Pokémon GO – Neue Infos zum VR-Abenteuer

Nicht mehr lange, dann wird selbst das gemütlichste Relaxo unter uns zum fitten Kicklee mit stählernen Beinen und ordentlich Ausdauer. Pokémon GO soll noch in diesem Jahr das Licht auf den Smartphones erblicken und Spieler weltweit zum Entdecken ihrer Umwelt animieren.

Pokémon GO Thumb

Um genaue Details zu Spielinhalten der virtuellen Realität in Pokémon GO blieb es bislang eher ruhig. Das soll sich nach einer Testphase und zahlreichen Informationen über das Gameplay aber ändern. Bevor von einer konkreten Veröffentlichung des Smartphone-Titels hierzulande überhaupt die Rede ist, widmet man sich zeitgleich zur aktiven Entwicklungsphase in fernöstlichen Gefilden vorerst einer ausgiebigen Beta. Die ist allerdings auf Japan beschränkt, ein genauer Termin steht ebenfalls noch aus.

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Wesentlich konkreter werden nun aber schon die ersten handfesten Infos, die ein wenig über das Spielprinzip von Pokémon GO verraten. So wurde seitens Entwickler Niantic, Inc. erneut bestätigt, dass gewisse Pokémon nur an bestimmten Orten aufzufinden sind. Für Vertreter des Elements Wasser müssen wir dann beispielsweise an Seen oder gar das Meer reisen. Zudem soll es sogenannte Pokèstops geben. In der Nähe von interessanten Orten wie Kunstobjekten, Sehenswürdigkeiten oder anderen markanten Stellen unserer Umgebung befinden, lassen sich besondere Items und Pokébälle finden.

Der Einsatz der kugelrunden Fangobjekte soll über den Touchscreen des Smartphones ablaufen. Ferner muss zum Aufspüren der Pokémon nicht ständig auf das Display gestarrt werden. Obwohl die Knuddelmonster auch auf der GPS-basierten Karte zu finden sind, hilft uns das Smartphone, indem es in der Hose vibriert, sobald sich eine Möglichkeit zur Erweiterung des eigenen Teams ergibt. Die Entwicklung von Pikachu und Co. soll, entgegen des obligatorischen Ablaufs, durch das mehrfache Fangen von Pokémon derselben Art ausgelöst werden. Die Inhalte der Pokéstops locken allerdings mit weitaus mehr, als ein paar herkömmlichen Items. Dort werden sich auch Pokémon-Eier finden lassen, die wir mit dem Erreichen einer vorgegebenen Schrittzahl ausbrüten.

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Je weiter wir dabei in Pokémon GO vorankommen und den Trainer-Level erhöhen, desto mächtigere Pokémon sollen sich auch fangen lassen. Eine konkrete Aussage dazu gibt es bislang nicht, aber es scheint, als würden die stärksten Arten unter den Hosentaschenmonstern und sogar spezielle Items, vorerst Spielern mit ausreichend Erfahrung vorbehalten sein, was bereits jetzt interessante Fragen zum Balancing der VR-Hatz aufwirft.

Apropos, denn neben der Jagd auf herrenlose Pokémon, werden wir natürlich auch Kämpfe austragen. Im späteren Spielverlauf soll es dafür möglich sein, einem von drei Teams beizutreten, die sich wiederum anderen Gemeinschaften entgegenstellen. Als Mitglied eines solchen Teams, lässt sich pro Trainer jeweils ein gefangenes Hosentaschenmonster einem leeren Arena-Standort zuweisen. Da ist also echter Teamgeist gefragt, wenn wir mit Freunden oder fremden Spielern eine komplette, auf die eigene Verteidigung ausgerichtete Arena besetzen wollen. Denn ähnlich wie bereits in der virtuellen Schnitzeljagd Ingress, können diese Standorte, die sich meist an auffälligen Stellen in der echten Welt befinden, von anderen Spielern angegriffen und nach erfolgreicher Offensive belagert werden. Uns bekannte Freunde, beeindrucken wir hingegen mit hübschen Medaillen, die sich durch das Abschließen von Herausforderungen freischalten lassen.


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Viele Infos sind das gewiss nicht, aber es schürt zumindest die ohnehin große Vorfreude auf Pokémon GO und seine bevorstehende Veröffentlichung im App Store und auf Google Play. Guter Dinge sind wir auch, denn schon mit Ingress hat Entwickler Niantic, Inc. eindrucksvoll bewiesen, dass sie mobile Ortungstechnologie und erweiterte Realität geschickt miteinander verbinden, um Menschen zum Entdecken ihrer Umwelt zu motivieren und dadurch sogar soziale Interaktionen fördern.

Mein persönliches, riesengroßes Fragezeichen, betrifft allerdings noch das Balancing der Arena-Standorte. Im Fall von Ingress und meinem Wohnort, einer mittelgroßen Studentenstadt, hatte ich zu verspätetem Einstieg in die virtuelle Realität wenig Chancen. Jedes noch so kleine Kunstobjekt wurde bereits von High-Level-Hackern und starken Codierungen besetzt; ganz zu schweigen von Universitätsnahen Punkten auf der GPS-Karte. Der ganze Campus war ein Endboss und selbst in den weniger besuchten Wohngebieten wurde die Angelegenheit nicht besser, weshalb ich die Motivation auch schnell wieder verlor. Bleibt also abzuwarten, ob sich die weitaus niedlichere Präsentation in Pokémon GO auch im Gameplay und einer höheren Benutzer-, bzw. Einsteigerfreundlichkeit niederschlägt. Ich jedenfalls, male mir schon die wildesten Fantasien aus!

Games-Magger Dennis findet gerne mal die Nadel im Heuhaufen und legt sie dann auf die Goldwaage. Wahre Liebe darf auch kritisieren. Heimisch auf Xbox One und Nintendo 3DS.