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Project Cars 2 im Test – Rennsport der Extraklasse

Es ist soweit, alle Rennsportspieler haben auf diesen Release im Herbst gewartet. Project Cars 2 erscheint am 22. September und das Rennen um das beste Rennspiel beginnt. Forza Motorsport und Gran Turismo Sport folgen und werden den Kampf aufnehmen. Wir durften uns vorab auf die verschiedensten Strecken mit den schnellsten und exklusivsten Autos begeben, um euch zu zeigen, was Project Cars 2 so bietet.

Inhalt

Wie auch im letzten Teil kann Project Cars sowohl in Sachen Lizenzen für Autos und Rennstrecken punkten. Über 180 Karossen bietet Project Cars 2, sowohl reale als auch fiktive Autos werden im Spiel verfügbar sein. Diesmal warten Autoklassen, wie Karts, Indie Cars bis zum Formel Sportwagen, darauf gefahren zu werden. Auch Langstrecken Rennen, wie das berühmte 24 Stunden Rennen von Le Mans wird spielbar sein und das in voller Länge mit Trainings- und Qualifyingsession.

Bereits im Hauptmenü erwartet den Spieler eine umfassende Auswahlmöglichkeit an Modi und Einstellungen. Das geordnete Kachelsystem birgt viele Möglichkeiten und Spielvarianten. Um Strecken schnell kennen zu lernen kann der Quickie Modus eine Möglichkeit sein, denn dort begibt man sich für drei Runden auf den Track und kann alle 180 Karossen auswählen und fahren.

Auch die Rennstrecken haben es dieses Jahr in sich. Insgesamt 60 Rennstrecken stehen zum fahren bereit und unter anderem sind Klassiker, wie Hockenheim, Silverstone, Le Mans uvm, aber die Fahrt auf einem Nascar Track oder sogar in der Eiswüste wird möglich sein.

Gameplay

Der KI-Gegner kann ebenfalls in den meisten Aspekten punkten. Mit Verstand, aber auch mit einer gewissen Agressivität fährt die der Computer gegen uns, was ab einer gewissen Stufe sehr herausfordernd und auch für erfahrene Spieler schwierig wird. Doch auch die KI ist nicht perfekt und macht Fehler, die wir für Überholmanöver nutzen können.

Auch beim Wetter hat sich einiges getan. Mit nun vier unterschiedlichen Wetterphasen (Trocken, Regen, Nebel und auch Schnee) ist es möglich in der tiefsten Nacht in einem Schneesturm zu geraten. Die Vielfalt des Tag-Nacht-Wechsels wird den Hardcore Fans ziemlich zusetzen.

Auch die Fahrphysik wirkt sehr realistisch und macht viel Spaß, egal welches Auto wir bedienen. Der Unterschied zwischen vollem oder leeren Tank, oder kalten und warmen Reifen kommt sehr realistisch rüber. Kommen wir von unserem Boxenstop könnte man meinen die Fahrbahn würde aus Öl bestehen, denn unser Auto bricht schnell aus, da die Reifen noch keinen wirklichen Grip besitzen. Sobald diese warm sind, können wir auch die engste Kurve nehmen ohne Angst zu haben, dass wir aus dieser Kurve fliegen. Die Fahrzeuge lassen sich auf den verschiedenen Strecken unterschiedlich steuern, aber das ziemlich gut. Das Fahrgefühl war bereits im ersten Teil ziemlich angenehm und realistisch, doch merkt man, dass sich im zweiten Teil noch einiges gebessert hat.

Karriere? Ja! Gut? Naja.

Auch in Project Cars 2 wird es einen Karrieremodus geben, dabei könnt ihr selber frei Entscheiden, ob ihr ganz unten in der Kartklasse anfangt oder direkt in den hohen Rennklassen startet. Lediglich die Wettbewerbe der zwei höchsten Rennklassen sind zu Beginn gesperrt, diese müssen wir uns dann im Verlauf freischalten.

Nun stellt sich die Frage, ob der Karriere Modus ansprechend ist und das können wir nur mit einem „Naja“ beantworten. Im Vergleich kommt Formel 1 mit einem cool inszenierten Karrieremodus an den Start, bei dem wir in Zwischensequenzen mit Managern, Mechanikern usw. reden und Änderungen vornehmen können. Der Karrieremodus von Project Cars 2 wirkt hingegen lustlos und ist eigentlich ziemlich unspektakulär. Wir unterschreiben einen Vertrag, fahren unsere Rennen und kommen dann in den Klassen weiter nach oben, aber weder Zwischensequenzen, noch Siegerehrungen oder Verhandlungen mit Rennställen finden statt. Hier hätten wir uns gerne ein wenig mehr Action gewünscht, vielleicht wird dies ja mit Project Cars 3 in Angriff genommen.

Spürbar anders

Wer nicht mit den Tiefen von Rennsimulationen vertraut ist kann Anfangs auf die Fahr- und Bremshilfen zurückgreifen, denn diese helfen euch sehr, um in Project Cars 2 Fuß zu fassen. Im Test fiel jedoch auf, dass der Bremsassistent zum Teil noch buggt, da er beispielsweise im Qualifying kurz vor beenden einer Runde abrupt abbremste. Wir hoffen, dass dies bis zum Release oder im frühen Verlauf des Releases noch gefixt wird.

Project Cars 2 schenkt uns einen neuen Freund, der uns auch innerhalb der Karriere durch dick und dünn begleitet. Der Renningenieur hilft uns bei unseren Anliegen rund um unser Auto. Wenn wir beispielsweise Probleme mit der Höchstgeschwindigkeit oder der Kurvenlage haben, dann ist unser Renningenieur unser Mann des Vertrauens. Ihm können wir unser Anliegen schildern und er schlägt uns Änderungen am Auto vor, die das Problem eventuell behebt. Diese Funktion ist super, hilft Einsteigern und überzeugt voll und ganz.

 

 

Aussehen

Grafisch macht das Spiel auch nicht den besten Eindruck. Die Fahrzeugmodelle sehen wir immer Top aus, aber die Umgebung und die Strecken sehen zum Teil nicht wirklich gut aus. Matschige Texturen sehen wir an vielen Stellen, was das Fahrerlebnis vor allem in den Stadtkursen ziemlich beeinträchtigt. Was überrascht, ist der Fotomodus, der trotz dieser Fehler, sehr sehenswerte Fotos hervorbringt.

Das Spiel erscheint ab dem 22. September auf Konsole (PlayStation 4 & Xbox One), sowie auf dem PC (Steam). Project Cars ist schon ab 42,95 € im Handel zu finden und besitzt folgende Systemanforderungen:

Mindestvorraussetzungen
OS: Win 10
CPU: 3.5 GHz Core i7 3700 / 4.0 GHz AMD FX-8350
RAM: 8 GB
GPU: GeForce GTX 260 / Radeon HD 5770 1024MB
HDD: 50 GB

 

Justin

Justin

eSports Redaktuer - PC Liebhaber - Leidenschaftlicher Gamer
Justin
75%
Für Simulations-Fans ein Yay! Für den Formel 1 Fans oder Karrieremodus- Spieler eher Nay!

Fazit

Project Cars 2 kann auch dieses Mal wieder sehr überzeugen. Die Vielfalt und der Realismus sind ausschlaggebend für das Spielerlebnis und ist das absolute Hauptaugenmerk dieses Spiels. Die Autos lassen sich super steuern, egal ob mit oder ohne Fahr- und Bremsassistent. Erfahrene Fahrer werden hier voll auf Ihre Kosten kommen, da die Auswahl an Rennklassen nicht zu toppen ist und für spannende Online Events perfekt ist. Fans der Formel-1 können auch in Project Cars 2 ihren Spaß finden, wer aber auf die berühmte Rennserie steht, ist wohl mit F1-2017 am besten bedient.

Abseits des ganzen Lobes gibt es auch einiges an Kritik, was Project Cars 2 verbessern muss. Der Karrieremodus ist ziemlich unspektakulär und könnte mehr Action und auch Interaktion vertragen. Verhandlungen, Rennställe und Siegerehrungen wären angebracht, stattdessen erhalten wir sehr trockenes Material. Um den Markt wirklich anzugreifen fehlt, ist dieser Aspekt einer der wichtigsten, denn die Langzeitmotivation bleibt ein wenig auf der Strecke liegen.

  • Grafik 60%
  • Gameplay 70%
  • Inhalt 90%
  • Einstellungsmöglichkeiten 80%

eSports Redaktuer - PC Liebhaber - Leidenschaftlicher Gamer

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