Saints Row IV im Test

Saints Row IV will die erfolgreichen Vorgänger toppen und mit noch mehr verrückten Gameplay, verrückten Storys und genialen Charakteren überzeugen. Und dabei schlüpft ihr auch noch in die Rolle des amerikanischen Präsidenten. Was es damit auf sich hat und ob Saints Row IV am Ende überzeugen kann, wird euch unser Test zum Open World Game sagen können.

In Sachen Open World Games gibt es nur zwei ganz große Flaggschiffe. Entweder man ist GTA Fan oder steht voll auf die verrückten Saints in ihrer Welt von Saints Row. Deep Silver hat nun den vierten Teil der Serie veröffentlicht und will die Fans mit einer völlig überzogenen und verrückten Story begeistern. Schon beim ersten Starten wird klar: Das haben sie echt geschafft. Beim Versuch eine Atombombe zu entschärfen, klammert ihr euch um die selbige und versucht zu den Klängen von Aerosmith die Welt zu retten. Einfach nur genial. Armageddon lässt grüssen. Und dann kann es auch schon losgehen. Ihr habt die Wahl tatsächlich gewonnen. Ihr seid zum mächtigsten Mann der Welt aufgestiegen. Als Präsident der Vereinigten Staaten habt ihr zu Anfang auch die Wahl zwischen der Heilung von Krebs und dem Ende der Hungersnot. Es liegt also an euch, was euch wichtiger ist.

Es könnte alles so schön sein. Wenn da nicht das Alien-Imperium der Zins so schlechte Laune verbreiten würde und ein wenig wütend reagiert. Diese wollen die Weltherrschaft an sich reißen und den Saints einen gehörigen Arschtritt verpassen. Doch da haben sie die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Die Saints geben noch lange nicht auf und besitzen dank Hilfe ihrer Freunde ganz neue Technologien und Alien-Waffen. Auch Superkräfte werden eingesetzt und lassen die Aliens dumm aus der Wäsche gucken. Alien Anführer Zinyak hat eine eine Steelport-Simulation erschaffen, die er jederzeit nach seinen Wünschen ändern kann. Ihr befindet euch also in einer völlig unrealistischen Welt wieder. Dank der Hilfe der anderen Saints versucht ihr aus dieser komischen Welt zu entfliehen. Doch das ist nicht wirklich einfach. Ausgerüstet mit verschiedenen Waffen und speziellen Kräften verteilt ihr ab sofort die Arschtritte.

Zunächst klärt euch eure nette Freundin Kinzie Kensington über die Steelport-Simulation auf. In verschiedenen Aufträgen lernt ihr neue Waffen und Kräfte kennen und übernimmt Läden oder zerstört Generatoren. Dabei kommt es immer wieder zu interessanten Dialogen, die aber leider nur in englischer Sprachausgabe sind. Wir müssen, das war aber schon immer in den Saints-Row Serien so, mit deutschen Untertiteln leben. Wer jetzt auf eine bierernste Story mit tieferen Hintergrund hofft, sollte gar nicht mehr weiterlesen. Saints Row IV zieht nicht nur sich sondern auch viele andere Genres wunderbar durch den Kakao. Natürlich dürft ihr auch wieder Autos knacken und damit durch die Gegend cruisen. Auch verschiedene Radiosender sind mit dabei und bringen mit bekannter Mucke viel Atmosphäre ins Spiel. Besonders lustig ist eine Szene, wo ihr mit einem Raumschiff durch die Galaxie donnert und What is Love von Haddaway aus den Boxen dröhnt.

Saints Row IV wird dank seiner vielen Aufgaben und Szenarien auch nicht wirklich langweilig. Habt ihr eine Mission mal nicht geschafft, wollt ihr es immer und immer wieder versuchen. Auch Jump´n Run Einlagen sind dabei. So müsst ihr auf verschiedene Plattformen hüpfen um Punkte und Bargeld zu bekommen. Mit dem Geld holt ihr euch dann neue Klamotten oder pimpt eure Karren auf, die ihr in eurer Garage abstellen könnt. Grafisch ist Saints Row IV ein echter Hingucker geworden. Tolle Umgebungen, coole Animationen und seltsame Umsetzungen erwarten euch. Die Steelport-Simulation scheint den Entwicklern richtig Laune gemacht zu haben, da sie dort ihre ganzen Fantasien umsetzen konnten und es immer irgendwie anders aussieht.

Fans von freischaltbaren Extras werden an Saints Row IV ihre helle Freude haben. Es macht einfach Spaß bestimmte Aufgaben zu erfüllen, um sich danach von dem Bargeld neue Waffen oder ähnliches kaufen kann. Und da stehen eine Menge zur Auswahl. Alleine die Dupstep-Kanone ist ihr Geld wert. Sie füllt die Patronen mit jeder Menge Bass, und schleudert eure Feinde dadurch zu Boden. Wer kommt auf so eine verrückte Idee? Wir bedanken uns auf jeden Fall dafür.

Saints Row IV ist ein Spaß vom Anfang bis zum Ende. Und bis dieses erreicht ist, dauert es schon eine ganze Weile. Über Xbox Live oder System Link könnt ihr das Spiel auch im Ko-op Modus spielen, was in unserem Test auch großen Spaß gemacht hat. Natürlich gibt es jetzt und auch später weitere Inhalte zum Herunterladen, die den Spaß weiter nach vorne treiben werden.

Fazit:

Saints Row IV ist ein Knaller geworden und versorgt euch mit einer völlig überzogenen aber genialen Story. Ihr seid Präsident der USA, die Aliens greifen euch an und ihr findet euch in einer Steelport-Simulation wieder. Alleine das reicht schon aus. Die verrückten Saints können auch im vierten Teil überzeugen und bekommen von uns die Höchstwertung. Nur wer auf ernste Storys oder nicht auf schwarzen Humor steht, sollte vielleicht Abstand vom Titel nehmen.

Wertung:

Sehr gut

Markus

Markus

Chefredakteur bei Markus Biering Verlag
Chefredakteur, Inhaber MB Verlag, erster Ansprechpartner und Gründer von Games-Mag
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