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NBA Live 18 bei uns im Test

Kann EA nach einjähriger Pause überzeugen?

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Was Fifa für Fußballfans ist, das ist NBA Live für Basketball-Begeisterte. Kann NBA Live 18 von EA nach einer einjährigen Pause überzeugen?

Electronic Arts hat hier mal nicht die Sieger-Stellung (Vergleich Fifa zu PES), sie müssen erst einmal zeigen, ob sie mit Konkurrenten und Platzhirsch NBA2K mithalten können. Ob das funktioniert hat? Wir sagen es euch!

Grafikpracht dank dem Kalten Biss

Wie auch schon bei Fifa sorgt die Frostbite Engine auch bei NBA-Live für eine wirklich herausragende Grafik. Ich habe mich lange dagegen gestreubt das folgende Beispiel zu nehmen, aber im Nachhinein konnte ich es mir nicht verkneifen. Coverstar James Harden ist das erste, was ihr in diesem Spiel sehen werdet. Neben der verdammt guten Vertonung kann auch der Look komplett überzeugen, wer seinen Spaß darin findet, der kann theoretisch jedes einzelne Barthaar zählen. Allerdings legt das Spiel dann auf dem Feld bzw. wenn man sich das Publikum ansieht keine komplette Glanzleistung mehr hin.. schade.

Story wie in FIFA

Der Storymodus „The One“ ist ähnlich wie das „The Journey“ Pendant in EA’s virtuellen Kicker. Ihr spielt euch vom unbekannten, aber ambitionierten Hobby Sportler von der Straße über kleine Hallen, bis hin zur großen NBA-Karriere. Schließlich soll aus dem No-Name Talent eines Tages The One werden. Damit ihr euch auch gebührend mit eurem Charakter identifizieren könnt, könnt ihr ihn nach belieben recht stark personalisieren. Vielleicht werdet ihr ja zum nächsten Dirk Nowitzki. Keine Sorge Casual-Matches sowie lokaler und Online-Multiplayer dürfen auf gar keinen Fall fehlen – und tun es auch nicht.

Realistisch oder nur Fassade?

Allein wegen dem Klang, der Grafik und ja auch wegen der Atmosphäre kann man hier durchaus von Realismus sprechen. Auch die Stadien sind wir man sie aus dem TV kennt. Allerdings will ein richtiges, perfektes Spielgefühl einfach nicht aufkommen. Ich erkläre mir das so, dass einmal die Steuerung mit Dualshock hin und wieder etwas zu ungenau ist. Doch das Hauptproblem ist eigentlich die KI der Gegner,  denn diese bewegen sich eher wie Kicker-Männchen als richtige Spieler. Natürlich soll das Spiel für jeden zugänglich sein, weswegen es nicht zu hart sein sollte, aber permanent gegen einen Gegner zu rennen bis man vorbei kommt ist dann doch etwas zu einfach. Aber komplett über die KI lästern sollten wir dann doch nicht, da sie, zumindest in der Verteidigung einen recht guten Job macht, ich meine immerhin bekommen wir nicht die ganze Zeit Körbe.

Nach Fußball nun auch Frauen mit Ball in der Hand

Ja es tut uns Leid aber erneut müssen wir einen Vergleich mit FIFA ziehen (was ja auch nichts schlechtes ist). Nach FIFA zieht nun nämlich auch die NBA nach und stellt die besten Frauenteams zur Verfügung. Somit ist nun auch die Lienz der WNBA mit an Bord. Es ändert nicht besonders viel am Spielerlebnis, aber vergrößert den generellen Umfang. Was den Umfang allerdings nicht sprengt sind die Audio-Kommentare, denn diese sind trotz Qualität wirklich repetitiv.. Kurz gesagt: Nächstes Jahr  bitte etwas mehr Abwechslung.

Wo EA mal wieder eine Glanzleistung hingelegt hat ist die Performance. Ich hatte auf meiner PS4 keine Ruckler, das Spiel lief flüssig in Full HD. Auch Online sollte das Spiel in der Regel keine Probleme machen, da die Server (wie wir es von FIFA kennen) in der Regel einwandfrei laufen.

87%

Fazit

NBA Live ist ein gutes, aber relativ "arcadiges" Basketball-Spiel. Definitiv werden Fans (vor allem mit The One) Spaß haben. Aber einen kompletten Dreier kann das Spiel hier nicht hinlegen. Dennoch: eine Kaufempfehlung unserer Seits. Wer allerdings etwas realistischer daher kommen will, der sollte vielleicht doch erst einmal einen Blick auf 2Ks Game werfen.

  • Grafik 90%
  • Sound 98%
  • Umfang 88%
  • Story 91%
  • Steuerung 70%
1 Kommentar
  1. Anonymous sagt

    Ist nicht die Frostbite, sondern die Ignite Engine.

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