Ark: Survival Evolved bei uns im PreviewArk: Survival Evolved bei uns im Preview
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Ark: Survival Evolved bei uns im Preview

Egal ob auf dem PC oder der XBox One das Survival-Dinosaurier-Abenteuer Ark: Survival Evolved bricht Rekorde und das obwohl es sich auf beiden Plattformen noch im Early-Access-Status befindet. Doch warum ist das so? Eines ist natürlich Sonnenklar (fast) jeder mag die prähistorischen Echsenwesen. Jeder kann mit den Dinos Kindheitserinnerungen verbinden und natürlich tragen auch die unheimlich erfolgreichen Filme von Jurrasic Park dazu bei. In unserem Preview erklären wir euch was Spaß macht und wo wir noch Verbesserungsbedarf sehen.

Oh was ist den das?

An jeder Ecke lassen sich in Ark wundervolle Sachen entdecken. Als neugierige Spielernatur wollen, nein müssen wir uns diese Dinge natürlich aus der Nähe begutachten. Und genau dort lauert der Tod auf euch und es gibt richtig viele und fiese Arten wie ihr euer Leben in dem Survival-Abenteuer verlieren könnt. An vorderster Stelle steht die Grundversorgung eures Charakters. Heißt ihr müsst essen, trinken und benötigt Wärme um bei Regen beziehungsweise die kalten Nächte zu überleben. Vor dem eigentlichen Spielstart erstellt ihr ein männliches oder weibliches Exemplar und könnt diesen in Größe und Form euren Vorstellungen anpassen.

Dann springen wir erstmals in die schöne Spielwelt von Ark. Erster Eindruck Bombe! Wir erwachen an einem Sandstrand, sehen wunderschönes Wasser, dichte Vegetation und die ersten Dinosaurier. Wir hören erstmals unsere Kinnlade nach unten Fallen. Wir beschließen eine Runde schwimmen zu gehen und Zack wir sind tot. Ein Sarcosuchus (Krokodil ähnlicher Dinosaurier) zerreißt uns am Strand in Einzelteile. Typisch Survival-Game wir spwanen neu. Jetzt kommt die Kurzfassung unserer folgenden Todesfälle: verhungert auf der Suche nach essen, Suizid durch Vergiftung (zu viele Beeren gegessen), von Piranha verspeist, von einer Gruppe kleiner Dinos zerstückelt, erfroren und anschließend im Wasser ertrunken, von mittleren und großen Dinos vernichtet und das gefühlte hunderttausend mal. Doch warum tun wir uns das an?

 

Weil es Spaß macht!

Das liegt vor allem am motivierenden Level-Up-System des eigenen Charakters. Hier wünschen wir uns aber noch kleinere Anpassungen den die Level-Aufstiege selbst dauern mitunter zu lange und es herrscht Leerlauf beziehungsweise craftet ihr einfach Zeug das ihr nicht braucht. Das Craften selbst schüttet nämlich am meisten Erfahrungspunkte aus aber sinnloses Crafting macht halt auch nicht so viel Spaß.

Mit dem Tod verliert ihr zwar alles was ihr bei euch im Inventar getragen habt aber der Charakterlevel bleibt bestehen. Zudem habt ihr 15 Minuten Zeit eure Leiche wieder zu finden, dann könnt ihr den verloren geglaubten Loot einfach wieder aufklauben und anschließend zerstückelt ihr eure eigene Leiche den dann bekommt ihr noch etwas Fleisch raus und könnt euren Hunger bekämpfen. Wichtig hierbei ist es das ihr immer am gleichen Server zockt, wechselt ihr den Server müsst ihr bei Level 1 wieder von vorne anfangen.

In der Theorie sind genug offizielle Server vorhanden aber leider ist es viel zu oft der Fall das diese belegt sind. Wenn ihr Pech habt könnt ihr auf gar keinen joinen weil alle voll sind. Das ist umso ärgerlicher da ihr dann auf einem anderen Server neu anfangen müsst. Die Lösung des Problems sind private Spiele. Diese könnt ihr im Singleplayer und mit euren Freunden zusammen zocken. Einer erstellt den Host und lädt die anderen Spieler ein, fertig. Bei der Erstellung eures eigenen Spieles habt ihr etliche Optionen und so könnt ihr euer Game ganz euren Vorlieben anpassen. So könnt ihr die Rate der Erfahrungspunkte erhöhen, die Nacht schneller vergehen lassen, den Tag verlängern, euren Schaden erhöhen, den verursachten Schaden der Dinos verringern und etliches weitere verändern.

Einerseits ist das natürlich eine geile Option für alle die ihre Ruhe haben wollen aber den richtigen, wahrhaftigen Spielspaß gibt es auf den großen, offiziellen Servern. Es gibt reine PVE und PVP-Server. Wer in „Ruhe“ bauen möchte startet sein Spiel auf den PVE-Servern und lernt tonnenweise nette Menschen kennen mit denen man sich verbünden kann. Auf den PVP-Servern herrscht aber Chaos, alles Wahnsinnige hier erinnert uns Ark an Rust. Der Stärkere überlebt beziehungsweise der Hinterhältigste. Vertraut niemanden, schmiedet Notallianzen und das Wichtigste tötet zuerst und fragt dann was der Typ wollte. Gewalt erzeugt Gegengewalt, Wahnsinn muss mit noch größerem Wahnsinn bekämpft werden, so macht das Spaß!

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Wir vergießen eine Träne

Habt ihr die ersten Tage und Nächte wohlbehalten überlebt startet das Spiel erst richtig durch. Mit jedem Level-Aufstieg eures Charakters könnt ihr dessen Grundwerte verbessern. Das sind zum Beispiel mehr Lebenspunkte, mehr Tragfähigkeit für euer Inventar, mehr Schaden und so weiter. Das viel Wichtigere ist aber das ihr Zugriff auf neue Elemente bekommt die ihr craften und direkt im Anschluss verwenden könnt. Zu Beginn ist man noch Stolz auf sein erstes Lagerfeuer, eine Steinaxt und Stofffetzen die als Kleidung dienen, nach ein „paar“ Stunden werdet ihr darüber nur noch lachen.

Als wir unser erstes Haus aus Stroh und Holz zusammen zimmern und es mit Inneneinrichtung (Kisten, Bett – dient als Spawnpunkt, Feuerstelle, Stuhl) vollgestopft haben könnten wir stolzer nicht sein. Genau dafür zocken wir Ark und lieben Survival-Spiele. Derart mit Glückshormonen überflutet versuchen wir unseren ersten Triceratops (Dreihorn-Dinosaurier) zu erlegen und es kommt wie es kommen muss. Noch haben wir keinerlei Chance gegen diesen Giganten also flüchten wir in unsere Hütte und wägen uns in Sicherheit. Was dann passiert ist geradezu unglaublich, das fette Vieh ist uns bis zu unserer Behausung gefolgt und zerlegt nun unsere Hütte! Unsere erste verdammte Hütte, wir kämpfen durch die geöffnete Tür und halten Abstand. Wenn uns der Triceratops erwischt sind wir sofort Tod. Gerade mal zwei Grundmauern stehen noch nach diesem heftigen Kampf aber wir haben gewonnen und gefühlt tonnenweise Fleisch erbeutet. Wir sind die Könige der Welt … als wir fünf Minuten später hinterhältig von einem Rudel Velociraptoren (Raubdinosaurier) erlegt werden, sind wir dem Herzinfarkt und einem kaputten TV-Gerät sehr, sehr nahe gekommen.

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Hol dir ein Haustier

Wer wollte nicht schon immer einen Tyrannosaurus Rex als Haustier und Wachhund halten? In Ark könnt ihr euch diesen Traum erfüllen. Dazu sind nur ein paar Schritte notwendig, die sich zwar leicht lesen aber schwer umzusetzen sind. Nichts desto trotz klären wir euch auf:

  • Überlegt euch welcher Dinosaurier euer Haustier werden soll.
  • Hegen, Pflegen unter Drogen setzen. Je nach Art des Dinos müsst ihr anderes Futter besorgen. Pflanzenfresser brauchen Beeren, Fleischfresser saftige Dino-Steaks. Unerlässlich sind die Narkobeeries um den Dino einzuschläfern.
  • Um mit der Konvertierung beginnen zu können müsst ihr euren Traum-Dino erst KO schlagen, nicht töten! Entweder ihr verwendet eine Stumpfe Waffe (kleine Dinos) oder die viel bessere Variante Narkosepfeile, die ihr beispielsweise aus einer Armbrust abfeuert.
  • Liegt der Dino am Boden geht es darum ihn am Leben zu halten und ihn zu füttern. Einfach das Inventar des Dinos öffnen und ihm sein Futter hinein legen. Immer wieder Narkobeeries beimischen damit der Dino nicht aufwachen kann.
  • Je nach Dinosaurier-Art dauert das Ganze zwischen 30 Minuten und ein paar Stunden. Habt ihr das geschafft könnt ihr den Dino satteln. Diesen Sattel solltet ihr schon vorher gecraftet haben. Über den Dino stülpen, aufsitzen und rockig durch die Spielwelt laufen.

Hol dir die Kiste

Immer wieder landen in der Spielwelt leuchtende Säulen. Diese transportieren Support-Kisten vom Himmel auf die Erde. Sind die Kisten am Boden angekommen könnt ihr diese öffnen und euch über schönen Loot freuen. Enthalten sein kann quasi alles was das Sortiment von Ark hergibt. Zum Beispiel einzelne Ressourcen oder fertige Bausteine für das Haus oder Werkzeuge.

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Gröbere Bugs sind uns bis jetzt nicht unter gekommen. Hin und Wieder gibt es grafisches Flimmern beziehungsweise plötzlich aufpoppende Umgebungen wie zum Beispiel Steine. Wir spielen übrigens auf die XBox One-Version ob dieses Problem auch auf dem PC auftritt können wir nicht beurteilen, vielleicht kann einer unserer verehrten Leser ein Kommentar hinterlassen. Des weiteren hatten wir Probleme mit der Größe der Texte- und Inventarfenster. Dieses könnt ihr selbstständig in den Optionen verändern, dazu steuert ihr den Punkt UI-Scale an und passt die Größe einfach eurem TV-Gerät an. Wir können zwar Screenshots auf der XBox One anfertigen aber haben keinen Zugriff darauf (wegen Early-Access), deshalb müsst ihr euch in diesem Fall mit den Presse-Screenshots zufrieden geben.

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Unsere Wertung
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Fazit
Was haben wir geflucht, was haben wir uns gefreut, Ark ist bereits jetzt eine richtige Perle von Spiel und bis zum Release vergehen ja noch ein paar Monate sodass die Entwickler die paar Probleme sicher noch in den Griff bekommen werden. Alles in Allem kann man dieses dinotastische Survival-Abenteuer jedem Zocker nur ans Herz legen. Ihr müsst aber sehr frustresistent sein, denn besonders der Einstieg ist recht hart aber das kennen wir ja bereits aus anderen Genre-Vertretern. Dafür bietet Ark mit seinen Inhalt auch ein richtiges Endgame. Was uns noch am massivsten stört sind die sinnlosen Crafting-Aktionen die aber notwendig sind um halbwegs schnell die Charakter-Level zu erklimmen. Wir empfehlen schnappt euch ein paar Kumpels, startet auf einem PVE-Server und/oder in privaten Matches. Dann seid ihr bereit für den Wahnsinn im PVP, genießt es, hier könnt ihr die menschlichen Abgründe live erleben ;)