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Little Nightmares bei uns im Test

Endlich durften wir auf der XBox One in das düstere Abenteuer Little Nightmares eintauchen. Im Test weiß der Puzzle-Platformer eindeutig zu überzeugen, leider ist die Spielzeit relativ kurz. Warum ihr dennoch in dieses Abenteuer starten solltet klärt unser Review.

Wir werden einfach reingeworfen

Komplett planlos erwachen wir in einem dunklen Raum als kleines Mädchen. Unsere Heldin trägt den Namen Six. Stilsicher ausgestattet mit einem gelben Regenmantel. Waffen oder sonstige Meinungsverstärker dürfen wir nicht mitführen. Geschick, eine schnelle Auffassungsgabe und das Lösen der Rätsel führen uns zum Ziel. Hintergrundinformationen zum Spiel selbst könnt ihr leider nur auf der offiziellen Homepage oder in den Comics nachlesen. Little Nightmares ist In-Game ähnlich geizig mit Storyhappen wie beispielsweise Limbo.

Unglaubliche Atmosphäre

Das Spiel punktet vor allem durch seine düstere Atmosphäre und dem grandiosen Artwork. Im Grunde genommen wissen wir nichts aber wir fühlen mit der kleinen Heldin jede Sekunde mit. Überhaupt macht die kleine Six eine beunruhigende Entwicklung durch. Während der Spielsession wird die Kleine immer wieder von Hunger geplagt. Verzehren wir zu Beginn noch Brot und Fleisch ändert sich das im weiteren Spielverlauf und wir fressen Ratten, Zwerge und andere Menschen.

Little Nightmares kann man auf viele Arten interpretieren da einem die Story eben nichts vorgibt, das gefällt uns besonders gut. Unser Ziel ist die Flucht, unser Überleben steht an oberster Stelle. Wir werden von düsteren Kreaturen verfolgt die direkt aus einem Horrorfilm stammen könnten.

Eines haben alle Widersacher gemeinsam sie verzehren Kinder, sind fett und leben ihren Kannibalismus nur zu gerne aus. Am Ende ist die kleine Six aber nicht mehr von ihren Gegnern zu unterscheiden.

Meine Interpretation der Story gibt das Lied „Warum werde ich nicht satt?“ von den Toten Hosen ziemlich perfekt wieder. Mich würde interessieren was ihr darüber denkt, hinterlasst doch einfach einen Kommentar unter dem Test.

Wir knacken den Schlund

Spielmechanisch erwarten uns in Little Nightmares allerhand verschiedene Rätsel und Sprungpassagen. Meist müssen wir mit der Umgebung interagieren um voran zu kommen. Es gilt auch Schlüssel für versperrte Türen zu finden oder Schleicheinlagen zu meistern. Immer wieder müssen wir auch vor unseren Gegner flüchten und damit gut getimte Sprünge hinlegen.

In dunklen Gängen oder Räumen zücken wir kurzerhand unser Feuerzeug und erleuchten die nähere Umgebung. Doch Obacht laute Geräusche oder eben Lichtquellen können unsere Gegner anlocken die uns dann kurzerhand verspeisen.

Die Musik und die Umgebungsgeräusche tragen einen großen Teil zur großartigen Atmosphäre bei. Genau wie die Kamerazooms, durch diese erkennen wir erst wie klein wir wirklich sind.

Alles fair oder was?

In Little Nightmares dürft ihr nicht manuell speichern, das Spiel arbeitet mit doch recht fair verteilten Savepoints. Selten artet die Szenerie in Try n‘ Error aus bis man versteht was der Titel von einem möchte. Die Rätsel sorgen immer wieder für „Aha“-Momente und wissen durchaus zu überraschen. Spielzeittechnisch seid ihr zwischen vier und fünf Stunden unterwegs.

An die Sammler unter euch wurde auch gedacht. Ihr könnt Zwerge umarmen und bestimmte Statuen zerstören, dadurch schaltet ihr dann diverse Artworks frei.

 

Little Nightmares findet ihr für 19,99€ auf Steam, XBox One und PS4

mEssE
Rock You

mEssE

Mitglied der Chefredaktion, Ansprechpartner Leseranfragen
mEssE
Rock You
82%

Little Nightmares war schon lange auf meinem Wunschzettel, umso schöner das ich es nun testen durfte. Es punktet mit seiner düsteren Atmosphäre und dem grandiosen Artwork sowie Soundtrack. Mir persönlich gefällt das ganz gut das die Story einem nicht permanent vorgekaut wird, somit hat man die Möglichkeit sich selbst Gedanken zu machen was einem die Entwickler eigentlich überhaupt sagen wollen. Einzig die Spielzeit ist etwas kurz geraten aber lieber ein paar Stunden tolle Unterhaltung als unendlichen Leerlauf.

  • Gesamtwertung 82%

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