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Gear. Club Unlimited bei uns im Test

Am 01. Dezember erscheint mit Gear. Club Unlimited endlich mal ein Auto-Rennspiel für die Nintendo Switch. Wir haben das Spiel schon vorher testen dürfen und teilen euch unsere Eindrücke dazu mit.

Endlich dürfen richtige Autos auf der Nintendo Switch Gas geben. Vorher sind wir ja immer nur mit Karts gefahren ;). Mit Gear. Club Unlimited will es der Entwickler Eden nun wissen und ein anderes Kaliber auf die Nintendo Konsole bringen. Ihr solltet allerdings Vergleiche mit Spielen GT Sport oder Forza Motorsport direkt vergessen. Hier geht es mehr um den Arcade-Spaß eines Rennspiels und den will man besonders hervorstechen.

Viele werden jetzt bestimmt denken: Moment mal, ich hab den Namen Gear. Club doch schon mal irgendwo gehört. Richtig gedacht: Das Spiel trieb als Vorgänger sein Unwesen als Smartphone Version und war ein Free2Play Game mit späteren Mikrotransaktionen. Diese wurden für die Nintendo Switch Version vollkommen gestrichen. Nun will man als reiner Arcade-Racer für kurzweiligen Spaß sorgen. Gear. Club Unlimited kommt ohne optische Highlights und Schnick-Schnack daher. 30 Autos, 430 Rennen auf 200 Strecken können sich schon sehen lassen.

Und wenn ihr zum ersten Mal im Auto sitzt dann fühlt ihr euch ein wenig wie in den 80er Jahren, als ihr noch 5 Mark in den Spielautomaten gesteckt habt. Grafisch vielleicht ein wenig hübscher, aber von der Steuerung fast identisch. Auf Realismus, unzähligen Einstellungen oder ähnliches wird hier bewusst verzichtet. Rein ins Auto und los geht´s. Allerdings ist der Schwierigkeitsgrad so gering, dass ihr jedes Rennen gewinnen werdet. Um ein wenig Anspruch zu bekommen solltet ihr diesen bei Zeiten erhöhen.

Was ebenfalls für einen hohen Wiederspielwert sorgt sind die freischaltbaren Objekte. Habt ihr Rennen gewonnen oder Ziele erreicht bekommt ihr Gegenstände für eure Werkstatt. Diese könnt ihr dann nach euren Wünschen ausstatten und erweitern. Dort könnt ihr eure Wagen lackieren oder aufmotzen. Aber auch andere Dinge wie Kaffeeautomaten oder Pflanzen lassen eure Werkstatt ganz nach euren Wünschen aussehen. Damit ihr nicht viel verkehrt machen könnt, bekommt ihr auch Tipps von euren Mitarbeitern. Ein Art Simulator, der euch eure eigene Werkstatt nach ganz eigenen Wünschen erstellen lässt.

Habt ihr die ersten Rennen erfolgreich absolviert wird der Multiplayer freigeschaltet. Dort könnt ihr gegen andere Spieler antreten, was zwar ganz nett ist, aber doch schnell an Motivation verliert. Interessanter ist eher der lokale Multiplayer. Bis zu vier Spieler können hier gleichzeitig an Rennen teilnehmen. Wie die Entwickler von Microids versprechen wird es später dazu auch noch ein spezielles Update geben und es sollen weitere Modis eingeführt werden. Im lokalen Multiplayer-Modus stehen euch 32 Strecken zur Verfügung.

Doch kommen wir überhaupt zum wichtigsten Punkt von allen. Wie lässt sich Gear. Club Unlimited überhaupt steuern? Eigentlich ganz easy und wie oben schon erwähnt wie in der guten alten Spielhalle. Allerdings müsst ihr dabei auch mit kleinen Rucklern vorlieb nehmen. Wird es nämlich ein wenig wilder auf dem Bildschirm (was jetzt nicht so wirklich oft vorkommt) kann es zu gelegentlichen Framerate-Einbrüchen kommen. Das kann mit einem kommenden Update sicher gefixt werden, fällt aber schon auf. Trotzdem machen die Rennen Laune, auch wenn es nach einer Weile ein wenig eintönig wird. Aber die Motivation die Sterne zu gewinnen und die Objekte freizuschalten bringt ein Schuss Extra-Spaß.

Ihr könnt Gear. Club Unlimited auch per Gyrosensor Steuerung spielen. Dafür neigt ihr eure Konsole nach links und rechts – ein realistisches Fahrgefühl will dabei aber nicht aufkommen. Wir empfehlen euch die normale Steuerung, die schnell in Fleisch und Blut übergeht. Die Strecken sind vielfältig und bringen euch später sogar einen Rally-Modus. Dieser muss aber erst mit Sternen verdient werden. Die Karte die euch im Spiel selbst erwartet ist ebenfalls ziemlich groß und wartet mit vielen Extras und Herausforderungen auf euch. Insgesamt seid ihr mit dem Spiel ziemlich lange beschäftigt.

Ein bisschen enttäuschend sind nur zwei Kameraperspektiven. Eine Cockpit-Ansicht gibt es überhaupt nicht. Ihr könnt entweder nur aus der Sicht hinter eures Fahrzeugs oder aus der Sicht direkt vor der Motorhaube zocken. Aber auch hier scheinen die Entwickler mehr den Arcade-Style des Spiels hervorzustellen und auf Realismus und Co. zu verzichten. Auch Wettereffekte sucht ihr in Gear. Club Unlimited vergeblich.

79%

Gear. Club Unlimited ist ein Arcade-Racer der auf der Nintendo Switch schon lange gefehlt hat. Hier verzichtet man auf Realismus, Wettereffekte oder irgendwelchen Schnick-Schnack. Ihr setzt euch ins Auto und habt nur ein Ziel: Das Rennen als Erster zu beenden um Sterne zu gewinnen. Mit diesen Sternen rüstet ihr eure Werkstatt auf oder gönnt euch neue Autos von 16 Herstellern. Einfach gestrickt und für zwischendurch echt ganz nett. Wer auf hohen Realismus oder Simulation in Perfektion steht sollte zu anderen Rennspielen greifen und auch die Konsole wechseln.

  • Grafik 75%
  • Sound 75%
  • Umfang 85%
  • Story / Atmosphäre 85%
  • Steuerung 75%

Chefredakteur, Inhaber MB Verlag, erster Ansprechpartner und Gründer von Games-Mag