Destiny bei uns im TestDestiny bei uns im Test
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Destiny bei uns im Test

Es ist also endlich da. Destiny ist wohl der Blockbuster 2014. Satte 500 Millionen Dollar haben die Entwickler in das Spiel investiert. Doch ob diese hohe Bürde auch getragen werden kann? Schon vorher gab es viele kritische Stimmen zum Spiel und die meisten waren enttäuscht. Doch davon sollte man sich immer selbst ein Bild machen. Wir haben die Playstation 4 Version von Destiny getestet und sagen euch ob der Hype gerechtfertigt ist oder es doch eher eine Enttäuschung geworden ist.

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Destiny hier, Destiny da. Dieses Spiel verfolgt uns in den letzten Monaten an jeder Ecke. Ob in der Fernsehwerbung, Fachmagazinen oder auf YouTube. Jeder spricht von dem Titel. Bei dieser Werbekampagne aber auch kein Wunder. Außerdem müssen die 500 Millionen auch irgendwie wieder eingespielt werden.

Das Vorhaben scheint zu klappen. Schon nach einer Woche wurden mit Destiny 325 Millionen US Dollar eingenommen. Damit zählt das Spiel zur erfolgreichsten Videospielmarke aller Zeiten. Aber der Rucksack für das eigentliche Spiel wird dadurch natürlich immer schwerer. Nicht nur die Verpackung und die Werbung sondern auch der Inhalt und der Spielspaß muss stimmen.

Destiny wartet schon zum Start mit opulenter Musik auf und bringt euch somit schon mal in Stimmung. Das Bungie der Entwickler der bekannten Halo-Serie ist, ist ebenfalls unverkennbar. Destiny liegt schon etwas länger in unserer Playstation 4. Wir sind der Meinung das ein schneller Test des Spiels unglaubwürdig gewesen wäre. So ein Spiel mit soviel Umfang muss einfach ausgiebig gespielt werden. Und gerade bei Destiny merkt man, dass es erst nach einiger Zeit richtig loslegt. Wir kannten das Spiel ja schon von der Beta und waren somit schon nicht ganz hilflos bei den ersten Schritten.

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Destiny bietet tolle Shooter-Kost und sorgt für Spielspaß. Allerdings ist der im Grunde genommen immer gleich. Horden von Gegner kommen euch entgegen und ihr müsst sie erledigen. Das macht ihr entweder alleine oder zusammen mit anderen Spielern. Mal haut ihr die Gegner mit einem Schuss weg oder ballert solange drauf bis eure Munition zur Neige geht.

Als kleiner Tipp: Ihr solltet unbedingt den Nahkampf nutzen. Ihr glaubt gar nicht was so ein simples Messer für eine Wirkung hat. Grafisch ist Destiny ein echtes Highlight. So sollten Next-Gen Spiele aussehen – allerdings habt ihr bei der ganzen Gegnerschar gar keine Chance euch richtig umzugucken. Auch die Zwischensequenzen sehen richtig gut aus und machen Lust auf mehr.

In Destiny geht es natürlich auch darum euren Charakter vernünftig aufzuleveln. Dabei sammelt oder kauft ihr verschieden Waffen, zerlegt sie, verkauft gesammelte Objekte oder investiert in eure Rüstung. Das könnt ihr jederzeit im Spiel machen, aber auch ganz im Ruhe im Turm. Das ist auch besser, da der Kampf im Hintergrund immer weiter läuft. Wenn ihr also viel einstellen wollt und nur mal schauen wollt, was eurer Charakter so alles verbessern könnte, dann solltet ihr das nicht während einer Mission machen. Eigentlich will das Spiel ein MMO sein, ist aber eher als Ego-Shooter mit Beilage anzusehen. Richtige Rollenspiel-Fans werden hier nicht angesprochen.

Nun kann man bei Destiny auch behaupten: Habt ihr einen Planeten gesehen, habt ihr alle gesehen. Zwar sind die Missionen immer unterschiedlich, aber im Kernpunkt bleibt die Aufgabe immer die Gleiche. Monster und Beschuss an jeder Ecke. Langweilig wird es im Spiel garantiert nicht. Aber trotzdem fehlt die gewisse Abwechslung und auch mal der Überraschungsmoment. Die Boss-Gegner sind zwar fordernd und dicke Brummer, aber gemeinsam mit anderen habt ihr damit keine Probleme. Auch alleine habt ihr immer genügend Versteckmöglichkeiten und seid somit eigentlich nie chancenlos.

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Die Gegner sind allerdings auch nicht wirklich auf den Kopf gefallen und verstecken sich ebenfalls geschickt. Mit einem gezielten Schuss auf den Kopf sind sie aber schnell erledigt. Laut Bungie soll das Spiel auf zehn Jahre ausgelegt sein. Doch was haben sie in der Zeit genau vor? Gibt es neue Gegner, ganz andere Planeten oder ein völlig anderes Spielsystem? Und kostet das alles Unmengen von Geld? Schließlich habt ihr ja schon knapp 70 Euro für das Spiel bezahlt. Wir wollen ja nicht hoffen, dass hier eine virtuelle Melkkuh an den Start gegangen ist.

Auch Fahrzeuge lassen sich in Destiny steuern und bringen euch somit schneller zum nächsten Punkt. Die Steuerung ist dabei ganz angenehm und bringt keine Probleme mit sich. Besonders in hektischen Situationen (die wirklich sehr oft vorkommen) könnt ihr mit einem Sparrow schnell mal um die Ecke flitzen und von der Ferne draufhalten. Habt ihr viele Treffer abbekommen solltet ihr schnell Deckung suchen, damit sich eure Leiste wieder auffüllt.Die Story dauert nicht wirklich lange und erfahrene Shooter-Zocker werden nach ca. 15 Stunden den Abspann sehen. Doch damit ist das Spiel natürlich noch lange nicht beendet. Es gibt unendlich viele Möglichkeiten zum Weiterspielen. Ihr sammelt ihr mal besondere Gegenstände, spielt die bekannten Deathmatch Duelle oder levelt einfach euren Charakter auf.

Während des Spiels gibt es auch immer bestimmte Events, die euch besondere Skillpunkte bringen. Diese gehen auf Zeit und lassen euch so bestimmte Aufgaben erledigen. Entweder ihr lasst sie links liegen oder sorgt so für Verbesserung eurer Rüstung oder sammelt Prämien ein. Diese tauscht ihr übrigens im Turm ein. Dort gibt es neben einem Waffenhändler auch weitere bestimmte Aufgaben oder spezielle Gegenstände. Außerdem tummeln sich dort auch viele weitere Spieler mit denen ihr auch in Kontakt treten könnt.

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Mit der Gläsernen Kammer gibt es mittlerweile auch einen ersten Sechs-Spieler-Raid. Dieser spielt auf der Venus und ist ab Level 26 spielbar. Bis ihr dahin kommt dauert es aber noch eine Weile. Schon bald soll es weitere Inhalte geben, die euch besondere Missionen und exotische und legendäre Belohnungen bringen sollen. Die Unterhaltung ist absolut vorhanden, doch die Abwechslung muss einfach noch einen Tacken besser werden. Ansonsten wird Destiny „nur“ ein Shooter, der immer wieder mal Spaß macht.

 

Laut Pete Parsons, COO con Bungie, gibt es für die Spieler schon bald viel neues zu entdecken:

„Destiny wird sich mit der Zeit stetig weiterentwickeln und Spielern regelmäßig neue Erfahrungen bieten. Wir werden Spieler in den nächsten Wochen und Monaten weiterhin belohnen – mit neuen Aktivitäten, neuen Herausforderungen und neuen Arten, zu spielen und die Welt zu entdecken. Wir möchten allen Spielern danken, die Destiny seit der Veröffentlichung spielen. Darüber hinaus werden wir ihnen neue Möglichkeiten geben, das Abenteuer fortzuführen.

Markus

Markus

Chefredakteur bei Markus Biering Verlag
Chefredakteur, Inhaber MB Verlag, erster Ansprechpartner und Gründer von Games-Mag
Markus

Chefredakteur, Inhaber MB Verlag, erster Ansprechpartner und Gründer von Games-Mag


 
Unsere Wertung
82%


Fazit
Destiny will ein MMO sein, ist aber eher ein Ego-Shooter mit extra viel Umfang. Leider fehlt es dem Geschehen an Abwechslung und ihr macht eigentlich im gesamten Spiel dasselbe. Ihr kämpft euch durch hunderte von Gegnern, aktiviert hier euren Geist oder sammelt dort einen Gegenstand ein. Auch das Aufleveln dauert eine ganze Weile und sorgt am Anfang erstmal für enttäuschte Gesichter. So richtig Fahrt nimmt das Spiel erst ab Level 15 bis 18 auf - dann bekommen auch die Waffen richtig Feuer unter der Haube. Nach und nach will Bungie mit neuen Inhalten aufwarten und somit auch an euren Geldbeutel. Immerhin soll das Spiel für zehn Jahre ausgelegt sein und hat somit noch eine ganze Weile vor sich. Optisch und soundtechnisch ein echtes Spektakel - aber spielerisch fehlt es leider (noch) an der nötigen Abwechslung. Schade... wir haben ein wenig mehr erhofft.