Das Spielemagazin für PS4, XBoxOne, 3DS, WIIU und Brettspiele

Hob bei uns im Test

Erfolg auch ohne den Diablo-Bonus?

270

Bekannt wurde die Spieleschmiede Runic Games durch die Torchlight-Reihe. Vor einiger Zeit kam Hob von ihnen raus. Wir haben es getestet.

Hob – Ein Titel der nichts verrät. Auf den ersten Blick sieht man bei Hob ein Spiel, welches auf dem Zelda-Spielprinzip gepaart mit Jump’n’Runs „basiert“. Übersetzt ist Hob eine Herdplatte – aber damit hat das Spiel nicht wirklich etwas zu tun.

Weder Story noch anderer Kontext

Storymäßig wird dem Spieler bei Hob nichts gegeben. Man wird einfach in eine fremde Welt geworfen. Wir erkunden die immer größer werdende Spielwelt und wollen eben diese von einer Plage befreien. Lediglich ein mysteriöser Riese zeigt ab und an per Zeichen an was als nächstes gemacht werden muss. Eine genaue Geschichte findet also mehr in den Köpfen der Spieler statt. Deshalb haben wir bei diesem Test einfach mal die Story-Wertung weggelassen, da das bei diesem Spiel wirklich egal wie wir es machen ungerecht wäre.

Aber auch sonst sagt einem das Spiel NICHTS. Auf Texte müssen wir verzichten, stattdessen eignen wir uns die Spielmechaniken durch ausprobieren an. Guter Tipp: mit R3 könnt ihr Gegner automatisch anvisieren, sagt euch aber keiner. Generell empfehlen wir euch, euch zu Beginn die Steuerung einmal anzugucken und einzuprägen, denn wie gesagt ihr bekommt keine Hilfestellung. Immerhin gibt euch das Spiel eine Karte – was die Symbole darauf bedeuten sollen müsst ihr euch dann dazudenken. Generell sei gesagt: Wer Hob spielen will, der sollte viel Lust auf Erkundungen mitbringen. Auch wenn

Im Einklang mit der Natur?

Auch wenn die allgemeine Umgebung bis auf einige Ausnahmen eher unspektakulär ist, wissen die NPC’s in Form von seltsamen Tier-Mischwesen und die Gegner schon zu überzeugen. Auch wenn die Welt keine spektakulären Blickfänger bietet, solltet ihr dennoch jede Ecke erkunden, da ihr nur so an wertvolle Gegenstände kommt mit denen ihr eure Ausrüstung upgraden könnt. Die Upgrades sind zwar simpel aber nützlich, beispielsweise erhöhen neue Schwerter eure Angriffskraft und ein Umhang euer Leben.

Wo wir gerade bei den Gegnern sind gehen wir doch direkt auf das Kampfsystem ein: Ich würde sagen das Kampfsystem ist sehr ähnlich wie das aus TLoZ BotW. Man schlägt so oft wie möglich auf den Gegner ein und weicht gelegentlich mit einer Rolle aus und auch die anderen Gegner um einen herum sollte man im Auge behalten., natürlich hat man auch ein Schild zum Abblocken von Attacken. An sich ist das Kampfsystem nicht komplex, allerdings wird Unachtsamkeit bestraft.

Lieber Arm dran, als Arm ab!

Das wohl wichtigste Gadget des Protagonisten ist wohl sein mechanischer Arm. Dieser Arm scheint wirklich ein wahrer Alleskönner zu sein. Ähnlich wie in den Zelda Spielen (Vor allem die vor Breath of the Wild und abgesehen von den Bosskämpfen) spielen die Kämpfe zwar eine Rolle, allerdings sind die vorhandenen Rätsel für mich immer der spaßigere Teil. Eben diese Rätsel lassen sich per Hob mit dem Arm lösen. Immer mal wieder muss man sich neue Wege öffnen um dann dort eine kurze Jump’n’Run-Passage zu überstehen. Generell kann man sagen, dass die Mischung zwischen Kämpfen, Rätseln und Sprungpassagen wirklich gut ist und alles natürlich, also in keinster Weise erzwungen wirkt. Auch die typischen Schieberätsel aus der Zelda-Reihe sind mit von der Partie. Eine Waffe ist der Arm übrigens auch.

Ahnungslosigkeit steht auf der Tagesordnung

Wie bereits am Anfang erwähnt gibt euch das Spiel nicht sonderlich viel Unterstützung. Das wird einem auch sehr schnell klar, denn vor allem zu Beginn des Spiels werdet ihr oft dastehen und euch denken „Und jetzt?“. Diese Momente haben zwar Frustpotential, allerdings solltet ihr relativ schnell vom Schlauch runterkommen. Ein kleiner Tipp unsererseits: Meistens habt ihr einfach eine Kleinigkeit bei einem Rätsel übersehen.

Nicht optimal optimiert

So gut die Sprungpassagen auch so sind, desto ärgerlicher ist die nicht immer gute Kamera, die man nicht bewegen kann. Nervig aber kein Desaster. Was allerdings wirklich ein Problem darstellt ist die Performance: Ja über kleine Bugs kann man einfach hinweg sehen, wenn aber die Framerate auf unter 10 fällt wird es ärgerlich (Getestet auf der PS4). Glücklicherweise gibt es mittlerweile Patches die diesen enormen Absturz fixen, aber generell läuft das Spiel immer noch nicht so flüssig wie es sollte.

Was die Grafik angeht konnte Hob mich überzeugen, allerdings ist es eben Cell-Shading und das mag bekanntlich nicht jeder. Folglich wird auch nicht sehr stark auf Details gesetzt. Was den Ton angeht kann man sich eher weniger beschweren, der Soundtrack sowie einzelne Geräusche tragen gut zur generell mystischen Atmosphäre bei.

Nico Conrath
Nico Conrath

Letzte Artikel von Nico Conrath (Alle anzeigen)

83%

Fazit

Bei Hob handelt es sich um ein schönes von Zelda inspiriertes Spiel. Für rund 20 Euro bekommt man hier um die 10 Stunden Spaß geboten. Auch wenn technisch nicht alles rund läuft, weiß das Spiel dennoch zu überzeugen. Wem die Grafik zusagt, der darf bedenkenlos zugreifen, vielleicht wird ja auch euer Entdeckungsdrang gefordert.

  • Grafik 75%
  • Sound 80%
  • Atmosphäre 89%
  • Steuerung 85%
  • Umfang 88%

Solide und empfehlenswert, aber kein Meisterwerk.

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.