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Nintendo Land im Test

Mit Nintendo Land gibt es also nun bei uns auf Games-Mag.de das erste Review zur neuen Nintendo Konsole. Und das wird bestimmt nicht das Letzte sein. Mit Nano Assault Neo und Sonic All-Stars Racing stehen schon zwei weitere in den Startlöchern. Doch schauen wir uns zunächst mal den Titel an, der beim Kauf einer Konsole (Premium-Pack) mit dabei ist. Willkommen im Nintendo Freizeitpark.

Beim ersten Starten von Nintendo Land mussten wir erstmal ein Update herunterladen. Das ging allerdings recht fix und nach wenigen Minuten konnten wir loslegen. Nintendo präsentiert uns mit dieser Minispiel-Sammlung einen eigenen virtuellen Freizeitpark. Dieser ist ausgestattet mit 12 Attraktionen, die allesamt was mit den Helden der Nintendo Geschichte zu tun haben. Ob Donkey Kong, Mario oder Zipfelmützenträger Link aus der Zelda-Reihe. Doch bevor wir das ganze auch ausprobieren dürfen, erklärt uns eine gelangweilte Monita worum es überhaupt geht. Ein bisschen mehr Elan und Begeisterung hätte ruhig sein dürfen, so hört sich die Stimme an wie bei einem Fahrkartenautomat bei der Deutschen Bahn.

Immerhin dürft ihr die Erklärungen mit einem simplen Tastendruck schnell überspringen. Am Anfang ist es ja noch ganz interessant, aber hinterher fängt es einfach nur an zu nerven. Da das Spiel eine Mii-Unterstützung hat, suchen wir uns natürlich auch unseren passenden dafür aus. In allen Minispielen sammelt ihr auch Münzen ein, für die ihr später mehr oder weniger sinnvolle Geschenke bekommt. Eine Trophäen-Unterstützung wie auf der PS3 oder Xbox 360 gibt es auf der Wii U ja leider nicht.

Nintendo Land will besonders mit dem Wechsel zwischen Gamepad und TV-Bildschirm überzeugen. Einige Spiele haben das auch richtig gut hingekriegt. Manche wiederum sind eher was für den Mülleimer. Aber damals bei Wii Sports waren auch nicht alle Sportarten ein Highlight. Doch kommen wir erstmal zu den 12 verschiedenen Minispielen, die da auf euch warten. In The Legend of Zelda Battle Quest geht es mit Schwert und Bogen ins Abenteuer. Euer Mii schlüpft dabei auch stilecht in ein Zelda-Kostüm und winkt fröhlich ins Bild. Mit der Bewegungssteuerung des Gamepad zielt ihr auf eure Gegner und müsst sie mit Pfeil und Bogen erledigen. Habt ihr eine Wii-Remote angeschlossen seit ihr mit einem Schwert unterwegs. Bis zu 4 Spieler können hier mitspielen.

Im Pikmin Abenteuer geht es nur über Teamwork ins Ziel. Ihr müsst Blöcke zerstören, Gegner zerstören und zum Raumschiff gelangen. Klingt nicht wirklich spannend, kann aber für Pikmin Fans durchaus eine Herausforderung sein. Ausgerüstet mit einem Touchpen macht ihr auch direkt mal einen Belastungstest für das Wii U Gamepad Display. Das sieht bei Metroid-Blast schon ganz anders aus. In unserem Test entwickelte sich das Minispiel zum süchtig machenden Abenteuer. Auch wenn wir nur viele kleine Gegner plattmachen müssen, funktioniert die Gamepad Steuerung hier ganz ausgezeichnet und geht super von der Hand. Besonders Fans von Metroid Prime werden hier auf ihre Kosten kommen.

Auch Yoshi gibt sich die Ehre und ist mit seinem Früchtewagen dabei. Hier spielt das Gamepad und der TV Bildschirm wieder eine besondere Rolle. Ihr müsst die auf dem TV angezeigten Früchte einsammeln, indem ihr auf dem Gamepad mit dem Touchpen eine Linie zeichnet. Das hört sich einfach an, ist es aber nicht wirklich. Und ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie knapp wir manchmal an so einer Melone vorbeigeschrammt sind. Spaß macht es aber trotzdem und es zählt zu den interessantesten Spiele in der gesamten Sammlung. Was man dann von Octopus Dance nicht behaupten kann. Hier müsst ihr die Bewegungen eines Tanzlehrers nachmachen. Das wird nach einer Weile einfach nur langweilig und kann nicht überzeugen. Donkey Kongs Crash Course ist dann wieder ein Lichtblick. Hier spielt die Bewegungssteuerung des Gamepad wieder eine große Rolle und ihr müsst durch richtiges Neigen und Senken die richtige Spur finden. Wer früher schon gerne Wurfsterne in Bäume gedonnert hat, sollte sich Ninja Castle genauer ansehen. Hier dürft ihr die virtuellen Wurfsterne per Gamepad in den Fernseher schleudern. Gut das dabei nichts kaputt gehen kann. Das macht besonders mit mehreren Personen großen Spaß und zeigt welche Möglichkeiten in der Steuerung stecken.

Aber in Nintendo Land wird besonders das Zusammenspiel sehr groß geschrieben. Einige Spiele erfordern also zwingend eine zweite Person als Mitspieler, die dann mit der Wii-Remote ausgestattet wird. Das wären die Spiele Jagd auf Mario, Luigis Geistervilla und Animal Crossing: Ein süßer Tag. Allesamt ganz spaßige Spiele, die für Freude im Wohnzimmer sorgen. Leider gibt es nur ingesamt zwei Minispiele, wo der Gamepad vertikal gehalten werden muss. Dazu gehört auch noch Captain Falcons Twister Race, welches kurzfristig sogar Laune machen kann. Der Ballonausflug bei steifer Brise ist dann eher wieder ein Minispiel mit Gähnfaktor und wirkt einschläfernd anstatt spannend.  Auf dem Nintendo Plaza, der ein wenig später erscheint gibt es dann noch verschiedene Sachen zu entdecken. Neben dem Zentralturm gibt es noch die Attraktions-Tore, einen Rundfahrt Zug und Mii-Charaktere. Habt ihr eine Verbindung zum Internet erstellt, tummeln sich jede Menge Miis aus aller Welt im virtuellen Freizeitpark herum.

Fazit:

Nintendo Land ist eine gute Minispiel-Sammlung, die viele Möglichkeiten der Wii U Konsole ausnutzt und auch gut vorstellt. Auch wenn manche Spieler eher lahme Eintagsfliegen sind, sind schon manche echte Perlen dabei. Dazu zählen wir besonders Metroid Blast oder Donkey Kong Crash Course. Für den Start einer neuen Konsole ist das ganz nett geworden, auch wenn einige vielleicht den richtigen Wow-Effekt vermissen werden. Zumindest in Ansätzen kann Nintendo Land für staunende Gesichter sorgen, es wird euch aber definitiv nicht vom Hocker hauen. Besonders alleine ist der Wiederspielwert nicht wirklich hoch. Im Multiplayer macht es deutlich mehr Spaß.

Wertung:

Befriedigend

Chefredakteur, Inhaber MB Verlag, erster Ansprechpartner und Gründer von Games-Mag