Sing and Dance Kylie Minogue & Andrew Lloyd Webber im Test

Die Wii setzt langsam aber sicher zum Rentenalter an. Doch trotzdem gibt es noch Futter für die gute alte Nintendo Konsole. Und dabei werden besonders Fans von Kylie Minogue oder Musicals angesprochen. Mit Sing and Dance sind sie ihren Idolen nämlich ganz nah. Und wer wollte nicht schon immer mal die Titelmusik von Starlight Express selber singen oder wie Kylie mit “I should be so lucky” durch die Bude hüpfen. Wir haben die beiden Karaoke Spiele getestet.

Sing and Dance. Ein Name für ein Geschicklichkeits- und Showbiz Spiel, der schon vieles verrät. Vor mir liegen zwei Varianten dieses Partyspiels. Zum einen “Sing and Dance – Kylie Minogue” und zum anderen “Sing and Dance – Andrew Lloyd Webber”. Das Spieleprinzip ist bei beiden gleich. Singen und / oder Tanzen. Direkt nach dem Spielstart kann der User entscheiden ob er im “Quickmodus” starten möchte oder in einer Art Turnier Modus antreten will. Weiter geht es zum nächsten Auswahl Menü. Hier wählt der User ob er lieber Singen oder Tanzen möchte. Wir entscheiden uns zuerst für das Tanzen. Hier wird dem User die Möglichkeit gegeben zwischen verschiedenen Musikstücken auszuwählen (bei Kylie Minogue sind es 25 versch. Titel, bei Andrew Lloyd Webber sind es 13 Titel).

Ist die Titelauswahl  vollzogen, geht es auch schon los. In bekannter Tanzmanier werden dem User die einzelenen Moves vorgelegt. Der User tanzt die Partien so gut er kann nach und erhält dafür Punkte. Mann kann sich vorstellen, dass dieses bei Kylie Minogue, als auch bei Andrew Lloyd Webber sehr speziell sein kann. Nachdem der letzte Ton des Musikstückes verklungen ist, bekommt man direkt mitgeteilt, wie gut oder wie schlecht man die Übung absolviert hat. Eine körperliche Herrausforderung war es in jedem Fall allemal.

Interessant ist aber auch die zweite Herausforderung in den Spielen. Nämlich das singen. Gerade wenn man nur ein Weltstar unter seiner Dusche oder Badewanne ist, muß man hier der Wahrheit eiskalt ins Auge blicken. Auch hier wählt der User eines der Musikstücke aus. Bei der Andrew Lloyd Webber Fassung, sind im übrigen alle Titel nach den Musicals geordnet. Hat man nun sein Wunschtitel gefunden, darf man sich auch schon direkt daran versuchen. Bei Sing and Dance – Kylie Minogue ist das schöne (neben Kylie selber), dass hier die Original Musikvideos im Hintergrund laufen.

Bei der Musical Variante, sind schöne Animationen zu bewundern. Der Text der einzelnen Songs laufen im Karaoke Stil über den Bildschirm. Weiter wird dem User angezeigt, wie lange er einen Ton halten muß, und wie hoch oder tief die Stimme einsetzen sollte. Dies ist bei den Songs von Kylie noch relativ einfach, wenn man gesangstechnisch etwas Übung hat. Bei Andrew Lloyd Webber ist dies für die meisten von uns ein Todesstoß. Wer kann sich schon selber als Pavarotti bezeichnen. Gott sei Dank ist die Wii nicht so streng mit einem. Spaß macht es aber allemal. Gerade wenn man die Spiele in einer Gruppe spielt. Selbstverständlich können in diesem Spiel auch zwei Personen gleichzeitig gegeneinander antreten. Als Zubehör benötigt Sing and Dance lediglich ein oder zwei USB Mikrofone für den Gesang (nicht im Lieferumfang enthalten).

Fazit:

Sicherlich ist ist diese Art von Partyspiele ein großer Erfolg. Ich glaube allerdings, dass die hier getesteten Varianten für die Masse zu speziell geraten sind. Mann muß schon wirklich ein großer Kylie Minogue oder Musical Fan sein um lange an diesen Spielen gefallen zu finden. Nach ein bis zwei Lieder aus Cats und Phantom der Oper oder I should be so Lucky und Can´t get you out of my Head, verliert der Otto-normal Musik Fan die Lust an dem Spiel. Leider kann auch die komplette Aufmachung des Spiels nicht mit den großen Konkurrenten wie zB. “Just Dance” mithalten und überzeugen. Daher lautet mein Fazit: Ein “Muß” für Fans und ein “Kann” für jedermann.

Wertung:

Befriedigend

Chefredakteur, Inhaber MB Verlag, erster Ansprechpartner und Gründer von Games-Mag