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Snake Pass bei uns im Test

Ihr habt euch schon immer mal gefragt, wie das Leben als Schlange so abläuft? Dann haben wir hier endlich die Antwort für euch! In Snake Pass, von Sumo Digital, müssen wir wie eine Schlange denken, um verschiedene Rätsel zu lösen und knifflige Passagen zu überwinden. Geht das Spielprinzip auf? Wir klären es in unserem Test.

Das Spielprinzip, das sich die Etwickler ausgedacht haben, macht am Anfang einen echt tollen Eindruck. So reichen bereits ein paar Bewegungen mit dem Analog-Stick, um unseren Charakter, der witzigerweise Noodle heißt, zu bewegen. Je nach Schnelligkeit unserer Stick-Bewegung, schlängelt sich Noodle schneller oder eben langsamer über den Dschungelboden, durch kleine Tümpel oder auch Tempelruinen. Das Geschlängel über den Boden ist jedoch nicht das Schwierigste am Spiel. Wirklich knifflig wird es erst, wenn wir uns über schmale Stäbe schlängeln müssen. Das klappt nur, wenn wir im richtigen Moment die passenden Moves ausführen. Die verschiedenen Eingabemöglichkeiten sind dabei recht überschaubar: Mit einem Knopf bewegen wir unsere Schlange nach vorne, mit einem anderen heben wir unseren Kopf an und mit einem dritten klammern wir uns fest an diverse Objekte.

Den wichtigsten Part bei der Fortbewegung spielt dabei aber der Analog-Stick, mit dem bestimmen wir die Richtung in die wir uns bewegen. Nur mit Hilfe des Sticks können wir unsere Aufgabe erfüllen: Schlüssel finden. Diese brauchen wir, um ein Level abzuschließen und zum Nächsten zu gelangen. Dabei müssen wir unter anderem Fallen und Hindernisse überwinden oder Schalter umlegen. Zusäztlich kann man noch Münzen und Blasen einsammeln, um das Spielerlebnis ein wenig zu verlängern. Nach 15 Levels ist das eigentliche Snake Pass-Erlebnis vorbei. Wer dann noch nicht genug hat, kann versuchen die Levels im Bestzeit-Modus zu absolvieren.

Simulation oder doch Arcade-Spaß?

Leider wirkt die Steuerung oftmals recht träge, so dass wir leider immer wieder irgendwo runterfallen oder hängenbleiben. Wenn wir irgendwo runterfallen oder generell ins virtuelle Gras beißen, dann verlieren wir leider alle Sammelobjekte, die wir seit dem letzten Speichern gesammelt haben. Das kann teilweise schon frustrierend sein. Genau wie die langsame Kamera, die uns das Geschlängel teilweise noch schwerer macht, als es eh schon ist. Hier kann man eventuell auch anmerken, dass das Spieltempo im allgemeinen leider etwas zu niedrig ist. Wenn wir ein bisschen schneller durch die Gegend kriechen würden, würde sich Snake Pass nochmal viel besser spielen. So wäre es auch deutlich arcadiger, was wirklich besser zu dem restlichen Spiel passen würde. Da hätte man sich eventuell etwas mehr Gedanken darüber machen müssen, ob man eher eine Schlangensimulation oder ein Arcade-Game machen möchte.

Auf der Technik-Seite kann das Spiel, dank der Unreal Engine 4, definitv überzeugen. Snake Pass kommt auf der PS4 mit 60 Bildern pro Sekunde daher und präsentiert sich wirklich wunderbar. Der Grafikstil passt zum Gameplay, genau wie der Soundtrack vom ehemaligen Rare-Musiker David Wise. Der Soundtrack untermalt das Geschehen gut, fällt aber auch nicht wirklich großartig mit Ohrwurm-Melodien auf.

Fazit

Ich hatte keine großen Erwartungen an Snake Pass und wurde deshalb recht positiv überrascht, wirklich begeistert bin ich aber nicht. Das liegt leider daran, dass sich das Spiel nicht ganz im Klaren darüber ist, ob es eher realistisch oder arcadig sein will und im Endeffekt nichts davon so richtig ist und irgendwo in der Mitte rumdümpelt. Hätte man sich hier für den arcadigen Weg entschieden, wäre das Spiel möglicherweise noch einmal etwas besser geworden.

 

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