Masters of Anima bei uns im Test

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Passtech Games und Focus Home Interactive schicken uns mit Masters of Anima in ein magisches Abenteuer. Der Titel erinnert spielerisch an Overlord oder Pikmin. Sprich wir erhalten eine Mischung aus Strategie und einem dezenten RPG-Touch. Die Vorbilder sind gut ausgewählt aber kann der Titel auch mithalten? Das möchten wir mit unserem Test klären.

Otto uns seine Ana

In unserem Abenteuer steuern wir Otto durch die Spielwelt. Ständig an unserer Seite befindet sich unsere zukünftige Frau Ana. Eigentlich sollten wir nur die Prüfung zum Former ablegen damit wir das Weib heiraten können. Sie ist nämlich die höchste, beste und mächtigste Zauberin im Land. Diese kann sich natürlich nicht mit einem Normalsterblichen Wurm vermählen.

Also machen wir uns auf dem Weg zu Jaku, dieser alte Magier wird uns nämlich die Prüfung abnehmen. Die ganze Geschichte darf als Tutorial betrachtet werden. Als wir die Prüfung abschließen eskaliert aber die Lage der Nation. Der böse Zauberer Zahr ist zurückgekehrt und trachtet erneut nach der Weltherrschaft. Zu allem Übel zerteilt er unsere Ana in drei Teile. Genau diese sollen wir mit Otto wiederbeschaffen, anschließend können wir dann dem Zahr den Hintern versohlen.

Wir formen uns Golems

Da Otto die Prüfung zum Former geschafft hat können wir dieses Feature nun auch nutzen und das ist bitter notwendig. Allein haben wir gegen die beschworenen Steinwesen [im Spiel Urgewalt genannt] keine Chance. Insgesamt stehen uns fünf verschiedene Golems zur Verfügung die alle andere Vor- und Nachteile bieten.

Die Protektoren befinden sich permanent im Nahkampf, sie teilen Schaden aus und können Angriffe blocken. Der Jäger befindet sich permanent im Fernkampf und teilt zudem sehr viel Schaden aus, dafür gehen sie aber auch unglaublich schnell zu Boden. Die Hüter [Fernkampf] hingegen versorgen uns mit Anima dass sie den Gegnern aussaugen. Anima ist quasi das Mana, ohne dieses könnten wir keinen einzigen Zauber aussprechen. Der Kommandant dient als verlängerter Arm von Otto. Er leitet unseren Schlachtruf, dieser aktiviert die Fähigkeiten der Untertanen, an die Golems weiter. Sie befinden sich ebenfalls im Nahkampf und sind sehr widerstandsfähig. Abgeschlossen wird das Quintett von den Beschwörern. Diese hinterlistigen Gesellen beschwören selbst kleine Golems und schicken diese dann in den Nahkampf, sie selbst bleiben lieber fernab der Action.

Trotz herber Verluste haben wir diesen Gegner gut im Griff. Er ist so gut wie K.O.

Ein bisschen RPG und Rätsel

Wenn wir uns gerade nicht in den kniffligen Kämpfen befinden beschäftigen wir uns mit dem Skillsystem von Masters of Anima. Mit dem Skillsystem können wir unseren Helden sowie die Golems verbessern. Je mehr Punkte wir in eine bestimmte Kategorie pumpen desto stärkere Fähigkeiten und Boni schalten wir frei. Beispielsweise erhöhen wir den Schaden den Otto austeilt oder wir vergrößern seine Lebensleiste. Stärken wir hingegen die Golems erhalten sie oft neue Fähigkeiten, zum Beispiel können unsere Hüter dann den Helden heilen.

Für weitere Abwechslung sorgen die diversen Rätsel auf die wir in der Spielwelt treffen. Wir müssen Gegenstände verschieben, zerstören oder einen besonders fetten Golem beschwören um uns einen Weg durch sonst abgesperrte Gebiete zu öffnen. Immer wieder werden auch die besonderen Fähigkeiten der einzelnen Golems benötigt. Unter anderem können wir mit dem Kommandanten einen Schutzwall hochziehen um unsere restlichen Truppen gesund weiter voran zu bringen. Dies sorgt für eine angenehme Abwechslung und wichtige Ruhephasen.


Masters of Anima findet ihr auf dem PC via Steam sowie auf der XBox One, PS4 und Nintendo Switch

80%

Ich weiß nicht ob ich mittlerweile zu alt für Strategiespiele bin aber ich fand den Schwierigkeitsgrad ab Erfahrungsstufe 8 unglaublich knackig und herausfordernd, vielleicht kann mein altes Gehirn nur noch Shooter spielen? Masters of Anima punktet durch seinen naiv, witzigen Humor und durch die verschiedenen Golems. Wer Spiele wie Overlord mag kann sich den Strategie-RPG-Mix durchaus ansehen.

  • Grafik 80%
  • Sound 80%
  • Atmosphäre 82%
  • Steuerung 79%
  • Umfang 80%