Galaxy on Fire 2 Full HD im Test

Nachdem das Weltraumabenteuer Galaxy on Fire 2 bislang mobilen Endgeräten wie iPhone und iPad vorbehalten blieb, hat das Entwicklerstudio Fishlabs nun eine PC-Umsetzung realisiert. Die Auflösung wurde auf Full-HD-Niveau hochgeschraubt, die Steuerung an Gamepad sowie Tastatur angepasst – schon ist die erste PC-Entwicklung des Studios fertig. Ob sich die Portierung auf den größeren (PC-)Bildschirm gelohnt hat, erfahrt ihr in diesem Test.

Gedächtnisverluste erleben wir in gefühlt jedem zweiten Spiel in den letzten Jahren mit. Auch Keith T. Maxwell, der Hauptprotagonist des Spiels, bleibt in der Weltraumballerei nicht davon verschont. Durch eine Fehlfunktion seines Hyperraum-Antriebes wird Keith ans andere Ende der Galaxie verfrachtet und kommt erst Jahrzehnte später wieder zu sich. Nach dem Schicksalsschlag muss er nun wieder bei Null anfangen und quer durch die Galaxie reisen, um mit Aufträgen wieder Anschluss und eine Geldquelle zu finden.

In den ersten Missionen muss Keith ganz simple Aufgaben erledigen. Etwa mittels Raumschiff-Bohrer Erz abbauen. So verbessern wir mit unserem beschaffenen Geld schnell unser Schiff, damit wir für die zahlreichen Banditen im Weltraum kein zu leichtes Ziel abgeben. In einem recht umständlichen Menü schrauben wir Primär- und Sekundärwaffen an unseren Kahn, zum Beispiel Raketenvorrichtungen oder schützen unser Schiff mit einem Schild.

Neben den Storymissionen vertreiben wir unsere Zeit außerdem mit jeder Menge Nebenaufträgen, die wir in den Space Lounge verschiedener Planeten zugespielt bekommen. Diese gleichen sich allerdings sehr oft, wodurch man Aufträge wie „Bringe so und so viel Material zu Planeten X“ oder „Messe dich mit mir in einem Duell gegen die Piraten“ schon bald aus dem FF kennt.

Etwas ansprechender werden die Missionen eingeleitet, welche den Plot vorantreiben. Hier bekommen wir nette Geschichten von unterschiedlichsten Charakteren zu hören, jedoch gibt es keine richtigen Zwischensequenzen, in denen wir die Auftraggeber zu Gesicht bekommen. Lediglich in den Textfenstern können wir uns ein Bild von der Visage unseres Gegenübers machen, selbst wenn wir hier nur ein Standbild vor Augen haben. Eingewöhnung benötigt die Tastatur-Steuerung in den ersten Gefechten, da sie ein bisschen schwammig ausgefallen ist. Ein paar Manöver später hat man sich allerdings daran gewöhnt und beherrscht auch die Ausweichmanöver durch Drücken der A- und D-Taste.

Die Geschichte wird mit einer angemessenen Sprachausgabe präsentiert, welche durch Texteinblendungen begleitet wird. Blöd: Statt letztere am oberen Bildschirmrand simultan zum Geschehen einzublenden, friert das Bild ein und der Dialog läuft starr über die Texteinblendung weiter.

Fazit:

Man merkt Galaxy on Fire 2: Full HD die wahre Herkunft an: keine komplexen Zwischensequenzen, keine Charaktere bekommen wir in einer solchen zu Gesicht. Dennoch macht die Weltraumaction Spaß, wenn man ein nettes Spiel für zwischendurch sucht. Kurz in der Mittagspause oder zum Feierabend eine Mission absolvieren, dafür ist der Titel perfekt. Für mehr reicht es leider nicht, denn dafür ist Galaxy on Fire 2 einfach zu schwach präsentiert und bietet wenig Langzeitmotivation. Für den geringen Kaufpreis von ca. 15 Euro darf man hier aber ein Auge zu drücken und eine eingeschränkte Empfehlung für Gelegenheitsspieler geben.

Wertung:

Befriedigend

Markus

Markus

Chefredakteur bei Markus Biering Verlag
Chefredakteur, Inhaber MB Verlag, erster Ansprechpartner und Gründer von Games-Mag
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