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Injustice im Test

Alle Superhelden in einem Spiel versammelt? Mit Injustice – Götter unter uns ist das endlich möglich. Alle DC-Comic Kultfiguren mischen mit und prügeln sich gegenseitig die Birne ein. Ob Batman, Superman, Green Arrow, The Flash, Wonder Woman oder Harley Quinn. Doch kann das Prügelspiel auf der XBox360 auch überzeugen, oder ist es nur ein müder Abklatsch anderer Titel geworden. Wir finden es für euch heraus.

Darauf haben wohl alle DC-Comic Fans gewartet. Alle ihre Helden versammeln sich in einem Videospiel. MitInjustice-Götter unter uns dürft ihr nicht nur mit euren Superhelden spielen sondern auch ihre verschiedenen Superkräfte nutzen. Und davon haben die Charaktere eine ganze Menge. Entweder ihr legt sofort los oder kümmert euch um die Story, die wirklich gut erzählt wird und absolut spannend geworden ist. Dabei kämpft ihr an legendären Orten, die bereits in den DC Comics eine wichtige Rolle gespielt haben. Batmans Edelfeind Der Joker plant mal wieder die Welt auszulöschen und eine Bombe zu zünden. Gerade als Batman ihn davon abhalten will, passiert allerdings etwas seltsames. Plötzlich finden sich alle in einer völlig anderen Welt wieder, die das absolute Gegenteil der vorherigen Welt darstellt. Der Chef dieser Welt ist Superman, der alles andere als ein freundlicher Zeitgenosse ist. Batman und Co. wollen nun verhindern, dass das Ganze völlig aus den Fugen gerät.

In 12 verschiedenen Kapiteln dürft ihr euch mit allen DC Helden durch die Arenen prügeln und erlebt dabei noch eine toll erzählte Geschichte. Dabei müsst ihr auch gegen euren Doppelgänger antreten und vermöbelt sie nach Strich und Faden. Aber Vorsicht: Auch wenn zu Anfang sehr einfach zu sein scheint, wird es später immer schwieriger. Die Gegner wenden immer mehr Superkräfte an und zeigen euch schnell wo der Hase lang läuft. Auch wenn die Story an manchen Stellen ein wenig den Faden verliert, bleibt es dennoch interessant und man will jedes Kapitel unbedingt mal gespielt haben. Tolle Zwischensequenzen runden das Gefühl dann noch ab. Habt ihr im Kampf den ersten Treffer gelandet, gibt es noch einen Bonus zu ergattern. Wer schon immer Prügelspiele a la Mortal Kombat und Co. gezockt hat, wird mit der Steuerung keinerlei Probleme haben. Neulinge müssen sich allerdings erstmal zurechtfinden und sollten sich erstmal mit der komplexen Steuerung vertraut machen.

Die Superkräfte der einzelnen Charaktere sind ebenfalls nett anzusehen und bringen euch auch zum Schmunzeln. Da werden riesige Hammer geschwungen, Autos und Züge in Gang gesetzt und ganze Raketenschwärme auf den Gegner gedonnert. Auch das gesamte Umfeld der Arenen wird mit einbezogen und lässt sich zum Kampf nutzen. Doch der Story-Modus ist natürlich nicht der Hauptgrund um Injustice-Götter unter uns öfter in den XBox360 Laufwerksschacht zu legen. Es gibt noch viele weitere Modis, die euch für Stunden in den Bann ziehen sollen. Darunter zählt auch die Option S.T.A.R. Labs. Dort erwarten euch ingesamt satte 240 Missionen, die euch aber an bestimmten Stellen zur Weissglut bringen können. Nach dem gefühlten hundertsten Versuch habt ihr einfach keine Lust mehr eure Finger wund zu drücken. Wer aber unbedingt alle Extras sammeln will und auf Erfolge steht, wird trotzdem durchhalten.

Zu einem vernünftigen Prügelspiel gehört natürlich auch der schnelle sowie der Mehrspielermodus. Hier könnt ihr euren Lieblingscharakter aussuchen und sofort loslegen. Vorher könnt ihr natürlich auch noch die Einstellungen nach euren Belieben verändern. 24 Kämpfer und 15 unterschiedliche Arenen stehen euch zur Verfügung. Im Online-Bereich geht es natürlich um Ranglistenpunkte und ihr könnt weltweit gegen eure Gegner antreten. Dieser Modus erinnert stark an frühere Arcade-Automaten, nur das ihr jetzt keine Münzen mehr einwerfen müsst. Besonders der King of the Hill Modus ist überzeugend. Hier treten acht Kämpfer gegeneinander an um den Besten von Ihnen zu ermitteln.

In den zahlreichen Zwischensequenzen könnt ihr euch über professionelle deutsche Sprecher bei der Synchronisation freuen. Natürlich dürft ihr aber auch auf die englische Fassung umschalten. Wer gerne auf der Suche nach Extras oder anderen freischaltbaren Dingen ist, wird an Injustice-Götter unter uns besonders seine Freude haben. Zahlreiche Kostüme, Konzeptzeichnungen, Kulissen (die übrigens mutwillig zerstört werden können) und Musikstücke können später freigeschalten werden. Ihr merkt also, das dieser Titel einiges an Umfang zu bieten hat. Für lange Unterhaltung ist also gesorgt.

Fazit:

Bei Injustice-Götter unter uns bekommen DC-Comic Fans feuchte Augen. Ihre gesamten Superhelden endlich in einem Spiel vereint. Zwar wechseln sie jetzt mal die Seiten, aber dennoch ist es ein großer Spaß mit den unterschiedlichen Charakteren die verschiedenen Auftritte zu erleben. Die genialen Supereffekte sind “im wahrsten Sinne des Wortes” der Hammer und machen richtig Laune. Wer schon Mortal Kombat oder DC Universe gut fand wird mit Injustice seine helle Freude haben. Ein geiler Titel der in keinem Spieleregal fehlen sollte.

Wertung:

Sehr gut

Chefredakteur, Inhaber MB Verlag, erster Ansprechpartner und Gründer von Games-Mag