Call of Duty: Ghosts bei uns im TestCall of Duty: Ghosts bei uns im Test
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Call of Duty: Ghosts bei uns im Test

Es sind die Spiele, worauf die Shooter-Gemeinde schon die gesamte Zeit wartet. Battlefield 4 und Call of Duty: Ghosts. Wir haben uns den Shooter aus dem Hause Activision angeschaut und die Single- wie auch die Multiplayer-Kampagne für die Playstation 3 getestet. Wir bringen euch näher, ob der Titel nur ein lahmer Aufguss oder doch ein Must-Have Titel geworden ist.

Willkommen im Weltraum

Auch wenn viele die Singleplayer-Kampagne direkt links liegen lassen, wird sie von uns natürlich ebenfalls unter die Lupe genommen. Fans von Ego-Shooter stehen zwar mehr auf den Multiplayer-Modus, aber wir wollen auch die Einzelspieler nicht vergessen. Kommen wir zunächst zu der Story von Call of Duty: Ghosts. Die Welt liegt vor dem totalen Zusammenbruch. Es geht nur noch um das reine Überleben. Eine nationale Spezialstreitkräfte Truppe namens Ghosts soll die Welt vor der Katastrophe retten. Und diesmal wollen die Entwickler mit einer ganz neuen Engine für nie dagewesene Lichteffekte und Umgebungen sorgen.

Schon die ersten Minuten im Spiel lassen euch klar werden, dass sie damit nicht zuviel versprochen haben. So startet das Spiel in den tiefen Weiten des Weltalls. Was zunächst so schön ruhig und gemütlich aussieht, wird schnell zu einem Inferno. Südamerikanische Elite-Einheiten haben die Waffenplattform Odin eingenommen und wollen nun die Raketen auf die USA richten. Eine Katastrophe nimmt seinen Lauf. Nicht nur im Weltraum, sondern auch in der Luft und unter Wasser müsst ihr eure Gegner bekämpfen. Und ihr bekommt dabei diesmal auch Unterstützung von einem vierbeinigen Kollegen. Der Hund Riley ist euer treuer Begleiter und darf sogar mal kurz selbst gesteuert werden.

Eine wirklich tolle Idee, die aber leider wirklich zu kurz ausfällt. In einem Abschnitt wuselt ihr durch das Gras und erledigt einen Gegner nach dem anderen. Ihr solltet aber vorsichtig sein, nur eine falsche Bewegung und das Thema hat sich erledigt. Wir wollen nicht zuviel verraten, aber es wird auch auf die Tränendrüse gedrückt. Riley stirbt zwar nicht, wird aber schwer verwundet und muss schnell von euch in den Helikopter gebracht werden. Das Jaulen und Winseln geht dabei schon stark unter die Haut und hat schon etwas Besonderes. Leider hätte Riley mehr Auftritte verdient gehabt. Er kommt zwar öfters noch mal in den Zwischensequenzen vor, aber wirklich Aufgaben erfüllen wir nicht mehr mit ihm.

Kaum Zeit zum Luft holen

Das ganze Spiel läuft eh ziemlich schnell ab und bringt euch nicht wirklich zum Luft holen. Immer wieder erwarten euch unzählige Gegner, die euch von allen Seiten unter Beschuss nehmen. Da könnt ihr schon froh sein, wenn ihr euch mal eben irgendwo hinter einem Türrahmen oder einem Felsen verstecken könnt. Unter Wasser geht es da schon gemächlicher zu. Hier müsst ihr aber auch aufpassen, nicht von Haien zerfleischt zu werden. Auch im Weltraum ist es später noch ziemlich ruhig, bis das Geballer losgeht. Und da ihr dort auch mit der Schwerkraft zu kämpfen habt, ist die Steuerung hier ein wenig hakelig geworden. Erst nach vielen Versuchen schafft ihr es die Raketen zu deaktivieren.

Die Solo-Kampagne umfasst 18 Missionen, die allesamt sehr viel Action und jede Menge Explosionen mit sich bringen. Grafisch ist Call of Duty: Ghosts ein Hingucker auf der Playstation 3, obwohl einige Umgebungen ein wenig matschig daherkommen. Trotzdem sieht das Spiel sehr gut aus und erinnert stark an einen Action-Film. Der Sound passt sich perfekt dem Geschehen auf dem Bildschirm an und sorgt auch mit den verschiedenen Sound-Effekten für eine gelungene Mischung. Auch die deutsche Sprachausgabe kann überzeugen. Allerdings ist die Singleplayer-Kampagne auch schnell durchgespielt und schon nach knapp 5 Stunden haben wir das Ende gesehen. Aber das war bei den anderen Teilen ja nicht anders gewesen. Auch diesmal wurde der größere Stellenwert auf den Multiplayer gelegt.

Multiplayer mit vielen Neuerungen und gewohnten Spielspaß

Und hier finden Fans wieder alles was sie brauchen. Mehrere Spielmodis wie Team Deathmatch, Infiziert oder Suchen & Retten sind schon aus dem Vorgänger bekannt. Doch auch neue Modis wie Blitzangriff oder Extinction sind mit dazu gekommen. Bei Extinction müsst ihr diesmal gegen Aliens antreten. Und wenn der Einzelspieler ja schon im Weltraum beginnt, passen die Aliens ja ganz gut in den Multiplayer. Ihr müsst möglichst viele Nester der Alienbrut zerstören und dabei auch immer auf eure Gesundheit und Schnelligkeit achten. Dadurch sammelt ihr Extras und andere Belohnungen ein.

Die unterschiedlichen Maps bringen jede Menge gute Ideen mit sich. Beim Soldaten-Editor dürft ihr euch euren eigenen persönlichen Wunsch-Soldaten erstellen. Und hier gibt es fast jede Einstellungsmöglichkeit. Egal ob Kopfbedeckung oder Ausrüstung. Auch weibliche Soldaten dürfen erstellt werden und in den Krieg ziehen. Insgesamt gibt es schlappe 20.000 mögliche Kombinationen, ihr solltet also schon eure passenden Optionen finden. Auch beim Extra-System gibt es ein paar Neuerungen zu entdecken. So könnt ihr bis zu acht Extras (mit einem Wert von 1) wählen. Auch unser treuer Freund Riley ist im Mehrspieler-Modus mit von der Partie und kann als Helfer in der Not mitgenommen werden.

Ebenfalls neu und auch gut umgesetzt sind die Trupps im Multiplayer-Modus. Hier gibt es mehrere Spiel-Modis wie Kriegsspiel, Trupp gegen Trupp, Truppangriff oder Widerstand. Im Modus Kriegsspiel können Anfänger ein wenig üben und gegen einen feindlichen Trupp aus Bots antreten. Auch hier gibt es mit Team-Deathmatch, Herrschaft und Suchen & Retten die bekannten Optionen. In unserem Test hatten wir auch keinerlei Verbindungsprobleme oder andere störende Momente.

Der Multiplayer von Call of Duty: Ghosts macht Spaß und hat dank der vielen Neuerungen auch ein bisschen Abwechslung bekommen. Waren es im letzten Jahr noch Zombies, müsst ihr euch diesmal mit Aliens auseinandersetzen. Es wird immer die beiden Lager zwischen Call of Duty und Battlefield geben und der eine findet dies gut und der andere wieder jenes. Wer schon immer COD Fan war, wird auch diesmal nicht enttäuscht.

Chefredakteur, Inhaber MB Verlag, erster Ansprechpartner und Gründer von Games-Mag


 
Unsere Wertung
85%


Fazit
Call of Duty: Ghosts bietet eine 18 Missionen lange Einzelspieler-Kampagne, die leider schon nach knapp fünf Stunden durchgespielt ist. Doch Fans der Serie fahren eh meistens auf den Multiplayer ab, der auch diesmal wieder voll und ganz überzeugen kann. Besonders die vielen Neuerungen können dabei überzeugen. Schade, dass Hund Riley nicht so viel Spielzeit bekommen hat.