Hunt: Showdown bei uns im Preview

Unsere Eindrücke aus der aktuellen Alpha

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Der deutsche Entwickler Crytek stand mal für Qualität vor allem in Sachen Ego-Shooter, aber das ist schon verdammt lange her. Ich als Österreicher werde unseren werten Lesern, nun ohne „deutsche Verliebtenbrille“, Hunt: Showdown näherbringen. In diversen, vor allem deutschen, Medien wird vom „The Next Big Thing“ gesprochen, von einem PUBG-Killer – Freunde langsam mit den jungen Pferden. Wir klären was bereits Spaß macht und was Crytek noch unbedingt verbessern muss.

Potenzial ist definitiv vorhanden

Hunt: Showdown befindet sich aktuell noch in der Alpha, heißt das Spiel selbst befindet sich in einer noch unglaublich frühen Phase der Produktion. Optisch macht das Spiel bereits jetzt alles richtig, es sieht einfach ungemein gut aus. Wir kriechen durch das Unterholz in einem Wald, lauschen gefährlichen Geräuschen im Sumpf von nebenan und können Schüsse aus der Ferne wahrnehmen. Passend dazu strahlt die Sonne, die ganze Szenerie wirkt wie aus einem Malbuch als plötzlich ein gegnerisches Team auftaucht und uns binnen Bruchteilen von Sekunden ins virtuelle Nirwana schießt. Herzlich willkommen in Hunt: Showdown!

Ein Bossgegner?

Aktuell bietet der Shooter zwei unterschiedliche Bossgegner die zur Strecke gebracht werden sollen. Zum einen wäre das die riesige Spinne die man aus den Trailern kennen könnte und zum zweiten gibt es den Butcher. Jeder Boss verfügt über eine Eigenheit, die Spinne ist immun gegen Giftattacken, der Butcher hingegen gegen Feuer.

Wir können zu unterschiedlichen Zeiten auf die Jagd gehen, entweder wir streifen unter Tags über die Karte oder wir versuchen unser Glück in der Nacht. Logischerweise sehen wir in der Nacht die wundervolle Grafik nicht wirklich aber die nächtlichen Streifzüge haben eine ganz eigene Atmosphäre. Als wir probeweise kurz eine Laterne an machten um unsere Umgebung zu erkunden flogen in wenigen Sekunden Schüsse in unsere Richtung.

Im Dickicht fühlen wir uns sicher.

Im Team oder allein

Hunt: Showdown spielt sich am besten in einem Team, unterstützt werden 2er-Teams sowie Solisten. Insgesamt sind maximal 10 Spieler zu je zwei Teams auf der Karte unterwegs. Die aktuell einzige Karte spielt in einer Sumpflandschaft. Sie bietet zudem einige Hotspots an, an welchen wir uns orientieren wie beispielsweise eine Kirche oder der Friedhof. Die Übersichtskarte kann zudem zu jeder Zeit aufgerufen werden.

Hier wurde der Boss von einem anderen Team besiegt. Dadurch erhalten alle anderen Überlebenden die genaue Positionsangabe. Nun bricht natürlich Chaos aus auf dem Server. Niemand weiß wie viele Spieler beziehungsweise Teams noch am Leben sind. Das verbannen des besiegten Bossgegners dauert eine gewisse Zeit lang. Ist die Anzeige auf 100% angestiegen, gilt es mit der Beute zu flüchten, dazu muss einer der Ausgänge erreicht werden. Das ist ungemein spannend und zerrt an unserem Nervenkostüm. Viel schlimmer wird es nur noch, wenn wir als Solist unterwegs sind.

Diese Kutsche dient als Fluchtpunkt [Ausgang].

Überall Zombies

In der ganzen Spielwelt von Hunt: Showdown sind außerdem unterschiedliche Zombies unterwegs. Diese sollten wir im Nahkampf töten, da dieser leise ist und wir somit keine gegnerischen Spieler anlocken. Es gibt aber auch Untote die über Fernkampfangriffe verfügen, wie beispielsweise Fliegen die uns vergiften, dann können wir entweder flüchten oder wir riskieren einen lauten Abschuss.

Geht uns beispielsweise die Munition aus können wir Versorgungswägen aufsuchen, diese sind ebenfalls auf der Karte markiert. Dort erhalten wir neue blaue Bohnen sowie Heilpakete.

Miet mich

Durch das Erlegen von Zombies, Spielern sowie den Bossen erhalten wir Erfahrungspunkte sowie ein paar Dollar. Wir besitzen ein übergreifendes Charakterlevel. Steigen wir in diesem Level auf, schalten wir uns neue Gegenstände frei wie beispielsweise bessere Waffen und nützliche Gadgets frei. Die Jäger selbst gehören nicht uns, wir mieten sie lediglich.

Jeder Jäger kommt mit einer anderen Ausrüstung um die Ecke, je nachdem wie hochwertig diese ist desto teurer wird der Jäger. Wir können unseren Protagonisten aber natürlich auch anpassen. Durch die verdienten Freischaltungen können wir ihm beispielsweise eine Machete, eine Schrottflinte oder ein Heilungspack kaufen. Sterben wir mit diesem Hunter ist das investierte Geld sowie die komplette Ausrüstung verloren. Es gilt also stets wachsam zu sein und zu treffen, wenn man den Abzug drückt.

Hier eckt es noch

Bei den Servern beziehungsweise an deren Stabilität muss Crytek unbedingt noch arbeiten. Die letzten zwei Tage waren eine Katastrophe ständige Disconnected-Meldungen sind keine Freude. Der Nahkampf spielt sich noch unglaublich behäbig, das Feedback macht keinen wirklichen Spaß zudem werden die Gegner oft unscharf dargestellt. Eine zweite oder besser noch mehrere Karten sollten früher oder später in die Entwicklung einfließen, wird dringend nötig sein um für mehr Abwechslung zu sorgen. Mehr Bossgegner würden wir uns auch noch wünschen.

Trailer:

Fazit:

Hunt: Showdown hat Potenzial, keine Frage. Im 2er-Team spielt sich der Shooter von Crytek sehr flüssig aber quasi ohne Horror-Feeling, hier erinnert es eher an Left 4 Dead. Spielt man das Ding Solo ändert sich die Sachlage aber gewaltig, jeder Ton könnte unser Verderben bedeuten, wir haben schließlich keinen Partner der uns unterstützen könnte. Im Großen und Ganzen sieht es ganz danach aus als könnte Crytek endlich das Comeback schaffen.


Weitere Infos zu Hunt: Showdown gibt es auf Steam sowie auf der offiziellen Homepage