Rad Rodgers bei uns im Test

Die ehrwürdige Elite der 90iger wäre stolz auf den Platformer

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Gestern ist das actionreiche Jump ’n Run Rad Rodgers auf dem PC sowie auf Konsolen erschienen. Das Spiel orientiert sich an legendären Klassikern aus den 90iger Jahren wie beispielsweise Jazz Jackrabbit oder Commander Keen, bringt das Gameplay aber mit geiler Grafik in die aktuellen Zockerstuben. In unserem Test klären wir den Spaßfaktor und ob sich ein Kauf lohnt.

Rad & Dusty ein chaotisches Duo

Unser Protagonist Rad hockt mal wieder vor der Konsole, wie so oft beim Zocken vergisst er die Zeit. Als dann plötzlich seine Mutter auftaucht und Radau schlägt ist der Spieleabend vorerst beendet. „Meine Konsole alias Dusty ist nicht dumm“, schreit Rad. Wutentbrannt läuft er zum Fernseher, als wie von Zauberhand, ein Strudel aus dem TV-Gerät auftaucht. Bekanntermaßen werden wir nun in das Spiel gesaugt und zwar als Held unseres Videospiels.

Rad Rodgers kann von Erwachsenen aber auch Kindern gespielt werden dazu können wir beim ersten Spielstart den Kindermodus aktivieren. Nun ist das Blut sowie die derbe Sprache deaktiviert. Außerdem haben wir die Wahl aus drei unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden.

Nostalgie pur! An diesen Disketten-Symbolen wird in den einzelnen Level zwischengespeichert.

Schön und Abwechslungsreich

Eine Anekdote die Dusty erzählt – wenn wir gerade schlecht spielen – ist beispielsweise das er seinerzeit auch mit einem Klempner, der auf Pilze steht, mitgehen hätte können. Aber nein er musste ja auf den kleinen Buben namens Rad warten. Solche Sprüche und ähnliche Wortwitze kommen immer wieder vor und ringen uns dann auch ein lächeln ab.

Grundsätzlich spielt sich Rad Rodgers wie jeder Old-School-Platformer, heißt wir springen und kämpfen uns durch die einzelnen Level. Natürlich wird unser Oberstübchen auch immer wieder mit Rätseln gefordert. Alles in allem verfügt das Spiel über einen tollen Flow, es geht fein fluffig dahin.

Hier heißt es: „Timing ist alles“.

Schießen nicht Hüpfen

Mit Dusty müssen wir im Pixelversum [eine andere Spielwelt] diverse Rätsel lösen.
Die Gegner beseitigen wir mit unterschiedlichen Meinungsverstärkern. Grundsätzlich verfügt unser Held über die Standardknarre. Durch diverse Power-Ups können wir die Waffe kurzzeitig modifizieren und richtig üblen Schaden austeilen. Hierbei ist es wichtig die Gegner zu erschießen, springen wir auf sie drauf – wie beispielsweise bei Super Mario – erhalten wir Schaden, den Gegnern passiert hingegen nichts.

Kommt ein Gegner beziehungsweise deren Geschosse bei unserem Charakter an verlieren wir leben, sind unsere drei Herzen verbraucht müssen wir am letzten Speicherpunkt starten. Sind alle Leben ebenfalls auf null gesunken gilt es das Level von vorne zu starten.

Wir hangeln uns voran. Über uns warten schon richtig dicke Gegner auf uns.

Allerhand sammelbare Gegenstände

Hier sehen wir die Übersichtskarte der Spielwelt.

Die Spieldauer von Rad Rogers ist mit ein paar Stunden nicht besonders lang, aber dafür können wir etliche Gegenstände sammeln und uns in Bestenlisten eintragen. Neben den Diamanten fließen die erledigten Gegner sowie die Zeit mit in die Bewertung ein. Außerdem gibt es in jedem Abschnitt diverse geheime Räume. Oft finden wir dort einen neuen Hut den wir unserem kleinen Helden überziehen können.

Abgerundet wird die Geschichte mit einem schönen Soundtrack von Andrew Hulshult. Dieser mischt klassische Midi- mit Synthesizern-Tönen und sanften Gitarren zu einem frischen Erlebnis.

Launch-Trailer:

Rad Rodgers findet ihr für den PC via Steam sowie auf XBox One und PS4 – eine Nintendo Switch-Version soll folgen

82%

Rad Rodgers macht nichts wirklich neu aber das was es macht, macht verdammt viel Spaß. Das Spiel ist eine Hommage an die Genre-Klassiker und somit kann jeder Genre-Fan bedenkenlos zugreifen.

  • Grafik 85%
  • Sound 85%
  • Atmosphäre 85%
  • Steuerung 80%
  • Umfang 75%

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