Das Spielemagazin für PS4, XBoxOne, 3DS, WIIU und Brettspiele

Mittelerde : Shadow of War bei uns im Test

401

Wir reisen wieder gemeinsam nach Mittelerde und bekämpfen Orks, Häuptlinge und weitere seltsame Kreaturen. Nach dem riesigen Erfolg des ersten Teils von Mittelerde: Mordors Schatten musste einfach ein Nachfolger kommen. Doch dieser ließ lange auf sich warten. Nun ist es endlich soweit und Monolith beglückt uns mit einem weiteren Abenteuer. Wir haben die Xbox One Version für euch getestet.

Wer den ersten Teil von Mittelerde: Mordors Schatten durchgespielt hat, der wird sich sofort zurechtfinden. Talion und sein durchsichtiger Begleiter Celebrimbor stehen erneut im Mittelpunkt und lassen die Geschichte weitererzählen. Es fühlt sich auch nach so langer Zeit so an als würdet ihr das letzte Spiel einfach weiterspielen. Gewohnte Umgebungen, hässliche Orks und spannende Aufgaben. Neulinge werden sich erst ins Geschehen einarbeiten müssen, bekommen aber trotzdem durch einen Rückblick genau mit worum es in diesem Spiel geht.

Und auch diesmal geht es wieder gegen den Widersacher Sauron, der Mittelerde vernichten will und seine Armee der Finsternis befehligt. Da wir den ersten Teil quasi aufgesogen haben freuen wir uns diebisch wieder gegen diesen Typen anzutreten. Und auch diesmal schickt er uns Gestalten aus der Hölle zum Kampf. Es erwarten uns unzählige Orks, Spinnen und andere ekelige Kreaturen. Sie allen spüren aber nur eins: Unser Schwert. Auch diesmal dürfen wir Hinrichtungen veranstalten, Combos nutzen und die Gegner verwirren.

Doch Monolith hat dem Spiel einige kleine geschickte Änderungen verpasst. Die Hauptmänner haben ein wenig dazu gelernt und bieten Stärken und Schwachstellen. Das war auch schon im ersten Teil so, aber diesmal ist es ein wenig ausführlicher geworden und ihr müsst die richtige Strategie wählen. Durch Verhören der Orks findet ihr wieder die Informationen über die Anführer heraus und macht euch auf die Suche nach ihnen. Was ebenfalls neu ist: Das Nemesis System. Die Gegner und auch eure Verbündeten merken sich eure Taten. Wenn ihr also einen Kumpel mal aus Zeitgründen verbluten lässt, ist er beim nächsten Mal ziemlich angesäuert und wird euch das spüren lassen. Andersrum steht er euch bei Hilfe aber noch besser zur Seite und bedankt sich so auf seine Art und Weise.

Mittelerde: Shadow of War lässt die Geschichte langsam erzählen und bringt euch zunächst mal mit kleineren Aufgaben in die Mittelerde Welt ein. So richtig beginnt das Spiel erst nach knapp zwei Stunden Spielzeit wenn Akt 2 beginnt. Was ebenfalls sehr wichtig ist: Rennt mit Talion nicht mit dem Kopf durch die Wand. Auch wenn es so scheint das ihr alle Orks mit einem Schlag erledigen könnt, solltet ihr noch ein wenig warten und euch in der Gegend umschauen und kleinere Aufträge annehmen. Auch eure Armee sollte später groß genug sein, damit der Kampf nicht schon nach wenigen Minuten endet. Die Orks haben übrigens in diesem Teil ein wenig viel Quasselwasser getrunken und erzählen ziemlich oft wie toll und stark sie doch sind. Das ist am Anfang ganz cool, geht euch nach einer Zeit aber gehörig auf die Nerven. Vor lauter Frust könnt ihr ihn aber mit einem gezielten Kampf einfach die Rübe abhacken.

Mittelerde: Shadow of War sieht verdammt gut aus und hat auch eine 4K Funktion für die kommende Xbox One X. Da auch wir bald im Besitz dieser Konsole sind, werden wir diesen Test auch später noch mal ergänzen und euch sagen welche grafischen Unterschiede zur Xbox One S Version gibt. Aber auch so dürft ihr euch über filmreife Zwischensequenzen, packende Kämpfe und tolle Umgebungen rund um Mittelerde freuen. Auch die Synchronsprecher aus dem ersten Teil sind wieder mit dabei und verleihen dem Ganzen wieder ein Schuss Extra-Atmosphäre.

Doch es ist auch bei Mittelerde: Shadow of War nicht alles Gold was glänzt. Wobei Gold schon ein gutes Stichwort ist. Denn die Entwickler haben dem Spiel Mikrotransaktionen mitgegeben. So könnt ihr euch auf dem Martkplatz Kisten mit Waffen oder anderen Extras kaufen. Das ist an sich nicht ganz so schlimm da ihr ja nicht gezwungen werdet diese Kisten zu kaufen. Doch hier kommt das große Aber: Ihr könnt das Ende des Spiels auch so erreichen, allerdings müsst ihr dafür eine Menge Geduld aufbringen und möglichst selbst eine starke Armee gründen. Das geht aber einfacher wenn ihr euch für ein paar Euro ein paar Kisten mit legendären und starken Orks holt. Hier sei gesagt und das ist wichtig: Ihr MÜSST euch diesen Boxen nicht kaufen , es geht mit diesen Boxen nur deutlich schneller und einfacher. Trotzdem sind wir der Meinung das man sich mit dieser Art von Verbesserung keinen Gefallen getan hat. Das Spiel kostet schon genug Geld und sollte vollständig sein. Es macht ja keinen Sinn ein Spiel zu kaufen und dann weiter zu bezahlen bis man das Ende erreicht hat und alle Erfolge erspielt hat. Dann kommt ihr am Ende auf eine Summe von über 100 Euro, wer will sowas?

Wir kämpfen uns weiter durch Mittelerde und werden keine Loot-Boxen kaufen und mit Echtgeld bezahlen. Die Währung lässt sich übrigens auch im Spiel sammeln, dafür solltet ihr aber eine Menge Geduld und Kampfeskraft vorzeigen können. Und irgendwann sagt euch der Kopf: Ich könnte doch jetzt einfach eine Kiste kaufen und gut ist. Nein, Nein und nochmals Nein…entweder schaffen wir Sauron so oder gar nicht.

Der Test basiert auf unserer Xbox One-Testversion von Mittelerde: Shadow of War die uns freundlicherweise vom Publisher Warner Bros. zur Verfügung gestellt wurde. Screenshots stammen diesmal vom offiziellen Presse-Server des Herstellers.

Markus

Markus

Chefredakteur bei Markus Biering Verlag
Chefredakteur, Inhaber MB Verlag, erster Ansprechpartner und Gründer von Games-Mag
Markus
88%

Mittelerde: Shadow of War ist der würdige Nachfolger des ersten Teils und erzählt die Geschichten rund um Mittelerde, Talion und Co weiter. Auch wenn es lange gedauert hat fühlt ihr euch sofort zurück in der Geschichte und erledigt die Orks und weitere seltsame Kreaturen. Dank der tollen Grafik und der Synchronsprecher erwartet euch ein filmreifes Abenteuer welches sich absolut lohnt. Nur diese Mikrotransaktionen hätte man getrost weglassen können. Allerdings MÜSST ihr sie auch nicht nutzen.

  • Grafik 85%
  • Sound 88%
  • Umfang 90%
  • Story / Atmosphäre 90%
  • Steuerung 85%

Chefredakteur, Inhaber MB Verlag, erster Ansprechpartner und Gründer von Games-Mag

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.