Crush Your Enemies bei uns im Test

Die Alarmglocken schrillen Crush Your Enemies erscheint neben dem PC (Steam 10€) ebenfalls auf mobilen Endgeräten (Smartphone, Tablet) für iOS und Android. Im Test weiß das unglaublich schnelle Echtzeit-Strategiespiel trotzdem zu Überzeugen und das mit Minimalisten-Grafik. Warum das so ist lest ihr im Test.

Als Barbaren verteilen wir kostenloste Gesichtskorrekturen

Die Spielwelt „Generia“ ist eigentlich ein schöner Fantasy-Ort. Ritter stolzieren umher und Jungfrauen wollen gerettet werden. Diese Idylle wird von Barbaren durchbrochen, diese wollen nichts anderes als Bier trinkend durchs Land ziehen und mittels „Auf´s Maul Action“ Generia erobern. Und genau diesen ungehobelten, brutalen und witzigen Barbarenstamm kontrollieren wir in Crush Your Enemies.

Dass es bei dem RTS textlich nichts besonders kinderfreundlich zugeht beweist folgender Screenshot aus dem Gespräch zwischen Vater und Sohn:

crush your enemies (2)

 

Die Story selbst wird in Textfenstern (Deutsch) erzählt, als Sprachausgabe hört ihr belangloses „Kauderwelsch“ wie beispielsweise in Die Sims. Die Texte selbst enthalten etliche Anspielungen, Klischees und Verarschungen auf die Gegenwart und den Lifestyle der aktuellen Generation – herrlich.

Auf das Wesentliche reduziert

Crush Your Enemies wurde auf das Wesentliche reduziert und lebt vor allem von seiner Schnelligkeit und den blitzartigen Entscheidungen die ihr auf dem Schlachtfeld treffen müsst. Passend dazu benötigt ihr lediglich zwei Ressourcen das sind zum einen Bier und zum anderen Respekt. Die Ressourcen benötigt ihr aber nicht in den Kämpfen sondern auf der Übersichtskarte, eben dort sammelt ihr sie auch. Neutrale Dörfer wollen erobert werden und hinterlassen nach einen gewonnen Kampf immer Bier für euch.

Mit dem Bier könnt ihr beim Händler Gadgets und Booster kaufen die euch das Leben im Kampf leichter machen. Das sind beispielsweise ein Truppenzelt für die schnelle Rekrutierung von Kämpfern oder ein Zaubertrank der eure Mannen in ungeahnte Sphären vordringen lässt. Respekt hingegen benötigt ihr um weitere Missionen annehmen zu können.

So sieht das Händlerfenster aus. Dort bekommen wir den Zaubertrank der unsere Männer noch männlicher macht und deren Bartwuchs verdoppelt.

So sieht das Händlerfenster aus. Dort bekommen wir den Zaubertrank der unsere Männer noch männlicher macht und deren Bartwuchs verdoppelt.

 

Maximal könnt ihr drei Respektpunkte pro Haupt- oder Nebenmission ergattern. Jede Mission bietet drei Ziele, ein Haupt- und zwei Unteraufgaben. Je nachdem wie viele Aufgaben ihr erfolgreich erledigt desto mehr Respekt erntet ihr dafür. Um eine Mission starten zu können müsst ihr über den benötigten Respektwert verfügen, wir empfehlen das Absolvieren der Nebenmissionen.

Boom, Bämm, Tot

Die einzelnen Missionen sind recht Abwechslungsreich und reichen von „Vernichte Alles“ bis hin zu „Überlebe X Minuten“ und Bosskämpfen. In der Kampagne ist die Ausgangslage für euch meist schlechter gewählt als für die K.I. aber keinesfalls Aussichtslos. Bevor das eigentliche Match startet befindet ihr euch im Pause-Modus, verschafft euch so einen Überblickt, legt euch eine Strategie parat um dann auf „Go“ zu drücken.

So sieht eine Karte im kurzweiligen Multiplayer-Modus aus. Beide Parteien haben die exakt gleiche Ausgangslage. Strategisches Geschick und Flexibilität entscheiden das Match.

So sieht eine Karte im kurzweiligen Multiplayer-Modus aus. Beide Parteien haben die exakt gleiche Ausgangslage. Strategisches Geschick und Flexibilität entscheiden das Match.

 

Wie ihr seht verfügt jede Karte über braune, grüne und meist neutrale weiße Felder. Um schnell voran zu kommen müssen diese Felder erobert werden, einfach Einheiten darauf platzieren und schon wird das Feld in eure Farbe umgewandelt. Die Gebäude selbst sind immer fix vorgegeben und können nicht von euch selbst platziert werden. Im Screenshot darüber sehr ihr von unten nach oben ein Nahkämpfer-Ausbildungsgebäude, eine Rekrutierungsstelle und ein Gebäude für Fernkämpfer.

In den Rekrutierungsstellen lasst ihr neue Untergebene produzieren. Maximal können sich 50 Kämpfer in einem Trupp befinden. Diese könnt ihr dann nach Lust und Laune zu speziellen Einheiten ausbilden lassen. Dazu bewegt ihr den Trupp einfach in eines der Gebäude und flugs sind sie bereit in die Schlacht geführt zu werden.

Crush_Your_Enemies

 

Auf den Karten befinden sich zudem oft Türme die mit Ballisten ausgestattet sind. Diese solltet ihr schnellstmöglich erobern und mit Truppen besetzten. Die Türme verursachen einen enormen Schaden und gewähren euch so einen strategischen Vorteil. Mit Schildträger-Einheiten lassen sich die Türme aber sehr gut entschärfen, die Schildträger blocken einfach die Pfeile und schießen sie auf den Absender zurück. Das Stein-Schere-Papier-Prinzip in Crush Your Enemies greift also sehr gut.

Um einen Sieg zu erringen gilt es die gegnerischen Gebäude einzureißen. Einfach mit genügend Männern das gewünschte Gebäude besetzten und schon wird es in Kleinteile zerhackt. Bleibt ihr dann mit eurem Trupp auf dem Feld stehen wird das Gebäude wieder aufgebaut und es gehört euch.

Fazit:

Als ich Crush Your Enemies das erste Mal sah, dachte ich der RTS-Titel wird ein Kindergeburtstag, erscheint schließlich auch auf mobilen Plattformen. Nun nach dem Test bin ich äußerst überrascht den das ding Macht ja wirklich Spaß. Klar die Grafik ist geradezu lächerlich aber das machen die derb, witzigen Texte wieder wett. Besonders die Schnelligkeit und das unkomplizierte aber doch fordernde Gameplay zerren uns immer wieder für die eine oder andere Runde an den Bildschirm. Kann man sich in jedem Fall ansehen.

Unsere Wertung
74%
mEssE
Rock You

mEssE

Mitglied der Chefredaktion, Ansprechpartner Leseranfragen
mEssE
Rock You

Mitglied der Chefredaktion, Ansprechpartner Leseranfragen