Sandberg Bluetooth Touchpad Keyboard bei uns im Test

Chatten mit dem Tablet? Word-Dokumente auf dem Smartphone zusammenzimmern? Oder per Smart-TV im Internet surfen? Meist enden solche Vorhaben mit Fingerkrämpfen und schlechter Laune. Der dänische Hardware-Spezialist Sandberg verspricht mit seinem neuen Bluetooth Touchpad Keyboard jetzt Abhilfe. Wie sich die schicke Touchpad/Tastatur-Kombination im Alltag schlägt, verraten wir euch im Test.

 

1
Das Design der Sandberg Bluetooth Touchpad Keyboard ist schlicht, aber schick gehalten

 

Verarbeitung

Schon vor dem Auspacken fällt einem das schlichte, aber schicke Design auf. Abgerundete Ecken, leichte, Applikationen in Chrom-Optik sowie die Mattschwarze Farbe machen. Man möchte das Ding förmlich in der Hand halten. Der erste „handfeste“ Test erweist sich als überaus positiv, was dem Material der Tastatur zu verdanken ist. Das Bluetooth Touchpad Keyboard besteht aus dünnem, angerautem Metall und ist mit einer Breite von gerade mal 0,6 cm dünner als gewöhnliche Smartphones. Trotzdem wirkt es robust und lässt sich nur mit viel Kraft leicht knicken. Zudem ist es mit einer einem Gewicht von knapp 300g angenehm leicht. Trotz der Durchweg soliden Verarbeitung wirkt das integrierte Touchpad mit seiner angerauten Plastikoberfläche ein wenig Gewöhnungsbedürftig. Durch die raue Oberfläche sind Bewegung mit dem Finger etwas zu laut und teils etwas schwerfällig. Trotz dieses kleinen Makels wirkt das Bluetooth Touchpad Keyboard hochwertig verarbeitet.

 

2
Praktisch! Per FN+F-Tasten können wir aus vorgefertigten Profilen wählen

 

Ergonomie und Technik

Die Installation ist denkbar einfach. An der rechten Seite findet man ein kleine AN/AUS Schalter sowie einen MicroUSB-Eingang, der zum Aufladen des Internen Akkus dient. Ist die Tastatur eingeschaltet, aktivieren wir die Bluetooth-Suche mittels der Tastenkombination ESC+K. Schnell noch den Code eingegeben und die Tastatur ist fortan betriebsbereit. Lästige Treiber sind nicht von Nöten. Die 82 verfügbaren Tasten wirken dank des rauen Hartplastiks solide und robust, lassen beim Tippen aber unangenehmes Tippgeräusche von sich. Zudem wackeln die Tasten minimal. Wer gerne und viel schreibt, dem wird der etwas zu deftige Druckpunkt und Widerstand auffallen. Dennoch geht das Schreibgefühl im Großen und Ganzen in Ordnung.

Das kann man vom Touchpad jedoch weniger behaupten. Es ist angenehm großflächig und tut das, was es verspricht. Als vollwertigen Mausersatz kommt es allerdings nicht in Frage. Oft wirken Bewegungen unsanft und abgehakt, präzises Arbeiten mit dem Mauszeiger ist dadurch kaum möglich. Zudem lässt sich die Geschwindigkeit des Mauszeigers nur über die Windows-Systemsteuerung steuern. Hier hätte zusätzliche Software weitergeholfen. Wie es sich für ein Touchpad gehört, sind alle gängigen Funktionen enthalten. Einmal tippen für Linksklick, legen wir zwei Finger auf das Pad, aktivieren wir den Bildlauf. Aber wie sieht’s mit dem Rechtklick aus?

Das Touchpad ist nicht in Segmente unterteilt, haptische Tasten fehlen komplett. In der mitgelieferten Anleitung ist auch keine Rede von einem Rechtklick. Dennoch ist er möglich, allerdings auf sehr ungewöhnliche Weise. Wer eine Rechtklick-Befehl ausführen möchte, muss gleich mit drei Finger einmal auf’s Touchpad drücken. Und auch das funktioniert nicht immer. Natürlich ist das Bluetooth Touchpad Keyboard in erster Linie für mobile Endgeräte entwickelt worden. Ein Rechtklick findet auf iOS oder Android wenig Verwendung. Unter Windows ist dieser Befehl allerdings enorm wichtig. Zumal das Touchpad mit dem Zwei-Finger-Scroll eigentlich Multitaskingfähig ist. Wieso man auf einen Zwei-Finger-Klick verzichtet hat, ist uns ein Rätsel.

3
Das integrierte Touchpad tut das, was es verspricht. Als Maus-Ersatz ist es dennoch nicht geeignet

 

Anwendung

Wie schon erwähnt, kann das Bluetooth Touchpad Keyboard mit einer Vielzahl von Geräten kommunizieren. Allerdings sind verschiedene Funktionen auf unterschiedlichen Betriebssystemen nicht verfügbar oder verweigern gar den Dienst. Während der Betrieb unter Windows tadellos funktioniert, streiken einige Tasten im mobilen Bereich. Allem voran iOS, welches beispielsweise die „TAB“-Taste komplett ignoriert. Unter Android sowie Windows Phone 8.2 funktioniert indes alles wie gewohnt und ist dank Touchpad-Unterstützung überraschend angenehm zu steuern. Apple iOS unterstützt die Touchpad-Funktion hingegen nicht.

Generell ist das Bluetooth Touchpad Keyboard an allen Geräten nutzbar, die über ein HID-Profil verfügen. So ist auch der Betrieb an Spielekonsolen wie der Playstation 4 möglich. Positiv hat uns auch die Übertragungsreichweite der Tastatur gestimmt. Trotz der angegeben 10-Meter-Betriebsreichweite, waren Eingaben auch bei einer Entfernung von 15 Minuten latenzfrei möglich. Gerade als Smart-TV- oder Media-PC-Tastatur in großen Wohnzimmern sind solche Eigenschaften gerne gesehen.

Wie schon angesprochen, ist eine LiB-Battiere für die Stromversorgung zuständig. Vor der Inbetriebnahme rät Sandberg dazu, die Tastatur mindestens 3 Stunden lang aufzuladen. Und was soll man sagen, auch im Dauereinsatz schafft es das Keyboard mit einer Ladung über mehrere Tage. Wer die Tastatur ab und zu an einem Wohnzimmer-PC nutzt, packt ein paar Tage mehr drauf. Das mitgelieferte MicroUSB-Kabel versorgt die Batterie mit Strom, ist mit 50 cm allerdings etwas zu kurz geraten.

Fazit:

Sandberg liefert mit dem Bluetooth Touchpad Keyboard ein tolle, mobile Tastatur ab. Das schlichte, aber schicke Design sowie die gute Verarbeitung wissen zu gefallen. Zudem ist es dank Bluetooth 3.0 an einer Vielzahl von Geräte einsetzbar, auch wenn man gelegentlich Abstriche beim Funktionsumfang machen muss. Das schwammige Schreibgefühl und das unpräzise Touchpad trüben den ansonsten durchweg positiven Eindruck ein wenig. Dennoch kann man das Bluetooth Touchpad Keyboard guten Gewissens empfehlen.

Wertung: 87 Prozent Gold_weiss_web_objekt

Markus

Markus

Chefredakteur bei Markus Biering Verlag
Chefredakteur, Inhaber MB Verlag, erster Ansprechpartner und Gründer von Games-Mag
Markus

Chefredakteur, Inhaber MB Verlag, erster Ansprechpartner und Gründer von Games-Mag