Bus Simulator 16 bei uns im Test!Bus Simulator 16 bei uns im Test!
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Bus Simulator 16 bei uns im Test!

Mit dem Bus Simulator 16 versucht der Publisher Astragon den Spielern den alltäglichen Wahnsinn eines Busfahrers näher zu bringen. Wir haben uns hinter das virtuelle Steuer gesetzt und verraten euch in unserem aktuellen Testbericht, ob wir am liebsten an der nächsten Haltestelle wieder aussteigen würden.

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Willkommen in der großen Stadt
Im Bus Simulator 16 werden wir nicht nur in die einfache Rolle eines Fahrers schlüpfen, welcher die Karriereleiter hochkommen will. Denn anscheinend wurden wir, aus nicht bekannter Quelle, mit einem finanziellen Startkapital ausgerüstet. Somit können wir schon einmal auf ein eigenes Busunternehmen zurückgreifen. Da Städte wie Hamburg, Berlin oder Köln nicht dem Ansporn der Spieler gerecht werden können verschlägt es uns in die noch unbekannte Metropole „Sunny Springs“. Natürlich werden wir, trotz neuem Großunternehmen, auch selber hinter das Steuer schlüpfen. Denn obwohl wir ein solches Unternehmen gründen konnten hat es nicht für Mitarbeiter gereicht. Damit wir jedoch nicht in das bekanntlich kalte Wasser geworfen werden wird es zumindest ein oberflächliches Tutorial geben.

Zu der kurzen Einführung bekommen wir zumindest einen groben Überblick über die Funktionen wie Türen, Haltebremsen & Co. Bei markanten Feinheiten, wie beispielsweise dem Fahrkartenverkauf, werden wir allerdings komplett auf uns gestellt sein. Das klingt zwar in erster Linie nicht nach einem großen Problem, aber wir hätten schon gerne gewusst, dass wir neben unserer Fahrtätigkeit auch für die Geldrückgabe zuständig sind. Aber da wir unsere Multi-Tasking Fähigkeiten bereits in manch einem Ego-Shooter ausdehnen konnten haben wir uns der Aufgabe annehmen können. Auch wenn das Tutorial insoweit recht gut strukturiert war müssen wir dennoch mit ein wenig Verwunderung auf unseren Mentoren Ben blicken. Er selber ist ein Busfahrer, der nun endlich den wohl verdienten Weg zur Rente beschreiten darf. Das uns ein ehemaliger Busfahrer in die Thematiken des Spieles einführt finden wir an der Stelle auch noch gut durchdacht. An die Grenzen des Realismus stoßen wir allerdings, wenn dieser uns auch grundlegende Tipps zur Führung eines Unternehmens unterbreiten will. Denn so nützlich seine Tipps auch klingen mögen erscheinen diese irgendwie nicht so recht durchdacht. Man darf sich an dieser Stelle zurecht fragen, warum es ein solch guter Unternehmensberater nicht vom Fahrersessel hinaus bis zur Spitze einer Organisation geschafft hat. Aber lassen wir den Realismus einmal beiseite und fügen uns der Simulation!

Bus Simulator screen 7

Verspätung wie die Bahn
Was darf in einem Simulationstitel, in welchem wir einen zeitlichen Rahmen einhalten müssen nicht fehlen? Natürlich Situationen, in denen Verspätungen vorprogrammiert sind. Somit werden gewisse Zufallsereignisse den Alltag unseres anfänglichen Busfahrer Daseins bereichern. Hierbei werden wir jedoch nicht nur in den normalen Berufsverkehr kommen, welcher uns einige Verspätungen bescheren wird, sondern auch an den einzelnen Haltestellen werden wir so manch eine knifflige Aufgabe bewerkstelligen müssen. Zum einen besitzen logischerweise nicht alle Fahrgäste ein gültiges Ticket, so dass wir zunächst das gewünschte Ticket auswählen und sogar noch Rückgeld heraus geben müssen. Ein bisschen Kopfrechnung wird uns somit zumindest ein wenig Abwechslung einflößen. Des Weiteren besitzen wir komischerweise recht alte Busse, deren Türen gerne einmal klemmen und nicht automatisch schließen wollen. So werden wir unseren Fahrersitz auch mal verlassen müssen, um die ein oder andere Tür manuell zu schließen. Mehr Realismus kann man sich eigentlich kaum wünschen, denken wir uns an dieser Stelle.

Auch obwohl wir sehr erfreut über die Zufallsereignisse waren fanden wir diese doch recht unrealistisch. Denn das klemmen einer Tür trag doch schon verdammt häufig auf. Normalerweise würden wir uns mit einem solch beschädigten Gefährt nicht mehr auf die Straße wagen. Aber ich glaube gewisse offizielle Behörden würden sich auch für ein Fahrverbot solcher Busse aussprechen. Und das vielleicht sogar in Form des allseits beliebten Bußgeldes. Vielleicht hätte man dieses Feature auch in den Bus Simulator 16 integrieren können, um ein wenig Abwechslung aufkommen zu lassen.

Bus Simulator screen 6

Die Stadt gehört uns!
Obwohl uns ein eigenes Busunternehmen gehört dürfen wir leider noch nicht über unsere Routen bestimmten. Zumindest nicht in der frühen Spielphase. Denn dort werden uns die Routen bis ins kleinste Detail vorgeschrieben. Ob diese nicht so beliebt bei den hiesigen Busfahren der Städtischen Gemeinde sind können wir nicht genau sagen. Aber zum Glück besteht nach einigen Fahrten die Möglichkeit sein eigenes Gebiet zu erweitern. Aber nicht nur neue Fahrtrouten könnt ihr freischalten, sondern es können auch endlich eigene Routen erstellt werden! Ob ihr euch dort noch selber hinter das Steuer plagt oder ganz bequem die KI-Busfahrer einsetzt ist erst einmal nebensächlich. Hauptsache dem aufstrebenden Unternehmen geht es gut!

Aber genau an dieser Stelle sprechen wir schon eine der größten Schwächen vom Bus Simulator 16 an. Denn in rund 10 bis 15 Stunden wird eigentlich alles freigeschaltet und erreicht sein, was man sich vornehmen kann. Wenn erst einmal sämtliche Stadtgebiete freigeschaltet sind und das Geld problemlos in die Kassen fließt wird kein weiterer Anreiz geschaffen. Insofern wird man im late-game lediglich auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt und muss sich wieder den alltäglich und einseitig wirkenden Fahrten hingeben.

Michael

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Mitglied der Chefredaktion, Ansprechpartner Publisher
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Unsere Wertung
69%


Fazit
Wir durften mittlerweile schon den ein oder anderen Simulationstitel ausgiebig testen und haben uns in gewissem Maße natürlich auf eine realistische Aufmachung eines Busfahrerlebens gefreut. Insoweit dies natürlich auch möglich sein mag. Wo die einzelnen Fahrten natürlich relativ schnell an Abwechslung nachließen haben wir zumindest auf den organisationalen Part vom Bus Simulator 16 einen genauen Blick geworfen. Aber auch dieser stößt recht schnell an seine Grenzen. Denn bereits nach kurzer Spielzeit haben wir sämtliche Gebiete von Sunny Springs freigeschaltet und verdienen so viel Geld, dass ein Bankrott eigentlich schier unmöglich ist. Daher wird auf längere Sicht der Spielspaß doch auf der Strecke bleiben. Wer sich gerne hinter das Steuer eines Busses setzen und den Alltag eines Busfahrers nacheifern will wird zumindest für einige Stunden einen gewissen Spaß aufbauen können. Auf längere Zeit hingegen wird man bei Konkurrenztiteln wie dem Truck Simulator 16 mit Sicherheit besser aufgehoben sein.