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Nioh DLC Ende des Blutvergießens bei uns im Test

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Alle guten Dinge sind drei – so sagt man. Das dachten sich auch die Entwickler von Team Ninja und schicken mit „Ende des Blutvergießens“ den finalen DLC zu Nioh ins Rennen. Kann uns nach den ersten beiden Erweiterungen „Drache des Nordens“ und „Unbeugsame Ehre “ noch überhaupt irgendwas schocken? Ob auch dieser Zusatzcontent einen Kauf wert ist, erfahrt ihr hier.

Runde Drei

Nach der dritten Erweiterung weiß man mittlerweile, was man von Nioh erwarten kann. Neben ein paar neuen Hauptmissionen, in der euch neue Gegner und Bosse wieder zum Verzweifeln bringen werden, gibt es wie üblich einen neuen Schwierigkeitsgrad für die Hardcore-Spieler sowie neue Schutzgeister und neues Equipment. Die Story schließt an das zweite DLC an, was ihr also bestenfalls vorher gespielt haben solltet. Ohnehin wird einiges an Erfahrung vorausgesetzt, die Levelempfehlung für „Ende des Blutvergießens“ ist nämlich bei 217 angesetzt, und das ist auch wirklich nicht übertrieben. Die Erweiterung ist von der Qualität her auf dem gewohnt hohen Niveau, welches Nioh mit der Hauptstory etabliert hat. Ohne zu viele Details von der Story verraten zu wollen, werden die Nioh-Veteranen auch mit diesem DLC wieder gut bedient.

Endloser Kampf im Abgrund

Schon beim zweiten DLC wurde ein wenig die Monotonie kritisiert. Jetzt wird uns zum Abschluss nochmal ein neuer Spielmodus serviert, was an für sich schonmal eine gelungene Abwechslung ist. Doch dieser Modus hat es wirklich in sich. Im sogenannten Abgrund-Modus kämpft ihr euch durch unzählige Ebenen weiter nach unten. Das besondere dabei: Es steht euch frei, wie ihr jede Etage bezwingt. Auf jeder Etage wartet nämlich – wer hätte es gedacht – ein Boss, den ihr besiegen müsst, um die nächste Ebene zu erreichen. Dieser Boss besitzt jedoch vier negative Kräfte, die euch beim Kampf einschränken werden. Um diese Kräfte nichtig zu machen, könnt ihr, bevor ihr dem Endgegner der Etage gegenübertritt, vier separate Ebenen abschließen. Beim erfolgreichen Durchschreiten jeder Ebene verfällt ein negativer Effekt beim Bosskampf. Dies ist ein interessantes und gut durchdachtes Feature, welches euch quasi die Schwierigkeit des Bosses selber wählen lässt.

Als Belohnung für das Durchschreiten des Abgrunds winkt sehr gutes Equipment. Die Ausrüstung, die Ihr im Abgrund findet, ist jedoch besudelt. Das heißt, ihre Werte und Effekte sind zunächst nicht einsehbar. Um sie sichtbar zu machen, müsst ihr den Boss der Etage bezwingen und den Abgrund verlassen. Somit steht ihr bei jeder neuen Etage vor der Entscheidung: Verlasse ich den Abgrund jetzt, und sichere meine wertvollen besudelten Gegenstände, oder gehe ich tiefer in den Abgrund, um noch mächtigere Gegenstände zu erlangen? Je tiefer ihr euch in den Abgrund hineinwagt, desto stärkere Ausrüstung werdet ihr finden. Als Highlight obendrauf ist dieser Modus sogar mit drei Spielern gleichzeitig spielbar, sodass ihr euch gemeinsam in den scheinbar endlosen Kampf gegen den Abgrund stürzen könnt.

Dansho

Dansho

Fifa-Profi, Dark Souls-Champion, Pokemonmeister
Dansho
88%

Mit "Ende des Blutvergießens" geht Nioh in die finale Runde. Präsentation und Schwierigkeit sind auf gewohnt hohem Niveau, und die Nioh-Veteranen werden sich das Ende sowieso nicht entgehen lassen. Der Abgrund-Modus ist endlich mal eine gelungene Abwechslung und bringt eine gute Würze ins Gameplay, welches auch die Motivation nach Beendigung der Hauptstory aufrecht erhält. Klare Empfehlung für diesen gelungenen Abschluss!

  • Grafik 89%
  • Sound 90%
  • Umfang 84%
  • Story / Atmosphäre 87%
  • Steuerung 88%

Fifa-Profi, Dark Souls-Champion, Pokemonmeister

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