Magic: Pre-Release Event von Battle for Zendikar

zendikar

Mein erstes Turnier in der Welt von Magic

Da war ich nun also. Am 26.09.2015 um 10 Uhr stand ich in der Schlange am Eingang zur Mensa der Volkshochschule Ludwigsburg. Zusammen mit 126 Anderen wartete ich darauf meine Teilnahme am Pre-Release Event für die neue Magic: The Gathering Edition Battle for Zendikar amtlich zu machen. Was mich von der Masse der anderen Teilnehmer abheben dürfte ist die Tatsache, das ich wohl als einziger noch keine „DCI-Nummer“ hatte, jene Nummer, die es mir ermöglicht, mich in der Welt von Magic mit anderen Spielern zu vergleichen. Dazu aber später mehr. Bereits in der Schlange vor und hinter mir wird auf recht hohem Niveau gefachsimpelt. Da fallen so Sätze wie: „Auf 20 Displays kommt nur ein neues Fetchland.“, „Meine Full Arts verkaufe ich gleich morgen“ oder „Battle for Zendikar hat endlich wieder Eldrazi“ und „Ein Ulamog wär schon Killer“.

Battle for Zendikar Pre Release Pack

Endlich in eigenen Händen: Das Pre-Release Pack

Warum eigentlich Pre-Release?

Kurz zur Erläuterung: Alle paar Monate kommt eine neue Edition von Magickarten auf den Markt. Die aktuelle Version nennt sich Battle for Zendikar oder eben auf deutsch Kampf um Zendikar. Diese hat ein eigenes Thema, eigene Fähigkeiten und Charakteristika und läutet sozusagen eine neue Runde in der Magic-Welt ein. Und zur Einführung der neuen Edition gibt es vor dem offiziellen Verkaufsstart in einem sogenannten Pre-Release Event die Möglichkeit mit den neuen Karten ein Turnier zu spielen. Man meldet sich an, zahlt eine Teilnahmegebühr und erhält ein sogenanntes Pre-Release Pack. Mit diesem spielt man dann gegen die anderen Teilnehmer und erhält je nach Platzierung dann Preise. Gespielt wird im sogenannten Sealed Modus. Jeder Spieler erhält eine Box, diese besteht aus 6 Booster Packungen, einer mit Datum versehenen Premium Promo Karte, einem Würfel zum Zählen der Lebenspunkte (Life Counter) und einer Kurzanleitung. Standardländer werden vom Veranstalter gestellt. Aus diesen Karten baut man sich dann ein Deck mit 40 Karten.

Ich bin an der Reihe, werde ausgesprochen freundlich behandelt, zahle 25 € und erhalte mein Pre-Release Pack und meine DCI Nummer. Man erklärt mir, das ich mich online registrieren kann und dann in der offiziellen Wizards-Rangliste mit aufgenommen bin. Ich kann also durch Turnierteilnahmen in der Rangliste aufsteigen.

Dann suche ich mir einen Tisch und setze mich zu den Anderen. Diese packen bereits Ihre Verpflegung, ihre Schutzhüllen für die Karten und allerlei anderes Equipment aus, das mir klarmacht: Die machen das nicht zum ersten Mal. Nach einigem Warten heißt es dann: „Magicspieler, ihr dürft eure Deckboxen jetzt öffnen und habt 50 Minuten zeit zum Deckbau. Viel Erfolg!“. 50 Minuten für den Deckbau?! Das klingt ambitioniert. Vereinzelt hört man jetzt Freudenschreie in der Mensa. Ich lasse mir von meinem Nebenmann erklären, dass wohl jemand eine besonders wertvolle Karte gezogen hat. Die Karten in den Packs sind wie fast immer, zufällig verteilt. Das heißt wie in den regulären Booster Packungen können auch hier sehr seltene und damit teure Karten enthalten sein. In der Battle for Zendikar Edition sind besonders die „Expedition„-Karten begehrt und zum Zeitpunkt des Events wohl bis zu 600 € wert. Das macht auch einen Teil der Faszination des Spiels aus. Man hat immer im Kopf, dieses Mal die ganz besonders wertvolle Karte zu ziehen.

Pre-Release Event Battle for Zendikar

Erstmal heißt es Anstehen und Anmelden

Deckbau: Eine Wissenschaft für sich

Da mich das Deckbauen als Anfänger überfordert, hilft mir dankenswerterweise ein anderer Teilnehmer (danke Thilo). Nach der Deckbauphase werden dann die Partien bekannt gegeben. Man wird einem Tisch und einem Spieler zugewiesen. Jetzt wird es also ernst. Meine erste Turnier Partie. Ich mache mir etwas Sorgen unter die Räder zu kommen, denke mir dann aber: Der andere gewinnt das Spiel – ich gewinne Erfahrung. Mein erster Gegner heißt Arne. Er hat früher öfters an Turnieren teilgenommen, dann aber ein paar Jahre Pause gemacht. Er ist nett, hilft mir, erklärt mir auf was ich achten muss und lässt mich sogar den einen oder anderen Fehler rückgängig machen. Es ist perfekt. Ich lerne viel und es macht richtig Spaß. Besser könnte es nicht laufen. Und so blieb es auch. Alle mit denen ich gespielt habe, und das waren immerhin 4 Spieler, waren rücksichtsvoll und hatten Verständnis für meinen Anfängerstatus, halfen mir und erzählten von ihren eigenen Anfängen. Zu meiner eigenen Überraschung konnte ich selbst als Turnierneuling (mit etwas Glück) eine Partie für mich entscheiden. Zwischen den Runden hat man genug Zeit um etwas zu essen und sich kurz zu erholen. Denn das konzentrierte Spielen ist anstrengender als man denkt. Ein Vorteil bei Turnieren wie diesen im Vergleich zum privaten Spielen ist, dass man jederzeit einen Judge rufen kann. Dieser schafft dann bei Regelfragen Klarheit und nimmt sich auch Zeit für Erklärungen, was besonders Anfängern viel hilft. Nach insgesamt 6 Stunden habe ich dann das Turnier für mich beendet, indem ich mich offiziell abgemeldet habe. Zum Abschied bekam ich dann noch einen Booster der neuen Edition, leider ohne „Expedition“-Karte. Aber wer weiß, vielleicht ist ja schon im nächsten eine dabei.

Am Ende des Tages kann ich sagen, dass es sich auf jeden Fall gelohnt hat teilzunehmen. Man bekommt einen tieferen Einblick in die Welt von Magic und die Magicspieler sind doch ein wirklich netter und sympathischer Haufen. Auch, und vor allem deshalb, hat meine Begeisterung für Magic nochmals weiter zugenommen.

Jetzt freue ich mich erstmal auf viele Partien mit den neuen Battle for Zendikar Karten. Darüber werde ich Euch dann beim nächsten Mal berichten.

 

Markus

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Chefredakteur bei Markus Biering Verlag
Chefredakteur, Inhaber MB Verlag, erster Ansprechpartner und Gründer von Games-Mag
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