Legends of War im Test

Ein rundenbasiertes Taktik-Strategiespiel für die Playstation 3? Gibt es nicht? Gibt es doch. Mit Legends of War will Entwickler Slitherine die Spieler überzeugen. Ob das wirklich geklappt hat, oder der Versuch eher kläglich geworden ist wird euch unser Test zum Spiel näher bringen. 

In Legends of War übernimmt ihr die Rolle des wohl charismatischsten Generals des zweiten Weltkriegs, General S. Patton. Der Kommandeur der 3. US Army gehörte im Jahr 1944 zu den wichtigsten Figuren in der Kriegsgeschichte. Nun steckt ihr in der Haut des Generals und müsst seine Aufgaben erledigen. Doch könnt ihr genauso erfolgreich sein wie er? Der Weg zum Erfolg ist steinig und 21 Missionen müssen von euch siegreich erledigt werden. Dabei müsst ihr historische Schlachten von der Normandie bis hin zum zerstörten Berlin. Doch nur mit den richtigen Entscheidungen wird der Weg am Ende von Erfolg gekrönt sein. Die 21 Missionen sind in vier verschiedene Operationen verteilt: Angriff, Infiltration, Verteidigung und Sabotage.

Nachdem wir eine kurze Einleitung gesehen haben, kann es auch schon losgehen. Vor dem Starten habt ihr die Wahl ob ihr das Spiel mit Anweisungen spielen wollt. Diese kleine Helferlein empfehlen wir besonders Neulingen, die rundenbasierte Strategiespiele zum ersten Mal spielen. Ihr lernt schnell die Grundlagen kennen und werdet mit der Steuerung vertraut gemacht. Mit einem Gamepad lässt sich das Ganze allerdings nicht so gut steuern wie mit einer Maus am PC. Ihr verzettelt euch schnell und wisst im nächsten Augenblick schon nicht mehr wo ihr euch gerade befindet. Dabei spielt auch die zickige Kamera eine Rolle, die irgendwie immer da ist wo sie nicht sein soll.

Legends of War ist ein sehr komplexes Spiel was nicht an Umfang spart. Auch Spezialeinheiten wie Scharfschützen oder Jäger erwarten im Spiel eure Befehle. Leider läuft das Ganze eher schleppend und träge ab. Es kommt nicht wirklich ein mitreissendes Spielgefühl auf. Zwar sind die Missionen und deren Aufgaben interessant, aber irgendwie will der Funken nicht wirklich überspringen. Da spielt auch die Grafik eine Rolle.Legends of War hätte ruhig ein mehr Leben bekommen dürfen. Es sieht alles so steril und dröge aus und euer Soldat steht an manchen Stellen wie eine Litfaßsäule. Auch die Bewegungen sind eher steif und erinnern nicht wirklich an einen kampferprobten Soldaten. Nun werden Fans von rundenbasierten Spielen sagen: Was stört uns die Grafik, wenn das Spielprinzip stimmt. Nicht ganz verkehrt, aber hier sollten nur wahre Fans zugreifen.

Die gesamten Hintergründe zur Story sind gut aufgearbeitet worden und werden auch schlüssig dargestellt. Die Einspieler sehen gut aus und werden mit deutschen Bildschirmtexten begleitet. Aber auch hier hätte es durchaus ein wenig mehr sein dürfen. Auch ein Multiplayer-Modus hat den Weg ins Spiel gefunden. Im Hot-Seat Modus dürfen sich 2 Spieler gegeneinander bekriegen. Das hat aber ebenfalls nur kurzfristig Spaß gemacht und wird nach einer Weile einfach nur langweilig. Im Einzelspieler-Modus dürft ihr übrigens zwischen Kampagne und Mission wählen.

Immerhin hört sich der Sound im Spiel gut und und bringt ein wenig Atmosphäre in die Krieggeschichten rund um den zweiten Weltkrieg. Legends of War bieten reale historische Fakten und 30 akkurat eingesetzte Einheitstypen. Dabei können sich diese auch weiterentwickeln und stetig verbessern. Bekannte rundenbasierte Spiele wie XCOM oder RUSE müssen sich vor diesem Titel auf jeden Fall nicht verstecken. Der Ansatz ist gegeben, aber leider hapert es an der Umsetzung.

Fazit:

Legends of War bietet harte und realistische Fakten aus dem zweiten Weltkrieg. Als General George S. Patton habt ihr den Ausgang des Krieges selbst in der Hand. 21 Missionen sollen für langen Spielspaß sorgen, der aber durch ungenaue Steuerung und träge Darstellung ein wenig ins Wanken gerät. Es kommt einfach kein vernünftiger Spielfluss auf. Echte Fans lassen sich davon allerdings wohl nicht abschrecken.

Wertung:

Ausreichend

 

Markus

Markus

Chefredakteur bei Markus Biering Verlag
Chefredakteur, Inhaber MB Verlag, erster Ansprechpartner und Gründer von Games-Mag
Markus

Chefredakteur, Inhaber MB Verlag, erster Ansprechpartner und Gründer von Games-Mag

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