Machinarium – Kleiner Roboter ganz groß!

Schrottplätze sind für Roboter nicht bloß Ersatzteillager und damit Organspendestation, sondern auch Friedhof zugleich. Auf einem solchen lebendig begraben, beziehungsweise zerlegt zu werden, ist also ein wahrer Roboteralbtraum. Genau dieses Schicksal erleidet der kleine Roboter Josef, in dessen Rolle man bei Machinarium schlüpft. Bevor es aber losgeht, muss man sich erst einmal wieder selbst zusammensetzen. Das Roboterleben ist schon kein leichtes. Da ist es ganz gut, wenn einem die ein oder andere herumschnüffelnde Robomaus unter die Arme greift, oder besser gesagt, einem seinen eigenen Arm zurückreicht! Eine Hand wäscht eben die andere. Auch wenn sie hier scheinbar zunächst in Öl gebadet werden muss.

machin

Also Kopf hoch, hopp auf die Beine und schon ist man startklar. Aber wofür überhaupt? Das soll sich einem in dem Indie Point&Click Adventure erst nach und nach ergeben, was gar nicht weiter schlimm ist. Man kommt nämlich ohnehin nicht dazu, sich zu fragen, was denn genau das große Ziel des kleinen Roboters ist. Es verhält sich eher so, dass man von einem kleinen Rätsel ins nächste purzelt und damit immer mehr kleine Puzzlestücke des großen Ganzen findet, das sich im Hinterkopf von ganz alleine zusammensetzt.

Außerdem ist man viel zu sehr damit beschäftigt, sich beispielsweise in der Detailverliebtheit der Spielemacher aus dem tschechischen Studio Amanita Design zu verlieren, als dass man sich direkt am Anfang bewusst dafür interessieren würde, wonach Josef überhaupt auf der Suche ist, wer eigentlich die Roboter sind, die ihm so oft Steine in den Weg legen, oder ob es vielleicht auch eine passende Josefine in der Geschichte gibt. Ob durch malerische Welten aus Blech, Schrauben, Kupfer und Rost, oder weite Soundlandschaften, die passender nicht sein könnten – in Machinarium verschwindet man für eine Weile aus der Realität und kehrt anschließend mit einem verzauberten Lächeln auf den Lippen wieder zurück.

Ich habe das Spiel vor einigen Jahren für den PC über Steam geschenkt bekommen und daher nicht davor zurückgescheut, die 4,99€ im Google PlayStore hinzublättern, um das Indie-Game auch auf meinem Note 3 genießen zu können. Point&Click Adventures scheinen für mich wie für Smartphones gemacht! Seht ihr das ähnlich? Seid ihr anderer Meinung? Habt ihr Machinarium selber schon einmal gespielt? Schreibt uns in den Kommentaren, denn eure Meinung juckt uns!

Soheyli

Soheyli

Student der Erziehungs- und Musikwissenschaften bei Universität zu Köln
Nicht vergessen, auch mal Kind zu sein. 😉
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