Baustellen Simulator 2016 bei uns im Test!Baustellen Simulator 2016 bei uns im Test!
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Baustellen Simulator 2016 bei uns im Test!

Mit dem Baustellen Simulator 2016 wagen wir uns auch dieses Jahr wieder auf eine altbewährte Simulationsbaustelle. Wie uns der Alltag auf dieser Baustelle gefallen hat erfahrt ihr in unserem aktuellen Testbericht!

Baustellen Simulator 2016 screen 1

Der erste Arbeitstag
Wie in jedem neuen Beruf ist besonders der erste Arbeitstag ausschlaggebend für das eigene Wohlbefinden. So auch beim Baustellen Simulator 2016. Ohne großartige Einführung mit langen Textpassagen werden wir in die Rolle eines namenlosen Bauarbeiters schlüpfen. Eine Ansicht aus der Vogelperspektive zeigt uns die vorhandenen Baustellen an, auf welchen wir rumwerkeln dürfen. Besonders zu Beginn traut uns der Bauherr wohl keine großartigen Aufgaben zu, so dass wir uns nur mit einem Hammer bewaffnet in der Ego-Perspektive auf den Bau stürzen dürfen. Die Missionsziele der ersten Baustelle sind auch erst einmal übersichtlich gewählt worden, so dass eigentlich keine Fragen aufkommen sollten. Daher werden wir bei unseren ersten Aufträgen damit beschäftigt sein alte, noch stehende Wände einzureissen, oder Kisten umher zu schleppen. Irgendwie kommen wir uns doch viel mehr vor wie ein Aufräumkommando für die Hinterlassenschaften anderer Bauarbeiter. Trotz alledem kann der Einstieg dennoch für spaßige Minuten sorgen! Denn wer zerstört nicht gerne ein paar sinnlos umher stehende Wände? Besonders die erste Fahrt mit einem kleinen Bagger lässt diesen Part etwas abwechslungsreicher werden. Allerdings müssen wir uns diesen erst einmal verdienen. Und nach dem Prinzip ist auch die Kampagne vom Baustellen Simulator 2016 aufgebaut. Durch erfolgreich ausgeführte Aufträge werden wir Geld bekommen, welches wir in weitere Fahrzeuge investieren können. Ein fader Beigeschmack ist an dieser Stelle nur, dass wir uns unsere Hilfsmittel selber kaufen müssen.

Realismus vs. Fiktion
An erster Stelle fällt natürlich sogleich auf, dass wir auf jeglichen Baustellen stets alleine rumwerkeln müssen. Entweder kann dieses kleine Bauunternehmen, für welches wir angestellt sind, keinen Gewinn erwirtschaften, oder wir sind ein klassischer ein-Mann Betrieb. Kurz gesagt hätten wir uns an dieser Stelle ein wenig mehr Bewegung auf den einzelnen Baustellen gewünscht. Auch wenn beistehende Kollegen keinen Nutzen gehabt hätten würde das doch die gesamte Atmosphäre ein wenig aufpeppeln.

Dafür versucht der Baustellen Simulator 2016 dem ganzen doch noch ein gewisses Maß an Realismus einzuhauchen, indem für die vorhandenen Fahrzeug noch ein Schadensmodell integriert wurde. So kann es schon einmal vorkommen, dass wir bei unseren Aktionen mit einem platten Reifen bestraft werden oder unser Tank leer geht. Natürlich kann man sich über die logische Frage streiten, wer mit einem leeren Tank zu einer Baustelle fährt. Jedoch bringt uns dies nicht großartig weiter, da es nun einmal passieren wird. Viel verwunderlicher ist es an der Stelle dann doch, dass wir unser Fahrzeug nicht einfach betanken müssen, sondern gleich den Benzintank auswechseln sollen. So sieht es zumindest die einleitende Textpassage vor. Wirklich gemeint war allerdings nur ein ganz normaler Benzinkanister. Puh.. Glück gehabt! Aber wer wäre schon bei dieser Formulierung darauf gekommen?

Des weiteren scheint unser Bauarbeiter auch noch wirklich gut gefrühstückt zu haben. Denn wenn wir erst einmal einen kaputten Reifen auswechseln müssen ist es für diesen ein leichtes ein komplettes Rad per Hand zum Traktor zu hieven. Warum hat man nicht ein wenig mit physikalischen Eigenschaften gespielt, so dass man den Reifen hätte dorthin rollen müssen? Aber auch hier verstricken wir uns wieder in zu viele Fragen, auf die wir sowieso keine Antworten bekommen werden.

Baustellen Simulator 2016 screen 2

Weiterentwicklung des eigenen Fuhrparks
Damit wir nicht in den diversen Auftragsgebieten im Minutentakt Benzin nachfüllen und Reifen wechseln müssen können wir die einzelnen Fahrzeuge unseres Fuhrparks gegen Entgelt aufrüsten. Auf diese Weise werden wir robustere Reifen, eine verbesserte Hydraulik oder einen größeren Benzintank bekommen. Schade ist es nur, dass wir nicht ein Komplettpaket erwerben können. Somit müssen wir beispielsweise jeden Reifen einzeln upgraden. Dies ist zwar eine nette Erweiterung für unsere Fahrzeuge, allerdings besonders in der frühen Spielphase etwas kostenintensiv. Des Öfteren haben wir deswegen besonders zu Beginn auf eine Aufwertung verzichtet, da wir recht schnell weitere Fahrzeuge für andere Baustellen benötigen werden – und diese kosten nun auch einmal Geld. Besonders lästig wird es, wenn wir manch einen Bauauftrag wiederholen müssen, um unseren Fuhrpark erweitern zu können. Denn manch ein neuer Auftragsort kann nicht einfach betreten werden, wenn wir nicht die nötigen Hilfsmittel dafür mitbringen. Dies klingt zwar logisch, aber man hätte auch mehr geringfügige Aufträge in das Spiel integrieren können, wofür man weniger Material benötigt. Dies ist zwar auch etwas einseitig, allerdings würde man auf diese Weise genügend Geld zusammen sparen können ohne sich durch diverse Missionen öfters durchzuquälen.

Aber auch bei weiteren Fahrzeugen fällt das Schadensmodell sowie der Tankverlust dermaßen negativ ins Gewicht, dass wir uns schon fast wie in einem Reparatur-Simulator fühlen. Schon verwunderlich, dass ein Bauarbeiter in der heutigen Zeit auch für die Reparatur von Reifen, Ketten, Schaufeln & Co verantwortlich ist. Bei der Bezahlung würde ich jedenfalls gleich kündigen!

Baustellen Simulator 2016 screen 3

Fazit:
Das Konzept von diesem Simulator wurde anfänglich wirklich gut in Szene gesetzt. Wir befinden uns nie in irgendeiner Planungsweise, oder müssen uns um die Rohstoffbeschaffung kümmern, sondern können getreu in der Ego-Perspektive direkt loslegen. Doch in der anfänglichen Stärke versteckt sich nach einigen Aufträgen doch eine massive Schwäche. Durch die ständig gleich aufgebauten Aufträge kommt nicht nur der alltägliche Wahnsinn in Form von Langweile auf, sondern wir fühlen uns zudem auch noch schlichtweg einsam auf den Baustellen. Wo es an Mitarbeitern mangelt, wurde allerdings dem Schadensmodell der einzelnen Fahrzeuge zu viel Aufmerksamkeit gewidmet. Es ist zwar schön, dass auf solch Kleinigkeiten geachtet wurde, aber nicht in diesem Ausmaße. Alle 2 Minuten den Tank nachfüllen, irgendwas reparieren oder die Reifen wechseln? An manch einem Auftragsort komme ich mir eher wie in einem Reparatur-Simulator vor.
Der Baustellen Simulator 2016 eignet sich daher wohl eher nur für den kleinen Spielspaß zwischendurch. Denn für Langzeit-Freunde fehlt schier die Tiefe und weitere Herausforderungen.

Michael

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Mitglied der Chefredaktion, Ansprechpartner Publisher
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