Meltdown & Spectre – Was ist nun zu tun?

Das Aufdecken der Sicherheitslücken Meltdown und Spectre in Intel-, AMD- und ARM-Chips zeigt ein großes Sicherheitsrisiko für beinahe alle Computer wie etwa Laptops oder Smartphones. Aber auch Cloud-Dienste sind betroffen. Frederik Mennes, Senior Manager Market & Security Strategy bei VASCO, beantwortet drei Fragen zu den Sicherheitslücken:

Wie groß sind die Auswirkungen der Sicherheitslücken?

„Die Auswirkungen dieser Sicherheitslücken können enorm sein. Mit der Malware erhalten Angreifer Zugriff auf sicherheitskritische Daten wie Passwörter, Verschlüsselungscodes, Bank-Informationen oder Kreditkartennummern und andere wichtige Dokumente.“

Wie wahrscheinlich sind Angriffe?

„Für Endnutzer gilt folgendes: Sie können nur Opfer einer Ausspäh-Attacke werden, wenn sich die Malware auf dem entsprechenden Gerät befindet. Das Abgreifen von Daten ist aber nicht ganz unkompliziert, deshalb ist ein Angriff auf eine große Zahl von Usern eher unwahrscheinlich.

Bei Unternehmen sieht das anders aus. Einzelne Unternehmen, die eine Vielzahl an sensiblen Daten speichern, sind beliebte Ziele und könnten durchaus angegriffen werden.“

Was kann man tun, um sich zu schützen?

„User sollten möglichst schnell Software-Updates durchführen, idealerweise auf Kernel-Level. Einige Anbieter haben bereits Updates zur Verfügung gestellt, wie zum Beispiel Intel oder Microsoft. Diese Updates können die Rechenleistung verlangsamen, aber bei einem handelsüblichen Computer wird man die Veränderung wahrscheinlich nicht bemerken.

Und wie immer gilt: User sollten vorsichtig sein, wenn sie Software von unbekannten Quellen installieren wollen.“

Quelle: VASCO Pressemitteilung

Chefredakteur, Inhaber MB Verlag, erster Ansprechpartner und Gründer von Games-Mag