölfe“ seinen Sohn Crota über den Jordan geschickt, aber hey, nachtragend zu sein ist sowas von Neunziger. Oryx sieht das allerdings nicht so und befindet sich somit gleich zu Anfang in einer Schlacht gegen die Erwachten und ihrer Königin. Die imposante Weltraumballerei erinnert uns hier stark eine bekannte Sternenschlacht-Franchise. Wenn mir nur der Name einfallen würde, Mist!

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Ganz schön gereizt. Dürfen wir vorstellen? Oryx, König der Besessenen.

Die Story fällt gewohnt kurz aus. Geübte Veteranen werden kaum länger als 4 Stunden darin verbringen, aber auch für Neulinge oder Spieler die sich gerne Zeit lassen, dürften 6 Stunden ausreichend sein. Zeit lassen sollte man sich übrigens, denn die Entwickler haben dazugelernt. Die Story folgt in der Erweiterung nun immer einem roten Faden und erklärt uns mit Hilfe von tollen Zwischensequenzen, die nun übrigens zahlreicher vorhanden sind, was denn genau hier vor sich geht. Mit der Fortsetzung der Geschichte werden hin und wieder auch mal Lücken der alten Story gestopft so dass des Öfteren der altbekannte „Aha!-Effekt“ eintritt. Die sonst eher lieblos im Hintergrund verweilenden Protagonisten der Vorhut werden nun aktiv in die Story eingebunden, die nun auch ironischer daherkommt. So haben wir zum Beispiel den Vorhutaufseher der Jäger mit Namen Cayde-6 der uns mit seiner lockeren Art immer wieder ein Schmunzeln entlocken kann. Ihm gegenüber steht Eris Morn, die geheimnisvoll und ernst daherkommt. Dass es da ab und zu knallt wenn diese zwei Charaktere aufeinandertreffen ist vorprogrammiert. Uns freuts! Das Ende der Story eröffnet uns dieses Mal übrigens auch einen Endkampf, der den Namen wirklich verdient und lässt das Ende der Story vom ursprünglichen Destiny mit seinen drei Vex-Boss Gegnern noch einfacher und langweiliger erscheinen.

Super inszeniert und spannend lässt uns die Story also nach ein paar, leider viel zu wenigen, Stunden mit einem wohligen Gefühl in der Bauchgegend zurück und wir steigen in den Hauptteil des Spiels ein.

Das Levellingsystem wurde nun einer Generalüberholung unterzogen und die Verknüpfung von Lichtlevel an Ausrüstungsgegenstände und ihrem Lichtwert entkoppelt. Den altbekannten Rang, der nun eine neue Maximalstufe erreicht hat (Stufe 40) gibt es zwar noch, dieser kann aber nun ganz normal mit Hilfe von Erfahrungspunkten auf das Maximum hochgespielt werden. Dieser regelt zum Beispiel an welchen Events ihr teilnehmen dürft und welche Ausrüstungsgegenstände ihr schon tragen könnt. Der Lichtlevel entspricht nun dem Durchschnittswert an Rüstungs- bzw. Angriffspunkten die eure Rüstungen oder Waffen besitzen. Dieser Lichtlevel gibt an, wie stark euer Hüter nun Austeilen und Einstecken kann.

Generell hat Bungie mal einen ordentlichen Großputz veranstaltet

Auch neu: Die Aufgaben und die Herausforderungen die ihr im Spiel bestreitet, sind nun in sogenannte Suchen unterteilt. Diese Suchen oder Quests, bekommt ihr von verschiedenen Personen und sind meistens in unterschiedliche Abschnitte aufgeteilt. Am Ende winkt meist eine fette Belohnung in Form von zum Beispiel einem selten Rüstungsteil oder legendären Marken. Diese legendären Marken ersetzen die vorangeschrittenen Vorhut bzw. Schmelztiegelmarken. Generell hat Bungie mal einen ordentlichen Großputz veranstaltet und in Sachen Ingamewährung bzw. Gegenständen ordentlich ausgemistet. So zerlegt ihr eure Waffen nun beispielsweiße klassenunabhängig immer in „Waffenteile“ anstelle der drei unterschiedlichen Materialen für die jeweilige Klasse. Ebenso spendiert uns Destiny nun endlich mehr Platz in unserem Tresor und wir dürfen nun mit maximal 16 Beutezügen gleichzeitig losziehen und den fiesen Schergen einheizen. Die abgeschlossenen Beutezüge lassen sich nun übrigens auch direkt im Inventar einlösen. Es fällt also der lästige Gang zum Beutezugvorseher weg. All dies fiel mir beim Testen durchaus positiv auf. Es wurde sichtlich nicht verschlimmbessert sondern sinnvoll erweitert und angepasst.

Eine Quest die ihr bekommt, beinhaltet zwei Missionen an deren erfolgreichem Ende ihr einen neuen Fokus eures Charakters freischaltet. Jeder der drei Klassen bekommt in König der Besessenen einen neuen Fokus spendiert. Der Fokus des Titans heißt „Sonnenbezwinger“ und rüstet euren Kampfboldiden mit einem brennenden Wurfhammer aus. Auch der Jäger sieht mit seinem neuen Fokus „Nachtpirscher“ sehr schick aus. Dieser gibt ihm die Möglichkeit einen mächtigen Bogen herbeizuzaubern mit dem ihr den Feinden das Fürchten lehrt. Der Warlock hingegen kann mit „Sturmbeschwörer“ mächtige Blitzwellen durch die Gegnermassen schleudern. Solltet ihr im Übrigen noch nicht alle eure Charaktere auf das Maximallevel hochgezogen haben, seid nicht verzweifelt. Das neue DLC schenkt euch als Begrüßungsgeschenk, einen „Lichtfunken“ der es euch einmalig ermöglicht einen Charakter auf Level 25 hochzupimpen. Somit spart ihr euch eine Menge Zeit bei einer eurer Klassen.

Alle drei Klassen, ausgerüstet mit ihren neuen Superfähigkeiten. Schick!

Alle drei Klassen, ausgerüstet mit ihren neuen Superfähigkeiten. Schick!

 

Die Suche nach Abwechslung endet hier

Generell haben die Entwickler an diversen Stellschrauben gedreht. Die angesprochenen Quests sind abwechslungsreich und halten auch einige Neuerungen parat. So können wir durch eine bestimmte Quest zum Beispiel an ein Schwert herankommen, dass wir uns aus selbstgesammelten Materialen herstellen lassen können. Wie man diese Suche genau abschließt um dann schlussendlich das neue Klingenprachtstück in den Händen zu halten, ist zu Anfang nicht ganz durchschaubar. Da heißt es rumprobieren und sich bei Erfolg noch mehr darüber freuen sich ab sofort „Sword-Master“ auf die Visitenkarten drucken zu dürfen.

Rumprobieren ist auch das Stichwort für die neuen Storymissionen und Strikes. Konnte man diese in der alten Fassung irgendwann auswendig, rannte nur noch durch die Levelabschnitte hindurch und bolzte Feinde nieder, bringt euch das DLC auch hier erfrischende neue Ideen ins Spiel. Diese reichen von Jump&Run-Passagen die ihr mit Hilfe eures Geistes löst, über kleinere Logikrätsel in denen ihr Relikte aufheben und an anderer Stelle einfügen müsst um einen bestimmten Mechanismus auzulösen bis zu Stealth-Einlagen. Letztere überraschten uns am meisten und bringen tolle Abwechslung in die sonst sehr actionshooterlastige Mechanik von Destiny. In einer Mission zum Beispiel begeben wir uns zurück an den Schauplatz des ersten Raids „Die gläserne Kammer“ um dort ein Ritual der Schaar zu infiltrieren. Dabei sind wir per Tarnvorrichtung, die wir in einer vorigen Mission ergattert haben, unsichtbar und müssen uns durch die Gegnermassen schleichen. Nicht entdeckt werden ist hier die Devise und eröffnet uns eine ganz neue Herangehensweise eine Mission zu lösen. Ein anderes Beispiel ist eine Mission auf dem Mond, in der wir am Ende einer Überzahl an Feinden gegenüber stehen. Hier heißt es tatsächlich die Beine in die Hand zu nehmen und aus einer Grabkammer zu flüchten, während uns die Kugeln nur so um die Ohren pfeifen. Das muss für unsere spielbaren Avatare wirklich verwirrend sein, da sie sonst gewohnt waren durch die Gegnerwellen zu randalieren wie ein wildgewordener Berserker mit Spreißel am Abzugsfinger. Uns hingegen ließ es, wie so oft bei diesem Test, ein leises „cool“ aus dem offenen Mund entfleuchen.

Klingt verwirrend? Ist es auch! Es gibt vieles Neues zu entdecken

Wenn ihr euch durch das erste Drittel der Story gespielt habt, dürft ihr auch das erste Mal den neuen Schauplatz in König der Besessenen betreten. Das Grabschiff von Oryx, auch Dreadnought genannt. Das neue Areal wirkt überraschend anders als die altbekannten Planeten und lässt uns wieder durch eine abgefahrene Architektur watscheln in der es verborgene Gänge und riesige Abgründe gibt, die es zu überqueren gilt. Desweiteren lohnt sich der Patrouillengang auf dem Grabschiff. Hier sind etliche neue Truhen versteckt, die sich teilweise nur mit bestimmten Schlüsseln öffnen lassen. Diese wiederrum, ergattert man durch das Finden bestimmter Runen, die zum Beispiel eine Gegnerschar und einen Bossgegner herbeirufen die es zu bezwingen gilt. Schafft man dies, erwirkt man die Chance, dass der besiegte Boss-Gegner den passenden Schlüssel dropt. Klingt verwirrend? Ist es auch! Es gibt vieles Neues zu entdecken und das Spiel lässt einen wie gewohnt oft in der Luft baumeln. Behilft man sich nicht selbst mit Lösungen und Erklärungen auf zum Beispiel YouTube, wird man alleine schon zum Verstehen der vielen Mechaniken und manchen Quests einige Zeit in Destiny zubringen.

Das neue Areal "Grabschiff" verbirgt einige neue Überraschungen für euch

Das neue Areal „Grabschiff“ verbirgt einige neue Überraschungen für euch

Ebenso neu sind die neuen Gegner die in Form der Besessenen hinzukommen. Dabei handelt es sich um altbekannte Feindvölker wie die Schaar, die Kabale und die Gefallenen auf die wir in einer von Oryx Macht manipulierten Form stoßen. Nicht nur das Aussehen der besessenen Feinde hat sich geändert, auch ihre Fähigkeiten wurden erweitert. Besessene Vex zum Beispiel können nun einen Schildstrahl auf einen ihrer Mitkämpfer (meist den Bossgegner) schießen und ihn somit immun gegen unsere Angriffe machen. Dann heißt es, das Feuer erst mal auf den Vex konzentrieren der das Schild aufrecht erhält um anschließend den Bossgegner umzunieten. Desweiteren teleportieren sich die Besessenen nun oft im Zick-Zack Bogen umher, so dass sie schwerer für uns zu erfassen sind, erschaffen eine Schild um sich herum, ähnlich wie es zum Beispiel unser Titan kann und schießen mit mysteriösen Leuchtkugeln auf uns die unser Sichtfeld fast zu 100% schwärzen.

Ein Hunter setzt zum finalen Schuss gegen die Besessenen an. Das wird rumsen!

Ein Hunter setzt zum finalen Schuss gegen die Besessenen an. Das wird rumsen!

 

Neue Ausrüstung, neues Glück

Die Waffen die ihr aus Jahr 1 mit in das neue Abenteuer nehmt, sind ihren neuen Geschwistern leider haushoch unterlegen. Dürft ihr zum Beispiel einen legendären, vollaufgelevelten „Schicksalsbringer“ euer Eigen nennen, unterliegt dieser selbst den seltenen oder ungewöhnlichen neuen Waffen die König der Besessenen mit sich bringt. Die alten Waffen wurden somit also entwertet. Einige Vertreter der alten exotischen Waffen oder Ausrüstungen, wurden aber von Bungie mit ins Jahr 2 übernommen. So könnt ihr euch zum Beispiel an einem der neuen Terminals eine neue „Schlechtes Karma“-Kniffte für über 100 eurer legendären Marken herstellen lassen. Vorausgesetzt ist aber die Tatsache, dass ihr diese Waffe schon mal entdeckt habt, sprich sich diese schon mal in eurem Besitz befand. Dafür bekommt ihr ein Gewehr in die Hand gedrückt, dass einen Angriffswert von 280 mitbringt. Der Höchstwert beträgt unserem Wissen nach aktuell übrigens 310.

Viele werden nun die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Sind jetzt ja alle durch hart erarbeitetes abfarmen der Raids und Strikes gesammelten Gegenstände nahezu nutzlos. Etwas schade finden wir das auch. Uns Überwinden unsere liebgewonnenen Schätze zu verschrotten, konnten wir allerdings nicht. Wer weiß, vielleicht führt Bungie in naher Zukunft die Möglichkeit ein, die alten Waffen auf den Maximalwert des Jahres 2 zu erhöhen. Gleiches gab es ja auch schon in der letzten Erweiterung, mit den Waffen aus dem ursprünglichen Destiny. Zu viel Unmut sollte man aber dennoch nicht an den Tag legen, denn das neue Sammeln und Upgraden von neuen Waffen und Ausrüstungen macht uns wieder genauso viel Spaß wie am ersten Tag. Zugleich wird neuen oder Gelegenheitsspielern die Möglichkeit geboten, wieder auf den gleichen Stand zu kommen, den erfahren Hüter schon inne haben.

 

Lohnt sich ein Kauf der Erweiterung nun?

Die Frage ob man bei einem stolzen Preis von aktuell 39,99€ nun zugreifen soll oder nicht, ist nicht pauschal zu beantworten. Destinyfans der ersten Stunde, die regelmäßig im Spiel unterwegs sind, werden mit dem Kauf nichts falsch machen. Im Gegenteil. Wir empfehlen sogar zuzugreifen, da das Paket in unseren Augen nur Verbesserungen bereithält und es etliche Anreize bietet wieder einige Zeit in Destiny zu verbringen. Spieler die nur auf die Story aus sind, sollten eher warten bis sie König der Besessenen günstiger ergattern können, da sich die Story wie erwähnt schnell durchgespielt hat. Neulinge bekommen allerdings mit dem Gesamtpaket „Destiny – Legendäre Edition“, dass das Hauptspiel und alle drei DLCs beeinhaltet, für rund 59€ ein Gesamtpaket das sich sehen lassen kann.

 

 

 

Markus

Markus

Chefredakteur bei Markus Biering Verlag
Chefredakteur, Inhaber MB Verlag, erster Ansprechpartner und Gründer von Games-Mag
Markus

Chefredakteur, Inhaber MB Verlag, erster Ansprechpartner und Gründer von Games-Mag


 
Unsere Wertung
91%


Fazit
Als Destiny-Veteran muss ich sagen ich bin schwer begeistert! Was Bungie hier abliefert, ist genau das auf was viele in der Spielerschaft gewartet haben. Noch nie hat sich Destiny so komplett angefühlt. Sicherlich kann an einigen Stellen noch verbessert werden und der Raid steht ja auch noch zum Test an. Sollte aber auch dieser die Qualität die König der Besessenen bisher vorgegeben hat halten können, werden wir auch sicher damit unseren Spaß haben. Destinyneulinge sollten ganz klar die neue legendäre Edition mit allen DLCs erwerben, da nur mit König der Besessenen das volle Potential von Destiny ausgeschöpft werden kann. Ebenso sollten sie sich auf eine lange Spieldauer einstellen, denn erst ab Rang 40, wird man in Destiny nun den vollen Spielwert erfahren, davor heisst es massig Grinden und Lernen, Lernen, Lernen! Dauernörgler und "Nadel im Heuhaufen-Finder", werden sicherlich auch an Bungies neuster Erweiterung wieder Kritikpunkte finden, aber die treten bekanntlich auch Welpen! ;-)