Emtec GEMBOX bei uns im Test

Mit der Emtec GEMBOX will man versuchen in die großen Fußstapfen des NVIDIA Shields zu treten und ebenfalls eine kleine Box für das Wohnzimmer präsentieren. Mit einem eigenen Streaming-Dienst und mit viel Power soll das gelingen. Ob das wirklich geklappt hat findet der folgende Test für euch heraus.

Alles in einem

gembox-capture_02Die GEMBOX ist da. Ist ja schon irgendwie ein komischer Name. Warum heisst sie eigentlich nicht GAMEBOX? Na ja, egal das soll ja auch egal sein. Emtec hat auf jeden Fall nach NVIDIA rübergeschaut und sich viele Ideen vom Shield abgeguckt. Aber natürlich will man trotzdem vollkommen anders sein. Die Android-Konsole ist ziemlich klein und bietet drei Anschlüsse. Einen HDMI Anschluss, einen Ethernet Anschluss und die Stromversorgung. Keine Sorge, die GEMBOX ist auf Wi-Fi fähig und verbindet sich auch drahtlos mit dem Internet. An der Seite befindet sich außerdem noch ein Micro-SD Karteneinschub und ein USB-Anschluss.

gembox-3-4-2Mit der GEMBOX soll eurer Fernseher eine Art Schaltzentrale werden. So sagt es zumindest die offizielle Webseite. Eine Schaltzentrale für all eure Spiele. Sei es nun die vom Google Play Store, die vom PC oder die vom GameFly Streaming Service. Ja richtig gelesen. Die GEMBOX verfügt über einen eigenen Streaming-Service. Dieser nennt sich GameFly und kann beim Kauf der Box einen Monat gratis getestet werden. Das haben wir natürlich auch gemacht und hatten somit Zugriff auf mehrere, leider schon ziemlich ältere, Games. Wer aber immer noch gerne die alten Tomb Raider Teile oder Bioshock zocken will wird seine Freude haben. Aktuelle Blockbuster sind derzeit aber nicht zu finden. Die Spiele werden in FullHD übertragen. Eine 4K Unterstützung gibt es nicht.

Eigener Gembox Streaming-Service

Der GameFly Streaming Dienst funktioniert einwandfrei und hat in unserem Test auch kein Ruckeln oder Probleme mit der Verbindung angezeigt. Die Spiele kommen schnell auf dem Bildschirm und dank des mitgelieferten Controllers lassen sie sich einwandfrei steuern. Auch andere Bluetooth-Controller werden übrigens von der GEMBOX unterstützt. Mit Asphalt 8, GT Racing, Wonder Zoo und My Little Pony sind bereits vier Spiele vorinstalliert und ihr könnt sofort ohne Internetverbindung loslegen. Auch drei Emulatoren sind bereits vorinstalliert und können mit ROMS bestückt werden.

Die winzige EMTEC GEM Box ist nur 3,25 Zoll (8,25cm) groß, weniger als ein Zoll (2,54cm) hoch und wiegt gerade einmal knapp 105 Gramm. Es können bis zu vier Bluetooth-Controller angeschlossen  werden, um das gemeinsame Multispieler Erlebnis auf dem Sofa zu genießen. Eine Gyroskop Fernbedienung mit einer physischen QWERTZ-Tastatur wird außerdem noch separat erhältlich sein.

gemboxpad-2Zugriff auf Millionen Apps

Darüber hinaus, gewährt die EMTEC GEM Box einen Zugriff auf Millionen von Android-Apps und Mediendienste. Dabei sind mehrere Unterhaltungs-Apps wie YouTube bereits vorinstalliert. Android und iOS-Geräte können Inhalte durch Spiegelung auf ein TV Gerät projizieren. So kann dieses Gerät auch als Media-Hub verwendet werden, um Fotos und Multimedia-Inhalte direkt
von einem Telefon, Tablet oder Laptop auf ihrem TV-Gerät zu teilen.

Das Einrichten der Box geht gut von der Hand wobei das Eingeben von Text ein wenig schwierig ist. Ihr müsst zwar eigentlich nur eure Google Mail Adresse eingeben, das ist mit dem eigenen System ein wenig schwerfällig. Nach einer Weile hat man den Dreh raus und es kann losgehen. Der Controller erinnert ein wenig an den Xbox Controller und liegt gut in der Hand. Eure PC-Spiele lassen sich ebenfalls auf die GEMBOX streamen. Dafür müsst ihr GeForce Experience auf euren Computer installiert haben. Das erinnert stark an den NVIDIA Shield Modus und funktioniert auch ganz passabel. Eine gute Internetverbindung ist allerdings immer von Nöten.

gembox-pad-frontDank der Micro-SD Unterstützung könnt ihr euren Speicher erweitern und noch mehr Games installieren oder einfach Filme oder Bilder gucken. Das funktioniert natürlich auch mit dem USB-Anschluss wo ihr eure mobilen Geräten anschließen könnt. Die GEMBOX verfügt über einen Quad-Core Prozessor und 1 GB Ram. Von Haus ist ein 16 GB Flash Speicher mit an Bord. In unserem Test machte die Box viel Spaß und ist besonders für den günstigen Preis eine interessante Alternative.

Leider ist der GameFly Streaming derzeit noch mit viel zu alten Spielen bestückt. Einige Games haben wir persönlich sogar noch nie gehört. Für die kleineren Gamer ist das aber kein Problem, da sie einfach nur Spaß beim Spielen haben wollen. Passend dazu gibt es auch verschiedene Pakete zu entdecken. So gibt es einmal das Gamer und einmal das Familien Paket. Alle Spiele die dazu gehören findet ihr hier. 

Die technischen Daten im Überblick:

  • CPU Chip Quad Core 1,5 GHz
  • GPU ARM Mali-450MP6
  • Memory DDR 1GB, Flash 16GB
  • System Android 4.4 Kit Kat
  • Netzwerk Eingebautes WLAN b/g/n, Ethernet
  • Bluetooth Bluetooth 4.0 LE
  • Anschlüsse USB 2.0, Ethernet, microSD, HDMI
  • Dateisystem FAT32, NTFS, HFS, (bis 3TB Festplatte)
  • Videoausgang HDMI 1.4 CEC
  • Full HD 1080p
  • Videoformate AVI, FLV, M4V, MKV, MOV, MP4, MPG, WMV
  • Audioformate MP3, FLAC, OGG
  • Fotoformate BMP, GIF, JPG, PNG
  • Untertitelformate MI,SRT
  • Maße 83x83x24 (mm), 3,26×3,26×0,94 (Zoll), 105g
  • Zubehör Kabelloser Bluetooth-Controller, Netzteil, HDMI-Kabel, Ethernet-Kabel, Schnellstartanleitung
  • Sprachen Englisch, Niederländisch, Französisch, Deutsch, Italienisch, Polnisch, Portugiesisch, Spanisch, Russisch
  • Kindersicherung

Fazit:

Die GEMBOX ist so klein das sie unter dem Fernseher oder im Regal fast gar nicht auffällt. Dafür steckt trotzdem eine Menge Power und Inhalt in dem kleinen Gerät. Emtec bietet ein interessantes Produkt, welches für knapp 100 Euro besonders für die kleineren Gamer interessant sein könnte. Egal ob Android Games oder GameFly Streaming Games – Unterhaltung wird immer geboten. Die GEMBOX macht Spaß, kann aber sicher nicht dem NVIDIA Shield verglichen werden. Das muss auch nicht sein. Wer weiss was er mag, wird schon die richtige Entscheidung treffen.

Unsere Wertung
85%
Markus

Markus

Chefredakteur bei Markus Biering Verlag
Chefredakteur, Inhaber MB Verlag, erster Ansprechpartner und Gründer von Games-Mag
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