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Has Been Heroes bei uns im Test

Wir haben uns das Spiel Has Been Heroes vom Entwickler Frozenbyte mal etwas genauer angesehen. Wie wir es fanden erfahrt ihr gleich hier.

Im Test: Die Nintendo Switch-Version

Woran denkt ihr als erstes wenn ihr den Namen Frozenbyte hört? Also ich denke dabei an die wirklich magische Trine-Serie. Zweifelsohne waren die Trine-Games auch der bisherige Höhepunkt des finnischen Spieleentwicklers. Jetzt kommt die Frage: Kann Has Been Heroes an diesen Erfolg anknüpfen? Meiner Meinung nach ja.

Ab zur Schule mit den Prinzessinnen

Ihr seid eine Diebin und setzt euch mit zwei nicht mehr ganz taufrischen Helden zu einem Team zusammen um die ganz edle Aufgabe zu übernehmen, die Prinzessinnen in die Schule zu eskortieren. Wenn ihr denkt so ein Schulweg sei doch einfach, liegt ihr aber vollkommen daneben.  Ach übrigens sind die Start-Helden ein Zauberer, ein Ritter und eine Diebin… Lässt das nicht Erinnerungen hochkommen?

Ein hartes Stück?

Wahrlich wird dieser Weg kein leichter sein, einige würden behaupten er werde steinig und schwer. Aber jetzt mal im ernst: Has Been Heroes ist bockschwer und als wäre das nicht schon genug, so sind die Siegchancen sehr stark auf Glück basierend. Ja Glück ist immer ein Faktor dem man leicht frustriert werden kann, ich für meinen Teil lande dann aber eher in Ehrgeiz. Also ist die Mischung aus Roguelike und Taktik zu schwer? Nein, aber trotzdem hätte die Abhängigkeit Glück in einem etwas niedrigerem Maße vorhanden sein sollen. Stellenweise erscheint der Titel unfair. Ihr solltet unbedingt eine hohe Frustgrenze haben um das Spiel meistern zu können, denn auch ich hatte oftmals das Gefühl, dass selbst Übung nicht hilft.

Welches Spiel steht stellvertretend für „schwer“, bingo Dark Souls. Genau wie in der Souls Reihe sammelt ihr während den Runs Seelen, wenn ihr genügend Seelen gesammelt habt schaltet ihr neue Items frei. Von Zeit zu Zeit werden mit erfolgreichen Siegen gegen den Hauptbösewicht auch neue Gebiete und neue spielbare Helden freigespielt.

Drei Lanes führen zum Sieg

Das Gameplay, also die Kämpfe, spielen sich auf drei Lanes ab. Mithilfe der Knöpe X,Y und B könnt ihr jederzeit zwischen den Lanes switchen. Ab jetzt ist Taktik gefragt, denn jeder Held hat eine bestimmte Anzahl Angriffe, nach denen er erstmal einige Sekunden pausieren muss. Wie ihr auch haben die Gegner eine bestimmte Anzahl Angriffe die sie blocken können, bevor ihnen ein Held Schaden zufügen kann (=Ausdauer). Beim Angriff ist also taktische Kombination sowie Timing gefragt. Zaubersprüche und passive Items die ihr auf eurem Weg sammelt erleichtern euch das Leben erheblich, beziehungsweise machen den Triumph erst möglich.

Durch das Kampfsystem werden verdammt coole Kombos möglich, ein Tipp von uns ist sich ganz klar auf besonders starke oder flinke Gegner zu fokussieren. Aber keine Sorge, hektisch ist das ganze keines Wegs, durch das Drücken der L-Taste könnt ihr das Spiel jederzeit pausieren um euch eine Übersicht zu verschaffen und einen Plan auszuhecken. Diese Pause wird ebenfalls nach jedem Angriff ausgeführt –  der ideale Zeitpunkt um den Standort eurer Helden zu wechseln und nochmal nachzusetzen. In der Ruhe liegt die Kraft, ein falscher Knopfdruck und euer Held könnte tot sein. Ein Tod bedeutet übrigens den Run wieder bei Null zu beginnen.

Umfangreich auf jeden Fall

Es gibt viele verschiedene Gegnertypen mit verschiedenen Fähigkeiten, einige Gebiete und eine gut Anzahl von spielbaren Helden. Was Items und Zauber angeht kann das Spiel nur auftrumpfen, es gibt nämlich massenweise. Wer das Spiel also zu 100% abschließen will muss sich auf einige Stunden gefasst machen (und eine sehr hohe Frustgrenze habe). Leider wiederholt sich der Aufbau der Maps für meinen Geschmack viel zu oft.

FAZIT:

Ja Has Been Heroes ist definitiv kein perfektes Spiel, aber ein durchaus gutes. Einen großen Punktabzug bekommt das Spiel durch seinen sehr hohen Glücks- und damit auch Frustfaktor. Wer jetzt sagt „aber Dark Souls ist auch schwer und fast jeder mag es“, ja das stimmt, aber Dark Souls ist kein bisschen vom Glück abhängig, selbst The Binding of Isaac hat weniger mit Glück zu tun als Has Been Heroes. Also für mich ist klar Has Been Heroes ist kein Spiel für jeden und ist auch nicht Mainstream-tauglich. Aber wenn ihr frustresistend seit und Lust auf eine richtige Herausforderung habt, dann ist Has Been Heroes genau das richtige für euch. Empfehlen würde ich das Spiel durchaus Binding of Isaac Fans. Ich persönlich hatte meinen Spaß mit dem Spiel und für ca. 20 Euro kann man sich das Spiel bedenkenlos kaufen.

Nico Conrath
Nico Conrath

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