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Overcooked bei uns im Test

Ghost Town Games und Team 17 schicken uns mit Overcooked in die chaotischste Küche die wir jemals erlebt haben. Der Titel bietet eine Kampagne, sowie Solo- und Koop-Modi aber nicht alle davon bringen richtig viel Spaß. Unser Test der PC-Version klärt euch auf.

Overcooked kostet rund 16€ und ist als Download für den PC, XBox One und die PS4 erhältlich.

Rette die Zwiebel

Unsere Aufgabe in Overcooked lautet das Zwiebelreich vor dem uralten Bösen zu retten. In der Anfangssequenz, die wir vollkommen automatisch verlieren dürfen, sehen wir die zerstörte Spielwelt und ein fettes Monster dessen Hunger wir nicht befriedigen können. Deshalb schickt uns der Zwiebelkönig in die Vergangenheit. Während dieser Zeitreise bekochen wir etliche verschiedene Küchen und verbessern dadurch unsere Koch-Fähigkeiten um diese dann im endgültigen Bosskampf auszupacken.

overcooked (2)

 

Im oberen Screenshot seht ihr die unterschiedlichen Steuerungsvarianten von Overcooked. Am PC könnt ihr die Tastatur und diverse Controller verwenden, in unserem Fall den XBox One-Hebel. Insgesamt können sich vier Spieler gleichzeitig vor einem Bildschirm versammeln und den Koop-Modus genießen. Habt ihr nicht genügend Eingabegeräte zur Hand können sogar zwei Spieler mit einem einzigen Controller zocken, das artet aber meist in fürchterliches Chaos aus und führt zu wüssten Beschimpfungen.

Solo wird es schwer

Falls ihr keine Mitspieler zu Hand habt könnt ihr euch lediglich mit der Kampagne beschäftigen. Der Versus-Spielmodus fällt für euch dann flach da Overcooked keinen Online-Multiplayer besitzt. Die Kampagne selbst wartet mit 28 Level und einem Bosskampf auf euch. Solisten haben es aber ungemein schwer in diesem Spiel voran zu kommen. Zu hektisch und chaotisch läuft der Spielablauf, zudem wird euch das Zeit-Limit arg zusetzen. Je nachdem wie gut oder schlecht ihr euch geschlagen habt fällt dann eure Bewertung aus. Maximal drei Sterne könnt ihr in einem Level erspielen, Solo zumindest in den späteren Level geradezu „unschaffbar“.

Auf der Weltkarte wählt ihr das nächste Level.
Auf der Weltkarte wählt ihr das nächste Level.

Der Koop-Modus rockt

Ihr seid also gut beraten immer mindestens einen Mitspieler an eurer Seite zu haben. Am meisten Spaß macht Overcooked mit vier Spielern. Die Kampagne lässt sich ebenfalls im Koop komplett durchspielen. Zudem habt ihr dann Zugriff auf neun spezielle Versus-Level, in denen ihr euch messen könnt.

Auf eurer Reise werdet ihr etliche Küchen besuchen in denen ihr kochen werdet. Die ersten sind noch recht normal gestaltet und stellen keine große Herausforderung dar, betrachtet diese als Tutorial. Die einzelnen Level werden mit der Zeit aber immer anspruchsvoller. Beispielweise müsst ihr zwischen diversen fahrenden LKW-Küchen hin und herspringen oder ihr kocht am eisigen Südpol, inklusive Glatteis, für Pinguine. Dazu gesellen sich Förderbänder oder Ratten, welche euer gekochtes Essen stibitzen.

In diesem Level kochen wir auf drei unterschiedlichen Küchen die sich auf fahrenden LKWs befinden.
In diesem Level kochen wir auf drei unterschiedlichen Küchen die sich auf fahrenden LKWs befinden.

Das Gameplay

Wir steuern also unseren Koch durch die jeweilige Küche und müssen die Bestellungen der Kunden abfertigen. Insgesamt könnt ihr 14 verschiedene Köche durch das absolvieren der Kampagne freischalten. Die Bestellungen werden immer in der linken oberen Bildschirmecke eingeblendet. Von Hamburgers, über Suppen bis hin zu Burritos sowie Fish and Chips gilt es zu brutzeln.

Um Beispielsweise einen Burger fertig zu stellen gilt es einen Teller sowie das Brötchen zu richten. Salat und Tomaten zu schneiden, das Fleisch platt zu klopfen und in der Pfanne zu vollenden. Das Ganze wird dann in das Brötchen gestopft, zum Tresen getragen und dafür bekommt ihr dann Geld. Die dreckigen Teller wollen ebenfalls gewaschen werden. Es entwickelt sich ein unglaublich chaotisches Treiben. Am besten gelingen die Aufgaben wenn ihr jedem Spieler eine fixe Rolle zuteilt. In der rechten unteren Bildschirmecke seht ihr dann das erbarmungslos, Richtung null tickende Zeit-Limit.

overcooked (6)

 

Genau in solchen Momenten rockt Overcooked die Hütte. Ähnlich wie in Team 17 Worms werden hier auch Freundschaften an den Rand des Abgrunds geführt. Folgendes, unglaublich liebevolle, Gespräch im O-Ton wollen wir euch nicht vorenthalten:

A: „Wo ist mein Salat für den Burger?“
B: „Na liegt doch eh da!“
A: „Der ist nicht geschnitten, beweg deinen Arsch du faule Sau!“

Dazwischen schaltet der Timer auf volle Lautstärke, da er kurz vor dem Ende steht.

B: „Du kleiner Huso, ich wasch hier die scheiß Teller ab!“
A: „Wir brauchen keine Teller, die Zeit läuft aus und du verdammter Noob gehst Teller waschen?“
B: „Weißte was f*** d*** du abgefu***** Ars******!“
A & B: „PPPPPPPPPIIIIIIIIIIIIIEEEEEEEEEEEEEEEEEPPPPPPPPPPPPP“

overcooked (5)

Fazit:

Overcooked kann verdammt viel Spaß machen wenn man denn die dringend benötigten Mitspieler neben sich auf der Couch sitzen hat. Für Solisten eignet sich die Küchengaudi allerdings nur bedingt. Für die WG-Party oder die kleinen Geschwister eignet sich der Titel perfekt. A & B verstehen sich mittlerweile auch wieder prächtig, ach du meine Güte, was macht der da? LAUFT der startet Overcooked das gibt wieder Ärger…

Unsere Wertung
70%
mEssE
Rock You

mEssE

Mitglied der Chefredaktion, Ansprechpartner Leseranfragen
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1 Kommentar
  1. Anonymous sagt

    Weiss nicht, welche schlecht erzogenen Minderjährigen das getestet haben, aber wir haben uns wären der Spielephasen nicht derart vulgär beschimpft. Und man hat auch allein durchaus eine Chance im Spiel, denn die Anforderungen, um einen Stern zu erringen, erhöhen sich prozentual zur Spielerzahl.

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