Golem Gates bei uns im Preview

Ein Mix aus Strategie und Sammelkarten

Golem Gates
0

Der Entwickler und Publisher LLC, Laser Guided Games, ist mit dem Spiel Golem Gates frisch in den Early Access gestartet. Der Titel bietet eine Mischung aus Echtzeit-Strategie und Sammelkarten an. Das Grundgerüst steht, also haben wir uns auf gemacht um erste Schlachten zu schlagen und um ein Preview anfertigen zu können. Für wen sich ein Kauf lohnt klären wir jetzt.

Das steckt aktuell drin

Wenn wir das erste Mal Golem Gates starten wartet ein nettes Tutorial auf uns. Dort erlernen wir die grundsätzlichen Mechaniken des Titels. Wir steuern einen Harbinger, dieser stellt unsere mobile Basis dar und darf nicht über den virtuellen Jordan gehen. Wird er in einem unaufmerksamen Moment doch getötet, ist das Match für uns vorbei. Nach dem Tutorial öffnet sich das Spiel für uns. Als erstes erblicken wir die Kampagne, diese wird insgesamt drei Kapitel, mit etlichen Missionen, umfassen. Leider ist sie aktuell noch nicht spielbar, laut Entwickler wird das die komplette Early-Access-Phase lang so sein.

Der letzte Widersacher wurde besiegt, Sieg einfahren.

Also müssen wir uns mit anderen Dingen beschäftigen. Somit starten wir ein Versus-Match gegen die K.I., alternativ könnten wir hier auch gegen einen oder mehrere menschliche Gegner antreten. Die aktuell verfügbaren Karten können zwei bis vier Spieler beherbergen. Abgerundet wird das Angebot durch einen „Koop-Survival-Modus“. Hier treten wir ausschließlich gegen die K.I. an und versuchen eine gewisse Zeit lang zu überleben. Ist das geschafft fahren wir den Sieg ein und erhalten Belohnungen. Egal ob wir gegen die K.I. oder gegen echte Mitspieler antreten, eine Belohnung wir auf jeden Fall ausgeschüttet, das finden wir äußerst genial.

Unser Harbringer wird durch eine versteckte Mine geschützt. Zudem haben wir ihn am Kartenrand versteckt, so sollte er lang genug am Leben bleiben.

Unser Deck entscheidet über Sieg oder Niederlage

Hinter den Belohnungen von Golem Gates verstecken sich neue Karten und eine Währung. Mit diesen In-Game erspielten Punkten können wir uns ebenfalls neue Karten kaufen. Und nein es gibt keinen In-Game-Shop oder sonstigen Mumpitz in welchem wir Echtgeld verbraten könnten.

Nach ein paar gespielten Runden ist unser Deck auf 50 Karten angewachsen. Darunter befinden sich diverse Einheiten, offensive wie defensive Zaubersprüche und Verteidigungsanlagen wie Türme. Unser Deck können wir nach Belieben zusammensetzen und als Vorlage abspeichern. Somit können wir uns verschiedene Decks mit unterschiedlichen Strategien zu Recht legen. Um die Karten überhaupt ausspielen zu können benötigen wir Energie. Überall auf der jeweiligen Karte befinden sich wichtige Energiepunkte die wir einnehmen sollten. Je mehr Punkte unter unserer Kontrolle stehen desto schneller ladet sich unser Balken auf. Dadurch können wir schneller Einheiten produzieren und erlangen somit die Hoheit über die Karte.

Hier befinden wir uns im Menü für das Deckbuilding.

Keine Angst das Deckbuilding sieht komplizierter aus als es wirklich ist. Auf der linken Seite sehen wir unsere verfügbaren Karten, einfach nach rechts gezogen und schon landen sie in unserem Deck. Zu Spielbeginn verfügen wir über sechs, zufällig ausgewählte Karten. Falls euch das Dargebotene nicht passt dürfen wir sie austauschen, egal welche und wie viele.

Hinter dem Menüpunkt „Forge“ verbergen sich dann weitere Karten die mit den erspielten Punkten gekauft werden können. Die angebotenen Karten wechseln täglich, falls uns davon nichts passt einfach bis morgen warten, vielleicht ist dann ja etwas Passendes dabei. Das Spielsystem sollte somit eine ordentliche Tiefe bieten.

Kein Basisbau, dafür taktische Finesse

Seit Golem Gates in den Early-Access-Status getreten ist sind bereits zwei Patches erschienen, offensichtlich sind die Entwickler motiviert. Die für uns wichtigste Neuerung: Finden wir keine Mit- oder Gegenspieler können wir das Match einfach starten. Wenn jemand nachjoinen möchte kann er das problemlos tun. Bis dahin startet das Match gegen die K.I. Die dort erhaltenen Punkte werden anschließend dazu addiert, somit kann man sich gleich doppelt freuen. Im „Koop-Survival“-Modus verhält es sich ähnlich. Ein Spieler kann während der Zocksession ebenfalls dazukommen, er erhält dann einfach Bonusenergie und kann direkt in den Kampf springen.

Wie aufmerksame Leser bestimmt schon mitbekommen haben können wir in Golem Gates keine Gebäude und somit keine klassische Basis hochziehen. Unser Harbringer dient als Schaltzentrale. Wir können überall auf der Karte Einheiten und Verteidigungsanlagen platzieren, mit einer Einschränkung. Es muss dort bereits etwas gebaut sein oder es müssen sich an besagter Stelle Einheiten befinden.

Im Survival-Modus verteidigen wir unsere Basis bis zum letzten Mann. Wir können die gut 10 Minuten überleben, bleiben siegreich – herrlich.

Im Screenshot darüber haben wir gerade einen Feuerball in die Gegner geworfen, das bringt uns den entscheidenden Vorteil. Wir können Einheiten heilen, schwache Einheiten mittels Zauber verstärken oder gegnerische Einheiten via Zauber verlangsamen oder ihnen sogar den Angriff verwehren. Besonders fies: Sind wir im Angriff legen wir mittels Zauberspruch die gegnerischen Geschütze lahm, so macht das Einnehmen der Energiepunkte doch Spaß.

Trailer:

Fazit:

Golem Gates befindet sich auf einem guten Weg. Die Gefechte sind schnell aber trotzdem taktisch, die Fusion aus RTS und Sammelkarten funktioniert. Gegen menschliche Spieler entscheidet das Deck und etwas Glück (beim Ziehen der Karten) über Sieg oder Niederlage. Die K.I. ist aktuell noch etwas schwach auf der Brust, sie dient quasi als guter Sparringspartner. Wir sind gespannt was die Kampagne zu bieten haben wird. Wer den Entwickler LLC gerne unterstützen möchte kann jetzt schon zuschlagen, Solozocker warten noch bis die Singleplayer-Kampagne verfügbar ist.


Golem Gates findet ihr für 19,99€ bei Steam

Mitglied der Chefredaktion, Ansprechpartner Leseranfragen