Blood Alloy: Reborn bei uns im TestBlood Alloy: Reborn bei uns im Test
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Blood Alloy: Reborn bei uns im Test

Wenn man einen Cyborg-Samurai-Schnetzler wie Metal Gear Rising: Revengeance mit dem 2D-Cyberpunk-Pixel-Wahnsinn eines Risk of Rain kreuzt, kommt am Ende wohl so etwas wie Blood Alloy: Reborn heraus. Leider wesentlich simpler als die Vorbilder, dafür aber nicht weniger spaßig.
Das kleine Studio Suppressive Fire Games aus Boston hat ein sehr simples, sehr hartes, sehr schnelles Ballerfest abgeliefert. Außer einem Mini-Tutorial wird man ohne Story oder weitere Informationen in das Spiel und damit die Jagd nach dem nächsten Highscore geworfen.

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Animationen, ey!

Großes Lob gebührt den Entwicklern für die flüssigen, enorm spaßigen Bewegungs- und Angriffsanimationen der eigenen Cyborg-Heldin. Wenn man an Boden, Wänden und Decken entlang schlittert und dabei im vorbeifahren massenhaft mechanische Gegner in die Luft jagt, ist das immer ein Heidenspaß. Die größte Präzision beim Schnetzeln mit Schwert und Ballern mit Pistole und Raketen erlangt man dabei mit Maus und Tastatur – Controller-Unterstützung ist aber natürlich auch mit dabei.

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Diese Beats Alter!

Neben den Animationen ist das größte Glanzstück am ganzen Spiel wohl der Soundtrack. Wer auch nur entfernt was mit gut arrangierten, treibenden Elektrobeats (mit Chip-Tune Einschlägen) anfangen kann, wird hier schon allein wegen der musikalischen Untermalung dabeibleiben – selbst wenn man schon zum x-ten Mal ins Gras gebissen hat.
Sehr viel mehr an Motivation darf man allerdings nicht erwarten, denn die freispielbaren Upgrades halten sich in Grenzen. Je weiter man durch Abschüsse im Level aufsteigt, desto mehr der vier spielbaren Gebiete spielt man frei. Die Pistole als Haupt und selbstlenkende Raketen als Sekundärwaffe lassen sich jeweils nur in zwei Stufen aufrüsten. Der „Central Core“ also quasi der eigene Mech-Anzug lassen sich in drei Varianten (Tank, Bolt und Gunner) á zwei Ausbaustufen aufrüsten, was den Spielfluss etwas verändert.
Fans des Genres können bei einem Preis von derzeit knapp 13€ zugreifen, alle anderen warten lieber auf einen Sale! Wer die Musik mag kann sich direkt bei Steam den Soundtrack für etwa 10€ zulegen.

 


 
Unsere Wertung
80%


Fazit
Ehrlich gesagt sind diese anspruchsvollen 2-D Plattformer überhaupt nichts für mich, denn da fehlt mir die Geduld und der Skill zu. Aber Optik und vor allem der Sound von Blood Alloy (unbedingt den Trailer am Artikelende schauen!) haben mich dann aber doch ein wenig länger als erwartet gefesselt...