Deponia für das iPad bei uns im TestDeponia für das iPad bei uns im Test
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Deponia für das iPad bei uns im Test

Die Deponia Trilogie von Daedalic dürfte jedem Adventure-Leibhaber ein Begriff sein. Nun wurde das erste Abenteuer für das iPad portiert. Wir haben uns auf Deponia umgesehen und sagen Euch, ob und wie viel Spaß wir auf der Müllhalde hatten.

Mir stinkt’s
Unser Abenteuer beginnt auf dem Planeten Deponia. Dieser ist sozusagen der Schrottplatz der Galaxy und der Hauptprotagonist Rufus will einfach nur noch weg von hier. Im stinkt es gewaltig. Im wahrsten Sinne des Wortes. Überall wo er hinblickt, nur Müll und nochmals Müll. Er will in die fliegende Stadt Elysium.
Da Rufus aber quasi der Donald Duck von Deponia ist, geht sein Fluchtversuch gehörig schief. Er knattert mit einer selbstgebauten Rakete in ein Transportschiff der Elysianer und sorgt dafür, dass eine mysteriöse Schönheit, namens Goal, auf seinen Schrottplaneten stürzt. Das wäre jetzt auch nicht die schlechteste Option, denn unser trotteliger Freund verliebt sich prompt in Goal. Dumm nur, dass sie durch den Aufprall in ein tiefes Koma gefallen ist. So versucht Rufus nun die unbekannte Schönheit wachzurütteln und zurück nach Elysium zu bringen. Somit beginnt eine Reise voller Chaos und schwarzem Humor, in der Rufus eine Schneise der Verwüstung auf seinem Heimatplaneten hinterläßt.
Schwarzer Humor und verrückte Charaktere wohin man sieht
Deponia strotzt vor schwarzem Humor, liebevollen Details und verrückten Charakteren. Allen voran Rufus. Ein Großmaul wie er im Buche steht. Er strotzt nur so vor Selbstvertrauen, ist aber leider ein notorischer Pechvogel. Haben wir zu Beginn noch ein paar Probleme mit ihm und seiner Art warm zu werden, mausert er sich im Laufe des Spiels zu einem sympathischen Helden. Der Hauptfokus von Deponia liegt ganz klar im Humor. Überall passieren verrückte Dinge und Rufus hat immer einen passenden Spruch parat. Da kann es schon mal passieren, dass seine Zahnbürste selbständig das Weite sucht und Rufus nur meint, dass er sie besser an einem Ort aufbewahren soll, wo es nicht so viele Mikroorganismen gibt. Er ist halt ein wenig schlampig, was besonders seine zickige Ex-Freundin Toni auf die Palme bringt. Aber, was soll’s? Er lebt schließlich auf einer riesigen Müllhalde.
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Deponia ist klassisches Point-and-Klick-Adventure mit gut nachvollziehbaren Rätsel, die zur Mitte des Spiels recht knackig werden. Es ist nie unfair, jedoch hilft an einigen Stellen nur Herumprobieren und Kombinieren, da manche Rätsel auf den ersten Blick recht unlogisch sind. Mini-Spielchen, die eigentlich den Spielfluss ein wenig aufpeppen sollen, wirken teilweise recht nervig und aufgesetzt. Zum Glück können diese auf Wunsch übersprungen werden.

Hervorragende Portierung
Wir stellen uns öfters die Frage, warum es so wenig gute Point-and-Klick-Adventures für das iPad gibt. Das Touchinterface ist eigentlich prädestiniert für diese Art der Steuerung. Einen weiteren Beweis hierfür bietet Deponie. Das Interface ist perfekt abgestimmt und fühlt sich keineswegs wie eine Portierung an. Wir berühren eine Stelle auf dem Display und Rufus bewegt sich dorthin. Über eine Drei-Felder-Anzeige im unteren Bildrand können wir auf die Schnelle Gegenstände aus dem Inventar mit Gegenständen im Spiel kombinieren. Wie in fast allen neuen Adventures, gibt es auch in Deponia eine Hotspotanzeige, die uns alle Gegenstände und Wege in der aktuellen Szene anzeigt.
Deponia ist ab sofort zu einem Preis von 9,99€ für das iPad erhältlich.
Marc

Marc

Mitglied der Chefredaktion, Ansprechpartner Publisher
Marc

Mitglied der Chefredaktion, Ansprechpartner Publisher


 
Unsere Wertung
80%


Fazit
Eine rundherum perfekte Portierung eines tollen Adventures. An manchen Stellen fanden wir die iPad-Version sogar noch besser als die PC-Version. Die Steuerung ist im Handumdrehen in Fleisch und Blut übergegangen. Leider ist die Spielzeit mit knapp sechs bis acht Stunden ein wenig kurz und das Spiel lässt uns mit einem gehörigen Cliffhanger alleine zurück. Jedoch wissen wir, dass Deponia eine Trilogie darstellt und somit das Abenteuer weiter geht. Fans von Adventures können ohne viel Nachdenken zuschlagen.