Deadlight bei uns im TestDeadlight bei uns im Test
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Deadlight bei uns im Test

Also Deadlight habe ich komplett verpasst, das muss ich zu meiner Schande eingestehen. Erst als es kürzlich im Microsoft Sale via Steam um 2,50€ in Aktion war, wurde ich darauf aufmerksam. Deadlight ist ein 2D-Plattformer, man könnte sagen ein Jump `n Run für Erwachsene und natürlich darf etwas nicht fehlen – Zombies.

Eine düstere Welt

Deadlight bietet eine düstere Welt die am Abgrund steht und die kurz vor dem kompletten Kollaps steht. Um das ganze zu unterstreichen arbeitet die Grafik mit vielen dunklen Tönen und hellen Lichtquellen. Dazu passt auch die dunkle Geschichte zu Deadlight. Die Welt wurde von Zombies überrannt und diese stellen die ersten Stunden eure Hauptgegner dar. Das ändert sich aber. Die Zombies sind zwar nicht eure Verbündeten aber deutlich netter als die restliche Menschheit, zumindest als der Teil der noch lebt.

Der Held Randy

Die Bezeichnung Held ist wahrscheinlich etwas zu hoch gegriffen, sagen wir Hauptcharakter. Ihr steuert Randy durch diese postapokalyptische Welt. Ich empfehle euch einen XBox Controller, aber auch mit Maus und Tastatur funktioniert Deadlight wunderbar, aber flüssiger spielt es sich mit dem Hebel. Überhaupt das Bewegungsrepertoire von Randy ist fantastisch. Er springt, läuft, hüpft, rollt, kämpft das selbst Lara Croft höchstpersönlich neidisch werden würde.

Wer die Spielwelt mit Randy genau erkundigt entdeckt allerhand sammelbare Gegenstände. So könnt ihr Lebensbalken sammeln und eure Ausdauerleiste erhöhen. Sprich mit jedem gefundenen Artefakt bekommt ihr einen zusätzlichen Balken an Leben oder Ausdauer spendiert.

Die Geschichte wird in comicähnlichen Cutscenes erzählt und bekommt zusätzlich tiefe durch sammelbare Tagebuchseiten. Das Tagebuch schreibt Randy selbst und man fühlt sich sofort mit ihm verbunden. Seine anfänglichen harten Aktionen werden dadurch verständlich und es bildet sich ein angenehmer grauer Held. Kein Gutmensch, kein Arschloch, einfach ein Mann der harte Zeiten durchgemacht hat und davon gezeichnet ist. Da passen auch gut seine Albtraumsequenzen ins Bild. Die erste dient als Tutorial und auch hierrüber erzählt Deadlight seine Geschichte, dies dient vor allem als Vergangenheitsbewältigung benutzt.

Die Story kurz angerissen

Die ersten Level seid ihr unbewaffnet und befindet euch ständig auf der Flucht vor den Zombies. Das gute ist ihr findet relativ schnell eine Axt um Zombies im Nahkampf abzuwehren und kurz darauf einen 38er-Colt. Die Waffen helfen allerdings nur in tiefster Not, den grundsätzlich ist die Flucht vor den Zombies die wesentlich klügere Entscheidung. Deadlight verkommt also nicht zu einem dumpfen Metzler sondern fordert euch permanent.

Egal ob in den Jump n` Runs Passagen, Rätseleinlagen oder auch Story mäßig. Nach ein paar Levels treffen wir auf einen fertigen Typen der sich selbst die Ratte nennt. Dieser haust in der Kanalisation und hat sich ein eigene Welt erschaffen die mit Fallen durchzogen ist. Wir müssen allerhand Prüfungen absolvieren die sich als äußert knackig erweisen. Als wir die Prüfungen bestanden haben, erzählt er uns von seinem Sohn und das dieser verschwunden ist. Wenn wir ihn für die Ratte finden, wird er uns dafür erzählen wo sich unsere Familie und unsere Freunde aufhalten. Deal fixiert, weiter geht die Reise in die zombieverseuchte Welt.

mEssE
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Mitglied der Chefredaktion, Ansprechpartner Leseranfragen
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Unsere Wertung
80%


Fazit
Deadlight fasziniert von der ersten Sekunde an. Es hat die Gabe uns sofort in seine düstere Welt zu ziehen und punktet mit einem interessanten Charakter. Es mutet an wie ein Super Mario für Erwachsene und wer könnte darauf nicht stehen? Eine Welt die am Abgrund steht und von Zombies überflutet wird und trotzdem sind die anderen Überlebenden schlimmer als die Untoten. Wenn das nicht ein geiles Statement ist und genau in diese Zeit passt - grandios.